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Archive for the ‘Schulverpflegung -Mittagessen’ Category

Sternekoch Johann Lafer eröffnet Schulmensa in Bad Kreuznach

dradio.de, 09.11.2012

In einem staatlichen Gymnasium im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach will Sternekoch Johann Lafer das Mittagessen zum Höhepunkt des Tages machen. Die Modellmensa soll ein Erfolg werden, darum will sich der Sternekoch persönlich kümmern.

„Mit steigender Zahl der Ganztagsschulen auch in unserem Landkreis nimmt die Aufenthaltsdauer der Kinder und Jugendlichen in der Schule deutlich zu. Damit steigen der Einfluss und die Verantwortung der Schulen im Hinblick auf eine gesundheitsfördernde Ernährungsweise.“  >>WEITER<<

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Finnland:

Das finnische Schulsystem legt besonderen Wert darauf, dass alle Kinder die gleichen Möglichkeiten der Schulbildung und Bildung haben. Konsequenterweise sind daher ist auch der Schulbesuch und alle damit zusammenhängenden Faktoren kostenfrei. Dies sind z.B. die Schulbücher, der Schülertransport, der Unterricht und auch die Schulverpflegung.
Da der Ganztagsunterricht bereits seid vielen Jahrzehnten fest im finnischen Schulsystem verankert ist, verfügen fast alle Schulen über eine sehr gute Infrastruktur. Finnland war demnach das erste Land weltweit, was bereits 1984 eine kostenlose Schulverpflegung einführte. Auch die Verpflegungsart (jeden Tag eine warme Mahlzeit und eine alternative Diätkost, welche Allergien oder religiöse Aspekte berücksichtigt) sowie die Zwischenmahlzeiten (wenn nach der Mittagsmahlzeit mehr als 3 Std. folgen muss eine Zwischenmahlzeit vorgesehen werden) sind geregelt.

Früher erfolgte die Speiseherstellung durch staatliche Stellen, während heutzutage vornehmlich private Cateringunternehmen die Schulverpflegung organisieren. Es gibt Richtlinien für die Qualität der Mahlzeiten und die Atmosphäre der Kantinen.

Das andere Verständnis äußert sich sehr deutlich darin, dass die Schulverpflegung in Finnland als pädagogische Maßnahme betrachtet wird.

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England:

In England ist das Mittagessen meist die einzige Hauptmahlzeit am Tag. In den letzten Jahren gab es eine starke öffentliche Diskussion über die steigende Anzahl übergewichtiger Kinder. In Folge dessen gab es eine starke finanzielle Förderung bei der Schulverpflegung.

In den Schulen in England erfolgt die Schulverpflegung meist durch Catering-Unternehmen. Dabei gibt es Leitlinien, welche genau die Qualitätsstandards festlegen.“Im Vergleich zu anderen Ländern geben sie darüber hinaus sehr detaillierte Ausführungen zu einzelnen Speisen, zur Häufigkeit im Angebot und zu den Portionsgrößen (http://www.boell.de/wirtschaftsoziales/soziales/soziales-ernaehrung-essen-schule-9789.html)“. Die Verantwortung zur Einhaltung und die Bereitstellung des Essens liegen bei den örtlichen Behörden als auch bei den Schulen selbst. Das Essen ist kostenpflichtig, für sozial schwache Familien gibt es jedoch Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung.

–> TEIL 3: Finnland

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Japan:

Die Schülerverpflegung ist in Japan zentral organisiert. Da in Japan traditionell eine hohe Essenskultur herrscht, können auch für das Schulessen „wichtige Voraussetzungen leichter geschaffen werden, z.B. die nationalen SV-Verordnung, die sehr gute Qualifikation des Personals sowie eine ausreichende Zahl an Küchenmitarbeitern. Der nötige Finanzrahmen wird zur Verfügung gestellt, genauso wie eine gute räumliche und gerätemäßige Ausstattung. Ein Diktat des Preises mit nachteiligen Folgen für die Qualität des Essens sei in Japan undenkbar.“

„Im Ergebnis ist festzuhalten, dass in den japanischen Schulküchen hochprofessionell gearbeitet wird, alle Abläufe exakt aufeinander abgestimmt sind; das Essen frisch und mit großer Produktionstiefe zubereitet wird und der Transport in die Klassen sowie das gesamte Ausgabemanagement durch die Schüler selbst erfolgt. Es wird in den Klassen gegessen, die hierfür entsprechend umgerüstet werden, wobei die Wartezeiten sehr gering sind. Das Essen hat somit „Cook and Serve“-Qualität. Den Schülern scheint das Essen sehr gut zu schmecken, eine Auswahl beim Essen gibt es allerdings nicht. Alle Schüler nehmen am Essen teil, da es Bestandteil des Unterrichts ist.“
Den SchülerInnen wird von anfang an beigebracht, wie wichtig es ist auf Hygiene zu achten.

  • Volker Peinelt, Kann Deutschland von der Schulverpflegung in Japan lernen? Empfehlungen für eine Neuorientierung 1. Auflage 2012, Verlag Pro BUSINESS 2012
  • Schulverpflegung in Japan,  Teil 1, Teil 2, Ernährungsumschau 2008 Es geht auch anders – ein Blick nach Japan zeigt, dass ‚Selbst machen‘ in der Schulverpflegung durchaus möglich ist. Allerdings unter Rahmenbedingungen, die in hierzulande nicht gegeben (teils auch nicht kopierbar) sind (Prof. Dr. Peinelt: VortragBericht):

–> TEIL 2: England

–> TEIL 3: Finnland

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Mittagessen: sechs. Ein vernichtendes Zeugnis erhielten Schulkantinen in einer Anfang des Jahres veröffentlichten ernährungswissenschaftlichen Studie der Hochschule Niederrhein. 90 Prozent aller deutschen Schulmensen wiesen danach Qualitätsmängel auf, das Essen sei »ungesund« und »unhygienisch.«

Giessener Allgemeine, 07.05.2012

Die Herausforderung einer nahr- und gleichsam schmackhaften Verpflegung von Schülern beschäftigte am Wochenende eine Tagung des Verbands für Unabhängige Gesundheitsberatung in der Uni-Aula. Ernährungswissenschaftler forderten in Vorträgen einen TÜV für Schulkantinen.
»Ein TÜV wäre sehr hilfreich«, betonte während eines Podiumgesprächs Dr. Uta Meier-Gräwe, Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität. Die Gesellschaft müsse sich fragen, »wie wichtig ihr die Ernährung ihrer Kinder ist.« Es gehe »nicht nur um ein warmes Mittagessen in der Schule, sondern um Geschmacksbildung als Teil des schulischen Bildungsauftrags.« Die Zahl der Ganztagsschulen solle in den kommenden Jahren bundesweit auf 40000 steigen. Milliarden an Geldern habe man bereits in den Ausbau von Mensen investiert. »Allerdings nur in die Hardware.« ...>> weiter

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Verbratener Cheeseburger und Wassereis, fettige Pizza und ein Muffin – so sieht das Mittagessen vieler Kinder in der Schulkantine aus. Die neunjährige Martha aus Schottland fotografierte diese mickrigen Mahlzeiten, stellte sie auf ihr Blog und wurde zum Internet-Hit.

bild.de, 15.05.2012

Die kleine Martha Payne aus dem schottischen Argyll startete vergangene Woche mit ihrer Aktion, die in Großbritannien und weltweit eine Diskussion über das Schulessen ausgelöst hat und sie zum kleinen Star im Internet gemacht hat.

Star-Koch Jamie Oliver twitterte ihrem Vater Michael: „Schockierender aber inspirierender Blog, macht weiter so!“

Vater Michael ermunterte Martha zum Schreiben und unterstützt sie bei ihrem Blogger-Projekt http://neverseconds.blogspot.com. Beide ahnten nicht, dass sich die Bilder des Kantinenessens so schnell verbreiten würden. Vergangenen Donnerstag hatten schon 105 000 Menschen den Blog besucht, auf Twitter wurde der Zustand der Schulversorgung rauf und runter diskutiert. …>> weiter

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gv-praxis, Die Wirtschaftszeitschrift für professionelle Gemeinschaftsverpflegung, 15.03.2012

„Die Schulmensa von morgen“ stand auf der Agenda des 2. Internorga-Forums Schulcatering am vorletzten Messetag in Hamburg. 430 Verantwortliche aus Schulen, Verbänden und Vereinen, der Industrie sowie Catering-Unternehmen kamen ins Congress Center.

Am Ende waren sich alle einig: „19 Prozent Mehrwertsteuer auf das Schulessen sind eine Sauerei“, schloss Johann Lafer seinen Vortrag. Nicht nur für diese Aussage spendete ein aufmerksames Publikum dem TV-Koch tosenden Applaus. Der Beifall galt auch dem präsentierten Konzept für die Schulmensa des Bad Kreuznacher Gymnasiums Römerkastell, das in enger Zusammenarbeit mit den künftigen „Kunden“, den Schülerinnen und Schülern der Ganztagsschule sowie mit der Hochschule Fulda entstanden ist. Im kommenden Herbst soll die Mensa an den Start gehen, mit der Lafer den Versuch unternehmen willl, für unter 4 Euro ein schmackhaftes und gesundes Schulessen anzubieten.
Eine aktuelle Momentaufnahme der Schulverpflegung in Deutschland und im Ausland lieferten Claudia Zilz, Redakteurin der gv-praxis, und Ulrike Arens-Azevedo, Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Während man hierzulande eher auf der Stelle tritt, kann sich der Blick etwa nach Amerika und Finnland für Anregungen lohnen.
Einen genaueren Blick in die Psyche der Zielgruppe lenkte Dr. Thomas Ellrott vom Institut für Ernährungspsychologie in Göttingen. Bei der Schulverpflegung dürfe nicht außer Acht gelassen werden „Wie Kinder ticken“ – und wer die Kids zu einer gesunden Ernährung führen wolle, sollte zu allererst das Attribut „gesund“ aus seinem Vokabular streichen.
Für Schulverpflegung in Deutschland stehen engagierten Akteure, die sich mit bürokratischen Zwängen, Verwaltungsrichtlinien, politischen Vorgaben, Preisdumping, fehlenden allgemeingültigen Qualitätsrichtlinien und einer hohen Mehrwertsteuer herumschlagen müssen. Dieser Spagat wurde deutlich in den Vorträgen von Joachim Porschke, Inhaber des Hamburger Catering-Unternehmens „Essen für Kinder“ und Prof. Dr. Margot Steinel von der Hochschule Anhalt in Bernburg.
Auf der einen Seite ein langjähriger Überzeugungstäter in Sachen Qualitätscatering und auf der anderen Seite die Erinnerung an die Pflicht der Verantwortlichen, den jeweils wirtschaftlichsten Anbieter für die Schulverpflegung zu wählen. Dabei müsse es sich nicht zwangsläufig um den Billigsten handeln, macht die Hochschulprofessorin anhand eines systematischen Leistungsverzeichnisses deutlich, das Entscheidungshilfe verspricht – denn: „Qualität fängt bei der Ausschreibung an“.       und Schule soll außerdem Kindern mit Entwicklungs- und Sprachauffälligkeiten helfen, die bestmögliche Förderung zu bekommen.  …>> weiter

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