Pro und Contra Ganztagsschulen
- Argumente für und gegen Ganztagsschulen
Dies soll weder ein Plädoyer für noch gegen die Einrichtung von Ganztagsschulen sein. Vielmehr ist es wichtig möglichst in objektiver Form Argumente abzuwägen. Es spielen hierbei immer die gesellschaftlichen als auch die individuellen Bedingungen eine enorme Bedeutung. Auch ist die Einrichtung und Konzeption von Ganztagsschulen unter dem parteipolitischem Aspekt zu betrachten (siehe auch: Was passiert mit der Bildung?). Eine alleinige Berufung auf die PISA Ergebnisse reicht wohl nicht aus (siehe auch: Leistungsvergleichsstudien und Systemsteuerung- oder: Was hat PISA zu bildungspolitischen Entscheidungen beigetragen?).
PRO:
- Entlastung für die Erziehungsberechtigten – Vor allem in Hinblick auf Alleinerziehende.
- Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
- Hausaufgaben werden unter Aufsicht gemacht und es kann Hilfestellung gegeben werden.
- Verringerung der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen – Reduzierung der Verwahrlosungsgefahr, Konsumverführungen und Kontakte mit der Drogenszene.
- Das Schulklima verbessert sich.
- Es kann besonders auf gesunde Ernährung geachtet werden z. B. durch qualitativ hochwertiges Mittagessen und/oder kochkurse.
- Das intensive Zusammenleben der SchülerInnen unterschiedlicher sozialer/kultureller Herkunft fördert gegenseitiges Verständnis.
- Es findet eine Öffnung der Schule statt. Schule kann sich, in einer zunehmend komplexen und vernetzten Welt, nicht (mehr) als in sich geschlossene rein wissensvermittelnde Bildungsinstitution begreifen.
- Soziale Kompetenz(en) können besonders gefördert werden.
- Es gibt vielfältigere Möglichkeiten zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen SchülerInnen und Lehrern.
- Es findet eine sinnvolle Freizeitgestaltung statt (siehe auch: Ganztagsangebote).
- Es können Zusatzangebote/Ganztagsangebote kennengelernt und genutzt werden, zu denen sonst kein Zugang bestehen würde.
- Der Stundenplan (Abfolge der Fächer, Pausen, etc.) kann den Bedürfnissen der SchülerInnen besser angepasst werden (siehe auch: Rhytmisierung des Schulunterrichts).
- Besondere Unterstützungsbedarf bei der Integration von SchülerInnen mit Migrationshintergrund kann nachgekommen werden (Themenatelier “Ganztagsschule der Vielfalt”).
- Mehr Unterricht / “Lernstunden”, desto größer ist der Lernfortschritt in einem bestimmten Zeitraum.
- Größerer zeitlicher Freiraum – weniger zeitlicher Druck.
- Die SchülerInnen erhalten ein hochwertiges Schulessen in entsprechender Atmosphäre, was zu Hause immer weniger gesichert ist. – Kennenlernen guter Ernährungsgewohnheiten (siehe auch: Hoher Qualitätsanspruch bei Schulverpflegung).
- Bei Leistungsmängeln eines Kindes hängen die Ausgleichsmaßnahmen nicht von der finanziellen Situation der Eltern ab.
- Integration von außerschulischen Erfahrungen (siehe auch: Kooperation und ausserschulische Partner).
- Es findet eine professionelle Kooperation unterschiedlicher Berufskulturen an Ganztagsschulen statt (siehe auch: Kooperation an Ganztagsschulen – Neun goldene Regeln).
- Vernetzung von Bildungseinrichtungen mit Partnern in den Kommunen un damit einhergehend entstehen neue Kooperationsmöglichkeiten für (Sport-)-Vereine.
- Es entstehen neue Möglichkeiten und Chancen der Kooperation von Jugendhilfe und (Ganztags-)Schule.
- Verstärkte Mitbestimmungsmöglichkeiten der Schüler/innen (siehe auch: Partizipation und Ganztagsschule).
- Stärkung des Schulstandortes.
- …
CONTRA:
- Der Staat mischt sich in die Erziehung ein und der erzieherische und bildende Einfluss der Eltern auf ihr Kind nimmt ab.
- Der Einfluss der selbstbestimmten Peer-Group nimmt ab – Fähigkeit des Aufbaus eines eigenen sozialen Netzwerkes geht verloren.
- Hausaufgaben bzw. Lernen muss trotzdem zusätzlich noch zu Hause erfolgen.
- Weniger Zeit für Familien, Musikschule oder Sportvereine etc. werden schlechter mit der Schule kombinierbar, bzw. es verschieben sich solche Aktivitäten noch weiter in den Abend hinein.
- Höherer Kostenaufwand in materiellen wie auch personeller Hinsicht (siehe Dohmen/Himpele: Kosten von Ganztagsschulen).
- Oft werden nicht qualifizierte Kräfte eingesetzt, so dass lediglich eine Betreuung stattfindet (siehe auch PM der GEW “Mehr Mittel und Personal für Ganztagsschulen” vom 08.09.2008). Damit einher geht eine Abwertung der sozialen Berufe (u. a. ErzieherInnen, PädagogInnen).
- Jugendlichen können nicht mehr zur Aufbesserung ihres Taschengeldes Arbeiten gehen, wodurch diese Horizonterweiterung nicht mehr stattfinden kann.
- Förderung von Unselbständigkeit durch ganztägige Lehrerabhängigkeit.
- Die psychische und körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder wird überreizt.
- Die zeitliche Ausdehnung der Anwesenheitspflicht von Lehrern schränkte die intensive und kreative Vorbereitung auf den Unterricht ein.
- Zum Teil entstehen für die Ganztagsbetreuung extra Kosten, so dass eine Bildungsscheere entsteht.
- Ausbildung und Lernen werden institutionalisiert und entsprechen nicht mehr dem persönlichen Lebensrhythmus. Es findet eine Ausdehung institutionell gebundener Zeit statt.
- Einigen Kindern kann der Gruppendruck im Rahmen der Ganztagsschulaktivitäten zu schaffen machen. Mobbing-Opfer sind dem Mobbing länger ausgesetzt.
- Ein neues Klassendenken entsteht – Die Klasse der Ganztagsschüler versus die Klasse der Halbtagsschüler.
- Als Nebeneffekt verabschieden sich immer mehr Eltern von der Erziehungstätigkeit bzw. der Erziehungsverantwortung.
- Die Kinder sind mehr als zu Hause Außenreizen ausgesetzt – dies kann vor allem für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) problematisch sein (siehe auch: Ganztagsschulen engen Schüler mit ADHS in ihrem Bewegungsdrang zu stark ein).
- Vereins-Übungsleiter/-Trainer, die selbst noch zur Schule gehen, stehen weniger zur Verfügung.
- Auch für LehrerInnen ergeben sich, durch den ganztägigen Schulaufenthalt ähnliche Auswirkungen (u.a. Einschnitte im Freizeitbereich) wie bei den SchülerInnen.
- Von ihrem finanziellen und personellen Potential ist die Kinder- und Jugendarbeit und zu einer flächendeckenden
Mitwirkung an der Ganztagsbildung nicht in der Lage. - …
Download: Pro und Contra Ganztagsschulen – Argumente für und gegen Ganztagsschulen
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Podcast zur Ganztagsschuldiskussion von der Didacta 2008 "Ganztagsschule Ja! Aber wie?




Sehr geehrte Damen und Herren
Während einer Recherche zu Pro & Contra der Ganztagsschulen stieß ich auf Ihre Seite und freue mich Ihnen zu sagen, dass ich Ihnen im Großen und Ganzen beipflichten muss. Jedoch fehlt bei Ihnen – wie anscheinend bei jeder von mir geprüften Fachliteratur – ein großes Contra-Argument: Mobbing-Opfer. Mobbing-Opfer werden durch die Ganztagsschule noch weit mehr unter Druck gestellt, da sie viel länger ihren Peinigern ausgesetzt sind. Der Komplettierung halber sollten Sie diesen Zusatzpunkt unter Contra aufnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Danah Porn
Danke für die Anregung und ich werde dieses Argument ergänzen.
Dies trifft sicherlich vor allem beim Einsatz von nicht geschultem / ausgebildetem Personal zu. Ansonsten bietet gerade die Ganztagsschule die Möglichkeit mobbing vorzubeugen bzw. aufzudecken.
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich bin eine 13- jährige Schülerin und möchte hier meine Meinung kundtun, da es ja um uns Schüler geht.
Ich finde es äußerst besorgniserregend, dass in der heutigen Zeit nur mehr auf die Wirtschaft geschaut wird: Die Eltern sollen schön arbeiten, und die Kinder, die soll man zuerst in die Krabbelstube, dann in den Kindergarten und dann auch noch in die Ganztagsschule? Sollen die Eltern den Bezug zu ihren Kindern ganz verlieren? Sollen die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder/Jugendlichen nur einen minimalen Beitrag zur Erziehung leisten?
Mir ist schon klar, dass die Eltern arbeiten müssen, aber ich glaube, genau dort liegt das Problem. Meiner Meinung nach ist es total wichtig, dass die Eltern immer noch die am nahe stehendsten Personen für die Kinder sind. Ich hatte das Glück, dass mein Vater Bauer und meine Mutter Religionslehrerin ist, denn nur so ist eine gute und vor allem liebevolle Erziehung möglich, die Eltern sollen sich ZEIT für die Kinder nehmen. Gerade in der heutigen Zeit steigt den Menschen der Stress im Alltag zu Kopf. Sollte die Familie nicht einmal ein Ort sein, wo man reden kann, aufgefangen wird und wo auch die Eltern Erholung finden können? Die Familien sollten unterstützt werden und die Kinder dadurch ein besseres Leben führen können, das ist die Zukunft. Ich bitte vor allem die Führungspersonen und Politiker, sich noch einmal Gedanken über dieses Thema zu machen und einmal von der Geschäftswelt und des Materiellen abzusehen und ein Grundbedürfnis beibehalten.
Mit freundlichen Grüßen
Teresa Herbst
PS.: Ich finde diese Website insofern gut, weil hier die Pro’s und Contra’s aufgelistet werden. Außerdem ist es meiner Meinung nach toll, dass die Menschen selbst ihre Meinung abgeben dürfen. Danke!
Liebe Teresa, herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Und ich finde, Du hast Recht. Als Mutter von 4 Kindern weiss ich nur zu gut, wie wichtig es ist, beim Mittagessen die Sorgen aus dem Schulalltag sich anzuhören. Der Nachmittag gehört der Familie. Die Ganztagsschule wurde in einer Zeit der Vollbeschäftigung angedacht. Die haben wir nicht mehr. Erwachsene arbeiten 33 Stunden in der Woche und wegen der Wirtschaftskrise noch weniger in der Kurzarbeitsphase. Wir sind ein ländlicher Bereich, manche Kinder stehen schon um 6Uhr 30 an einer Bushaltestelle und um 7 Uhr 45 beginnt der Unterricht. Das Ganztagsangebot endet oft nach 16 Uhr. Dann dauert es noch eine Stunde bis sie mit dem öffentlichen Bus zu Haus sind. Das ist viel zu lange, 10 Stunden.
Ganz liebe Grüsse und schönes Fest
Brigitte Jähner.
aber was wäre denn die alternative??
hort?
meiner erfahrung zeigt hier, schlechtes personal, die in erster linie “betreuen”, “aufpassen”, kein verlässlicher betreuungsanspruch!
klar wäre das ganz super, wenn wie zu meiner kindheit, papa arbeiten geht – vorsicht! gleichberechtigung der frau! – mama den ganzen tag für uns da war – ganztagsbeschulung?? – quatsch!!
heute müssen in großer zahl eben beide arbeiten – trotz studium!! – um finanz. mit 2 kindern über die runden zu kommen – miete, essen, FÖRDERUNG der kinder in musik, sport usw-……. – wer das nicht im blick hat, verkennt die realität!
Hallo Leute!
Ich fand die Seite sehr spannend!
Zurzeit wird auch an meiner Schule geplant. Ich befinde mich im sogennantem Schulzentrum. Der Aufbau meiner Schule ist wenn man davor steht Hauptschule-Gymnasium-Realschule. Haupt- und Realschule wollen sich nun zu einer Ganztagsschule machen. Das Problem an der Sache ist, dass das Gymnasium sein Gebäude in seiner zugeschriebenen Farbe renoviert wurde und nun in das viel zu kleine Gebäude der Hauptschule umziehen soll. Dies bedeutet, dass wir eine falsche Farbe und zu wenig Räume bekommen. Da ist wohl was falsch gelaufen!! Weiterhin wird auf dem einzigen Schulhof dann eine Mensa gebaut …
Also Politiker falsch geplant………….
Hallo,
ich bin eine Mutter von zwei Söhnen,wobei der ältere im Herbst in die 1. VS kommt. Wir konnten uns an unserem Standort für die Halb- bzw. Ganztagsschule entscheiden.
Wir verfolgen die Diskussion nun schon längere Zeit.
Einzig ein Thema wird meistens ausgespart, wo werden die Kinder in den Ferien – vor allem im Sommer betreut? Zur Zeit funktioniert es so, dass immer mehr Horte geschlossen werden, es immer weniger Plätze für die Ferienbetreuung gibt und die Kinder über den ganzen Bezirk verteilt werden, auch kann mir keiner garantieren, dass die Geschwister in den gleichen Hort bzw wie jetzt Kindergarten und Hort kommen.
Zur Zeit sehen wir schon die Auswirkungen, es gibt im Sommer einige fremde Kinder, die niemanden kennen, sich oft nur schlecht integrieren, Pädagogen die nicht da sind, weil sie ihren wohlverdienten Urlaub verbringen.
Bevor das nicht geklärt ist, kann keine wohlüberlegte Entscheidung getroffen werden.
Vielleicht gibt es da schon neues?
Lg
Andrea
[...] PRO & CONTRA [...]
Ich finde diese Seite sehr praktisch, wenn es um die für manche Eltern vieleicht viel zu leichte Entscheidung geht ihre Kinder in eine Ganztagsschule abzuschieben geht. Die Kinder sind enormen Druck ausgesetzt da Hausaufgaben oft noch zu Hause erledigt werden müssen und somit fast keine Zeit für Freizeitaktivitäten bleibt. Die Interessen der Kinder sollten GEFÖRDERT und nicht VERNACHLÄSSIGT werden da sonst die geistige Entwicklung beeinträchtigt werden kann. Ich vermute in solchen Schulen werden oft sehr viele Agressionen aufgestaut, da man ja keine Sportlichen Aktivitäten ausüben kann um damit dampf abzulassen, dies kann zu erhöhter Gewaltbereitschaft führen, insofern können Ganztagsschulen gefährlich sein… Nur wer Zeit mit der Familie verbringt kann irgentwann selbst in der Lage sein auf eigenen Füßen zu stehen, da die Eltern eine sehr große Vorbildfunktion haben. Wenn sie das kind nicht gut betreuen, wie soll es dann lernen sich um die eigenen Kinder zu kümmer? Irgentwann werden vieleicht die kinder noch von Robotern betreut?? Dann können die Eltern gleich 100 Stnden die Woche arbeiten um somit Geld zu verdienen, aber wer hätte etwas davon?
lg Christian Pauritsch
Hallo Frau Pauritsch,
Ganztagesschule (GTS) ist nicht gleich GTS. Ich versuche seid ca. 4 Jahren u.a. auch in einer dazu gebildeten Gruppe eine GTS ausserhalb von Brennpunkten zu installieren, an der VS meines Sohnes. Bisher Fehlanzeige. Das lag aber nicht an den Eltern, denn die wurden erst gar nicht über ihr Glück bzw. Unglück informiert.
Ich habe im Zuge dieser Projektgruppe mir einige GTS anschauen dürfen. Und da gibt es enorme Unterschiede. Ich gebe Ihnen Recht, dass Kinder in einer schlechten Schule nicht länger als nötig bleiben sollten. Aber eine gute Schule ist eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Ich habe eine Schule besuchen dürfen, die mehrfach zertifiziert ist und das hat man gleich beim betreten des Gebäudes bemerkt. Hier gilt ein Gesetz des Miteinander, des integrieren. Hier gehen Kinder in eine Klasse, die einen Migrationhintergrund haben, die teilweise große körperliche Beeinträchtigungen haben usw.
Die Kinder haben einen Rythmisierenden Stundenplan. Das bedeutet, dass der Sport und andere Aktivitäten (künstlerisch, musisch etc.) nicht zu kurz kommen. Weiterhin werden Hausaufgaben, das ist ja oft genug Streitpunkt Nr. 1 in Mutter-Schüler-Beziehungen, in der Schule gemacht. Die Lehrkräfte, die bei den Hausaufgaben mit betreuen, sehen, welche Schwierigkeiten die Kinder haben und können gleich reagieren.
Was mir an dieser Schule am Stärksten aufgefallen ist: die soziale Kompetenz. Das hat natürlich auch etwas mit den Lehrkräften zu tun, die sehr viel Wert darauf gelegen. Das können sie oft in 1-Kind-Familien nicht bieten – das Miteinander.
Vorbildfunktion Eltern ist für mich ein hoher Anspruch, den ich auch nicht verlieren möchte. Es gibt aber ein afrikanischen Sprichwort: Es gehört ein ganzes Dorf dazu, um ein Kind zu erziehen. Zur Erziehung der Kinder gehören also nicht nur die Eltern; der Trainer im Verein, Lehrer, Oma, Tante, Nachbarn, Freunde ……
Ausserdem, wie machen es denn alle anderen in Europa? Die Franzosen z.B.? Die haben die GTS seid langem, gehen Vollzeit arbeiten, haben nicht nur ein Kind (bei meinem Frankreichurlaub war es eine Seltenheit Familie mit 2 Kindern, meist 3 oder 4). Da kräht keiner, dass die Rabenmutter wieder ihren Job nachgeht.
Viele Grüße
M. Drechsel
Hallo,
wie sollte es sonst funktionieren?
Welcher alleinerziehende Elternteil kann es sich leisten, nur 4 oder 5 stunden am Tag zu arbeiten? Sollen alle Alleinerziehnden dem Staat auf der Tasche liegen? Dann ist das Gemecker auch groß.
Aber noch größer ist es, wenn man Arbeiten MUSS! Wo sollen die Kinder hin? Es bleibt ja nur KiGa/Hort oder Schule.
Also sollten wir Deutschen doch am besten aussterben … ist die einfachste Lösung! Dann hat keiner mehr irgendwelche Probleme.
Eine interessante Gegenüberstellung. Ich denke bei dieser Diskussion wird leider oft vergessen, dass Kinder eben nicht alle gleich sind. Eine solche strenge „Ganztageszwangsunterbringung“ macht Individualität schwierig bis unmöglich. Ich engagiere mich seit acht Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit. Kinder brauchen Freiräume für Aktivitäten. Hobbys, Sport, Freunde. Aber natürlich auch Hausarbeiten, Dorfleben, Vereinsleben, Tierpflege und schlicht und ergreifend Faulenzen. Wir belasten die Kinder mit einer vollen 50-Stunden-Woche und gewähren noch nicht einmal Urlaub. Die tolle „Leistungsgesellschaft“ bewirkt genau das Gegenteil.
Hallo Herr Herhard.
Leider wird Individualität im pädagogischen Kontext nicht immer berücksichtigt bzw. kann nicht voll berücksichtigt werden. Dies sollte aber viel öfter der Ansatz sein.
Auch gebe ich Ihnen recht, dass Kinder und Jugendliche Freifräume brauchen. Zu Lernen diese für sich sinnvoll zu Nutzen und seine Eigenen Stärken und auch Schwächen kennen zu lernen sollte verstärt Aufgabe von Pädagogen (egal in welchem Kontext) sein. Schweirig ist zudem, dass die Kinder und Jugendlichen bei den Freizeitaktivitäten sich fast immer unter Beobachtung und meist auch unter Anleitung von Erwachsenen befinden und fast alles organisiert wird.
Wenn von einer 50 Stundenwoche gesprochen wird muss in Deutschland immer noch berücksichtigt werden, dass Kinder und Jugendliche ca. 185 Tage im Jahr Schule haben. Dies ist knapp die Hälfte des Jahres. Vielleicht sollte man sich von den sehr langen Schulferien verabschieden, um so eine bessere Verteilung der freien Zeit auf das gesammte Jahr zu ermöglichen (http://diepresse.com/home/bildung/schule/473113/index.do)!?
Liebe Leute-
Ganztagsschule hat doch nichts damit zu tun, dass Eltern arbeiten wollen oder müssen! Dafür, dass die Kinder bei Bedarf versorgt sind, ist weder Schule noch Staat zuständig – das müssen die Eltern schon selbst organisieren. Wenn dazu die Hilfe eines Hortes, einer Tagesmutter oder sonstwem notwendig ist – bitte! Aber mit Schule hat das nichts zu tun. Prüft darum gut, was euren Kindern in der Schule geboten wird und glaubt nicht, dass dort so gut erzogen werden kann, wie in einem liebevollen Elternhaus!
Ne, nicht sehr gut. Das lässt das Ausgangsproblem doch vollkommen außer Acht.
Natürlich geht es darum, dass Eltern arbeiten gehen müssen. Sie müssen arbeiten gehen um ihren Kindern, neben einer liebevollen Erziehung (hoffentlich), ein Dach über dem Kopf, gutes Essen, hin und wieder einen Urlaub, etwas zum Anziehen usw. bieten zu können. Nun ist es nunmal nicht so, dass es da ausreicht 5 Stunden am Tag zu arbeit.Gäbe es keine Horte, Kindergärten oder Ganztagsschulen, würde es für Viele unmöglich Kinder zu bekommen und großzuziehen. Für das alles kommt der Staat auf und natürlich ist das auch seine Aufgabe! Man kann nicht erwarten, dass die Eltern dafür eine Lösung finden, sondern der der die Konditionen vorgibt. Der Staat! Oder verstehe ich da etwas komplett falsch?
Ich gebe Ihnen in so fern recht, dass man sich nicht dem Irrglauben hingeben sollte, dass die Kinder in Ganztagsschule eine Erziehung erhalten, die der elterlichen das Wasser reichen kann, aberich finde: das Fehlen jeder Komponente wäre fatal. Genauso ist es aber auch in Horten, man kann nicht davon ausgehen, dass die Erziehung, die die Eltern leisten müssen übernommen wird, geschweigedenn überhaupt übernommen werden kann. Ich hatte auch nicht den Eindruch, dass jemand Hort oder GtS für einen Ersatz hält.
sehr gut
Ich finde auch, dass eine Ganztagsschule keinen Sinn macht.
Man braucht Zeit, um sich selbst zu entfalten, um Hobbys nachzugehen und Kontakte zu Freunden und Familie zu pflegen. Oft ist das, was man in der Freizeit lernt und erfährt viel entscheidender für das Leben.Wenn jemand in Musik, Kunst, Technik,… interessiert ist und sich mit diesen Bereichen beschäftigt, erreicht er damit meistens mehr (auch im Beruf), als mit dem Lernstoff, der einem eingetrichtert wird. Natürlich ist Allgemeinbildung wichtig, doch man behält das, was man freiwillig lernt am besten im Kopf. Außerdem gibt es (zumindest am Gymnasium) aus meiner Sicht schon genug Nachmittagsunterricht, sodass man jetzt schon manchmal in Verzug kommt, wenn man anderen Tätigkeiten außer Lernen nachgeht. Des Weiteren hat nicht jeder seinen Freundeskreis in der Schule. Wenn den ganzen Tag Schule ist,besteht keine Möglichkeit diesen zu treffen. Am Wochenende muss man bestimmt zusätzlich lernen, da man nicht alles zusammen in der Schule lernen kann.
hallo, mich bescäftigt dieses thema sehr denn mein sohn wird nächstes jahr zur schule gehen! es macht mir angst wenn ich drann denke schule erst um 16 uhr endet denn mein sihn wäre erst um 16.30 zuhauseund eine stunde später gehts ins bett ! was habe ich vom meinem kind??? denke auch ds es ihm überfordern würde und er sich mir gegenüber endfremdet ganz ehrlich dafür bin ich nicht mutter geworden ! mein mann arbeitet und verdient so viel das er uns gut versorgen kann ohne unerstützung von irgendwelchen ämtern weder noch von harz4. Was denken sich politiker dabei ??? schön wäre es wenn mann als mutter und insbesondere als kind endscheiden kann ob mann länger bleiben möchte oder nicht dann haben wir eltern die sicherheit das es meinem kind gefällt u er nicht gezwungen wird . Kind bleibt Kind ich kann mich darüber nur aufregen . Wünschte dieses gesetz wäre nicht durchgekommen und das schlimme an der sache ist .. du bist für dein kind verantwortlich und wenn es zur schule muss hast du nichts mehr zusagen . Finde auch das es ds familienleben verletz denn -Mittag wird zuhause gegessen so war es schon zu früheren zeiten !
Ganztagschule, eine schmerzhafte Erfahrung!
Unsere Zwillingskinder besuchen seit drei Jahren ein kirchliches Gymnasium mit Wahlpflichtganztagsprogramm (Mo, Di, Do, Fr 8-16 Uhr, Mi 8-13 Uhr, auch das Mittagessen in der Schule ist Pflichtprogramm). Diese Schule, die uns am Anfang durch ihr durchdachtes pädagogisches Konzept überzeugt hatte, hat sich als immer konzeptloser und größerer Zeitfresser und Stressquelle entpuppt.
Für unsere Kinder reicht die tägliche Hausaufgabenstunde in der Schule fast nie, um alle Hausaufgaben zu erledigen und das Nötige zu üben. Nach Schulschluss um 16 Uhr sind sie innerhalb von ca. 20 Minuten zu Hause und müssen in der Regel bis abends weiterarbeiten. Das gleiche gilt für den unterrichtsfreien Mittwochnachmittag (der jedoch keine Freizeit ist). Immerhin, Nachhilfe findet zu Hause statt, denn als Akademiker aus unterschiedlichen Fachrichtungen können wir das selbst erteilen. Am Wochenende wird mindestens ein voller Tag den Hausaufgaben und Lernen für Tests und Klassenarbeiten gewidmet – und das, obwohl unsere Kinder durchschnittliche bis gute, normal intelligent gewissenhafte Gymnasiasten, jedoch keine Streber, sind. Aber damit nicht genug, denn in diesem Schuljahr gibt es an jedem zweiten Samstag Konfirmandenunterricht von 9 bis 12 Uhr! Dieser fand früher wohl im Rahmen der Ganztagsschule statt, was nun aber leider nicht mehr der Fall ist.
Fazit: unseren Kindern bleibt kaum Freizeit und Familienleben, sie können weder Interessen und Hobbies verfolgen noch Freundschaften pflegen, und wegen der Schule mussten sie nach drei Jahren selbst den geschätzten Domchor verlassen.
Außerdem: Auch hier gilt das Mobbing als Argument gegen die Ganztagsschule. Im letzten Schuljahr wurde eines unserer Kinder beinahe seelisch krank wegen Mobbing. Die Art und Weise, wie die Schule es gehandhabt hat, war alles andere als professionell: es wurde heruntergespielt statt aufgedeckt und unser Kind wegen seiner Reaktionen auf die erlittenen Provokationen beschuldigt statt unterstützt. Wir mussten alleine kämpfen, psychologische Hilfe suchen und unser Kind wiederaufbauen. Wir haben uns mit mehreren Bewerbungen sehr um einen Wechsel auf ein Halbtagsgymnasium bemüht – bisher ohne Erfolg, denn alle anderen Gymnasien in unserer Region sind randvoll. Unser Rat ist: überlegen Sie es sich sehr gut, bevor Sie sich für eine Ganztagsschule entscheiden, weil es danach zu spät ist. Und wenn ja, dann sollte bitte das Ganztagsprogramm keine Pflicht, sondern lediglich ein Angebot sein!
Hallo,
ich habe in der neunten Klasse Dienstags acht Stunden, vovon eine Schulstunde mittagspause ist und Donnerstags neun Stunden. Man kommt erst um Vier aus der Schule. Nachmittags hat man gar keine Zeit Hausaufgaben zu machen und dann noch sport…
Morgen schreiben wir einen Aufsatz, und uns wurde heute gesagt, über welche Themen wir uns informieren sollten (wir hatten neun Stunden) Eins dieser Themen war Ganztagsschulen!
Hallo, auch ich befasse mich seit einiger Zeit mit diesem Thema. Die Entscheidung ,ob die schule unseres Sohnes Ganztagsschule wird , steht noch aus. Die häufig angebrachten Argumente, dass das Kind zum Mittag zu Hause sein sollte und der Bezug zu den Eltern durch die Ganztagsschule verloren gehe, verstehe ich nicht. Ich bin eine in Vollzeit und in “Schicht” beschäftigte Mutter. Derzeit geht mein Sohn in die 4. Klasse und besucht nach dem Unterricht den Hort. Somit kommt mein Sohn an 3 Tagen in der Woche auch erst gegen 15.45 Uhr aus der Schule. Habe ich Frühschicht bin ich auch nicht eher zu Hause. Habe ich Spätschicht hat er zuvor noch kein Schulschluss. Zudem nehme ich an, dass es auch noch einige Eltern gibt, die relativ geregelte Arbeitszeiten (8.00 -16.00) haben, und somit sind diese auch nicht viel früher daheim. Wie also soll das gemeinsame Mittag ablaufen? Und dann darf mir mal noch jemand verraten, ob er nach der Arbeit sofort und 100 % -ig für sein Kind da ist, schließlich steht auch noch der Haushalt u.s.w. an. Nichts desto trotz, meinem Sohn und mir ist die gemeinsame Zeit auch ohne Ganztagsschule sehr rar aber wir versuchen sie dann gut auszunutzen – sind gerade eifrig beim Kastanien sammeln für die Klassenkasse. Wir wohnen außerdem im ländlichen Gebiet; das Nutzen von Sportvereinen oder ähnliches funktioniert auf Grund der schlechten Fahrmöglichkeiten bei uns nicht. Ich würde es nicht schaffen unseren Sohn regelmäßig zum Training zu fahren und mein Mann hat ebenfalls sehr unregelmäßige Arbeitszeiten. Dazu kommt die finanzielle Frage. In unserem Dorf gibt es zudem kein altersgleiches Kind. Somit denke ich, besteht eine Möglichkeit durch die Ganztagsschule unseren Sohn auch an entsprechende Freizeitmöglichkeiten und in Gesellschaft auch mit Freunden zu bringen. Einerseits sollten Kooperationsverträge mit Vereinen geschlossen werden und andererseits stehen dann auch diese Möglichkeiten für finanziell schwächeren Familien zur Verfügung, da alle Angebote in der Ganztagsschule kostenfrei sein sollten,nur mit wenigen Ausnahmen. Denn in der Ganztagsschule wird nicht den ganzen Tag gelernt!
Bedenken habe ich jedoch bei der Umsetzung des Ganzen. Die Ganztagsschule benötigt einen viel größeren Pool an entspr. pädagogisch ausgebildeten Personal. Es besteht aber bereits jetzt ein chronischer Lehrermangel, der sich auch in den nächsten Jahren nicht erholen wird!
Außerdem stört mich etwas die verpflichtende Bindung an den Angeboten. Wie sieht es mit Arztterminen oder Teilnahme an Familienfeiern aus?
Hallo erstmal!
Ich bin eine 14-Jährige Schülerin vom Werkgymnasium Heidenheim. Das WeG ist eine Ganztagsschule und ich LIEBE es einfach!
Es werden AGs in der Mittagspause angeboten und wir haben auch eine “integrierte” Bücherei. Wir haben jeden Tag ausser am Mittwoch bis 16.00 Schule. Selbstverständlich wird Mittagessen bei uns angeboten. Menü A (vegetarisch) Menü B1 und B2 und C1 und C2. Seeeeehr Lecker!
es stimmt schon mit den Kontras, aber
@Teresa Herbst:
Du hast recht! Wirklich!
Aber irgendwie “Vernachlässigung” der Kinder kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich komme wie meine 3 anderen Geschwister erst um 17.00 nachhause. Dann steht allerdings das Abendessen schon auf dem Tisch. Während dem Essen reden wir natürlich miteinander über den Tag. Nach dem Essen
lernen wir (wenn was zu lernen ist) und dann ist es meist 6 halb 7 wenn wir alle gemeinsam etwas unternehmen. Z.B. etwas gemeinsam spielen oder einen Film schauen oder jeder geht seiner eigenen Freizeitgestaltung nach.
Wenn wir jeden Tag um 2 nach hause kommen würden, würden uns bald die Ideen ausgehen wie wir unsere gemeinsame Zeit verbringen.
Also ich Liebe das WeG, denn wir bekommen fast NiE Hausaufgaben auf, haben auch ein Kiosk das in der ersten 15 Minuten Pause etwas kaufen können wenn man kein Vesper dabei hat, und die AGs sind ein Klasse Angebot!
Liebe Donna,
Du sprichst zwei Punkte an, die in der gesamten Diskussion oben etwas zu kurz gekommen sind:
1. Pro und Contra Ganztagsschule kann man doch erst austauschen, wenn klar ist, wie die Ganztagsschule tatsächlich funktioniert. Sicher nicht mit einfach nur mehr Unterricht, ein bisschen Hausaufgabenbetreuung und Zwang bis 16:00h in der Schule zu bleiben. Unser Sohn war 4 glückliche Jahre in einer Ganztags-Grundschule, und das bedeutete eben KEINE Hausaufgaben – wieviele Stunden am Tag will man denn Wissen in die kleinen Köpfe stopfen; bei einer Ganztagsschule sollten sich Hausaufgaben doch wohl erübrigen.
2. AGs in der Schule – vielleicht erübrigt sich ja ein gutes Stück des Wahns, Kinder von Musikschule zu Sport zu Yoga und ich weiß nicht was noch zu fahren, wenn wirklich gute Angebote IN DER SCHULE gemacht werden – und dann können alle Familienmitglieder zufrieden ab 16, 17:00h zu Hause eintrudeln und den Tag gemeinsam ausklingen lassen.
Ich finde es auch sehr schade, wenn hier latent die arbeitenden Mütter wieder in die Rabenmutter-Ecke gestellt werden, die nicht jeden Mittag pünktlich 12:30h das frisch gekochte Essen auf den Tisch stellen. Es geht doch darum, ein befriedigendes Lebensmodell für alle zu finden, und eine personell gut ausgestattete Ganztagsschule mit einem gescheiten Konzept ist mit Sicherheit eine wichtige Komponente dabei.
Danke für dieses Blog, das ist sehr hilfreich!
Hallo,
die Schule meines Sohnes (14) ist seid Anfang dieses Schuljahres eine Ganztagsschule. Da es seid dieser zeit nur Probleme gibt, hab ich Seiten im Netz über Ganztagsschulen gesucht. Diese Seite hier fand ich besonders gut. Ich denke das in vielen Schulen das auch gut umgesetzt werden kann, nur leider in unserer nicht. Der Unterricht geht teilweise bis 16.00 Uhr. In dieser Zeit gibt es Stunden in denen die Hausaufgaben erledigt werden können. Das Problem liegt darin das in Englisch ,Mathe und Deutsch zusätzlich Arbeitsblätter ausgeteilt werden die dann am Freitag abgegeben werden sollen. Das ist in der Schule nicht zu schaffen. Da beginnt dann das Problem: Mein Sohn ist Mitglied in 2 Sportvereinen und hat 3 mal in der Woche nachmittags Training. Er kommt um 16.00 Uhr nach Hause und muß um 17.00 Uhr auf dem Sportplatz sein. In dieser einen Stunde muß er lernen und Hausaufgaben machen (eigentlich unmöglich). Am nächsten Tag kommt er erst um 16.30 Uhr aus der Schule, dann sitzt er meistens bis 18.30 Uhr an Hausaufgaben und lernen. So geht das dann die ganze Woche abwechselnd. Für Freizeit bleibt einfach keine Zeit mehr. Mit Freunden treffen ist gar nicht mehr drin. Stellenweise schwänzt er am Freitag ( mit meiner Erlaubnis) sein Training, damit er an einem Tag mal Freunde treffen kann. Das kann alles nicht Sinn und Zweck der Sache sein. Bei Lehrer stößt man auf wenig Verstand. Er hat an 3 Tagen die in der Wochen einen 12 Stunden Tag. Das mit 14 Jahren. So mancher Erwachsener würde das nicht bewältigen.
Meine Frage: Was kann ich tun? Mit Lehrern habe ich gesprochen. Diese haben Besserung gelobt und wollten die Aufgaben für zu Hause einschränken. Meiner Meinung nach sind diese aber noch mehr geworden. Mein Sohn tut mir manchmal echt leid und ich verstehe auchg wenn er dann sagt “Ich kann einfach nicht mehr” Die Leistungen lassen nach, weil er einfach beim lernen zu Hause nichts mehr in den Kopf bekommt.
Hallo,
danke für das Lob.
Ein solch langer “Arbeitstag” ist natürlich für einen14-jährigen nicht zu meistern. Das Hauptproblem besteht meiner Meinung nach offensichtlich darin, dass die Hausaufgaben bzw. die Wochenaufgaben nicht in der Schule zeitlich zu erledigen sind. Den Weg den Sie hier eingeschlagen haben halte ich für genau den richtigen: Kontakt mit KlassenlehrerInn suchen. Darüber hinaus macht es Sinn sich mit weiteren Eltern zu vernetzen, um sich Auszutauschen und gemeinsam das Problem bei der Schule (evtl. Schulleitung) darzustellen. Auch rechtlich ist der zeitliche Umfang den Hausaufgaben einnehmen dürfen (je nach Bundesland leicht unterschiedlich) klar definiert.
“Eine Grenze allerdings zieht das Schulrecht: Zum Schutz der seelischen und körperlichen Unversehrtheit, der geistigen Freiheit und der Entfaltungsmöglichkeiten der Schüler sind die Anforderungen und die Belastungen unter anderem durch Hausaufgaben altersgemäß und zumutbar zu gestalten, sodass ausreichend Zeit für eigene Aktivitäten bleibt.”
(Wie viele Hausaufgaben an der Ganztagsschule?, Berliner Morgenpost http://ganztagsschulen.wordpress.com/2010/10/03/wie-viele-hausaufgaben-an-der-ganztagsschule/)
Ich komme aus Frankreich und alle Schüler haben mindestens Unterricht ab 8 bis 16 Uhr jeden Tag. Deswegen bin ich daran nicht gewöhnt, dass meinstens Schüler in Deuschtland lieber Halbtagschule haben…
Meine beide Eltern arbeiten bis mindestens 20 Uhr. ( ich gebe zu, dass es für mich manchmal schwer ist)
Aber diese Debatte eigentlich spannend ist: Frankreich, Deustchland und allen anderen europäischen Ländern , die ganz verschiedene und unterschiedliche Schulsystems haben, haben dasselbe Problem mit Bildung!
Für mich ist es wirklich interessant, euch (ausserdem auf deutsch!) zu lesen!
Vielen Dank!
Hallo,
den meisten Argumenten, die hier aufgelistet sind, kann ich folgen, und Teile auch deren Meinungen. Allerdings fehlt mir im Bezug auf die unqualifizierten Kräfte ein, für mich, entscheidender Punkt.
Ich bin Schüler einer 10ten Klasse, und habe aktuell einen Lehrer, von dem ich denke, das er seinen Beruf mehr aus verfehlt hat. Er ist furchtbar unmotiviert und macht dazu noch einen sehr schlechten Unterricht. Und damit meine ich nicht, dass er regelmäßig die Leistung abfragt, im Gegenteil wäre es wünschenswert täte er das. Was ich sagen will ist, dass in meinem Fall nicht der typische Lehrer-Schüler-Konflikt vorliegt, sondern ich den Unterricht einfach für minderqualitativ halte.
Fünf 45min Stunden in der Woche, also nahezu ein ganzer Schultag, wird also mit unproduktivem Unterricht dieses Lehrers vergeudet.
Und hier möchte ich ansetzten. Was ich meine ist, dass selbst “qualifizierte” und “ausgebildete” Kräfte unqualifiziert sein können. Und wenn ich nun meine jetztige Schule mit der Schule vor meinem Schulwechsel vergleiche, tifft das oben genannte, mehr oder minder, auf 90% meiner aktuellen Lehrer zu.
Abschließend kann ich sagen, dass ich eine Ganztagsschule(nur im Bezug auf aus die Lehrkräft) mit meinen Lehrern vor meinem Schulwechsel gutheißen würde, jedoch mit den jetztigen alles daran setzten würde dieses Vohaben nicht durchkommen zu lassen.
Und ich möchte mich der Aussage des unqualifiziert seins anschließen. Unsere Tochter geht nun als 2ten Versuch in die Ganztagesschule – beidemale auf Anraten der Lehrer, das es nur förderlich für das Kind sein kann. Leider sind wir zum 2ten mal auf den mist rein gefallen. Es sind genau wie vor 2 Jahren keine Qualifizierten Kräfte in der Betreuung. Die einzige Qualifigation die diese beiden Betreuer haben, ist Kaffee trinken. Klingt hart und traurig, ist aber leider so. All die Aussagen, der unerledigten HA und keine Zeit zum lernen, kann ich nur bestätigen – die Schulische leistung sieht unter dem Strich so aus, das nur noch schlechte Noten ins Haus flattern. Der Klassenlehrer der meinung ist “dieses Schuljahr kommt ihr Kind durch. Aber fürs nächste Schuljahr…” Dieses Denken ist üblich. Dieser Lehrer bringt das Kind noch durch und hat sein Ziel erreicht.
Und der härteste Kampf besteht darin, das Kind MUSS denn Mist (den anders kann ich es leider nicht bezeichnen) bis zum bitteren Ende durch ziehen. Die Schule wehrt sich wehement, das wir das Kind aus der Ganztages heraus nehmen, da ich den ganzen Tag zu Hause bin und mich weiß Gott besser kümmern kann. Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus wird in dieser Hinsicht leider ziemlich klein geschrieben. Im Gegenteil – und wird gedroht mit anzeige, falls wir das Kind nicht weiter in die Ganztages schicken. Ich frage mich wo diese Energie bei eine mnotorischen Schulschwänzer bleibt, welche in die selbe Klasse unseres Kindes geht. Da wird nicht gedroht. Ganztagesschulen – kann ich wehemend ablehnen. Das Sytem ist definitiv nicht ausgereift und wirklich nur für solche gemacht, welche froh sind ihre Kinder los zu sein. Zumindest in einem Alter, wo die KInder noch nicht wirklich dieses selbstständige Arbeiten für sich erfasst haben. Ab einem Alter von 13 Jahren – könnte das eher passen – aber nicht für Kinder die im Alter darunter liegen und es zuviel verlangt ist wirkliche Fachkräfte für soetwas einzusetzen.
Hallo ihr Lieben!
Ich beschäftige mich im Rahmen einer Schularbeit mit den Vor- und Nachteilen der Ganztagsschulen und diese Seite hat mir sehr geholfen.
Eine Frage ist mir jedoch in den Sinn gekommen, auf die hier noch niemand Bezug genommen hat.
Was ist eigentlich mit den Lehrern? Die kommen doch auch erst so spät aus der Schule nach Hause und müssen sich dann noch auf den Unterricht des nächsten Tages vorbereiten. Oder haben sie die Möglichkeit, das in der Schule zu machen?
Hallo Nicole,
es gibt sehr unterschiedliche Konzepte von Ganztagsschulen und damit einher auch eine Vielzahl unterschiedlicher personeller Ausstattung von Ganztagsschulen. Fast immer gibt es in der Ganztagsschule einen Professionenmix (u.a. LehrerInnen, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, pädagogische MitarbeiterInnen, außerschulische Kooperationspartner).
Es ist extrem wichtig die Diskussion um neue Arbeitszeitmodelle bei LehrerInnen vorwärts zu bringen.
Um sich einen ersten Überblick über das Thema zu machen empfehle ich: “Den ganzen Tag Lehrer” – http://www.ganztaegig-lernen.org/www/web1046.aspx
Also jetzt mal ehrlich… Ganztagesschulen sind doch Sinnlos, da Schüler den Bezug zu ihren Eltern verlieren weil sie von Morgens bis Abends in der Schule hocken müssen und wenn sie keine Hausaufgaben haben sitzen sie nur Sinnlos da und müssen sich irgendwie die Zeit vertreiben. Außerdem haben sie keine Freizeit mehr um sich mit Freunden zu treffen oder um sportliche Aktivitäten zu machen. Also bringt es diese Sache doch garnicht oder?
Also ich finde diese Seite gut, ich bin aber gegen Ganztagsschule da man dan kaum Freizeit hat, es heißt ja nicht das jugendliche immer strafbares machen in ihrer Freizeit.. man brauch aber auch mal Zeit für sich. Ein freund hat Ganztagsschule und ich würde das garnicht aushalten so wie er zur Schule zu gehen, ich habe mittwochs und donnerstags schon lange Schule und das reicht mir, ich möchte mir nicht jeden Tag etwas zu Essen machen müssen als Mittagessen in der Schule, und was die da anbieten schmeckt mir persönlich überhaubt nicht. Es gibt zwar viele logische Punkte für die Ganztagsschule aber ich bin trotzdem dagegen.
liebe grüße.
Seit fast 20 Jahren in Frankreich lebend, habe ich mit Bestürzen festgestellt, dass in Deutschland der Ganztagsschule mehr und mehr Platz eingeräumt wird. Einer in der Nähe von München wohnenden Bekannten nach, wurde Frankreich als Modell angeführt. Als Mutter von sechs Kindern habe ich hier zwangsläufig grosse Erfahrung mit Ganztagsschulen, und ich kann diese nur ablehnen. Ich habe mich deshalb für Homeschooling entschieden, aber das ist ein anderes Thema. Schon die Kleinsten haben einen Arbeitsalltag, der viele Erwachsene abschrecken würde. Spätestens ab der 2. Grundschulklasse (hier mit sieben Jahren) haben die Kinder trotz Nachmittagsunterricht Hausaufgaben, die bis in die Abendstunden dauern. Die Älteren sind leicht bis 22.00 Uhr abends, manchmal länger (das betrifft nicht einmal die angehenden Abiturienten) beschäftigt, auch wird ein Rest in den frühen Morgenstunden erledigt, fall am Abend ein bisschen Zeit mit Familie und unseren Tieren verbracht wurde. Ausserschulische Aktivitäten werden auf den Samstag verlegt. Es ist unmöglich irgendwelche Aktivitäten, sei es sportliche, kulturelle oder auch religiöse Feste mit Kindern wochentags zu begehen, auch nicht in den Abendstunden (die Hausaufgaben!). Dies habe ich mehrmals erfolglos versucht., Es bleibt keine Zeit mehr für intensive Gespräche, ja für gemeinsames Erleben. Ich hatte das Gefühl, meine Kinder lebten nur noch für die Schule. Aber ist gerade dies nicht das von vielen uns Regierenden verfolgte Ziel? Schule als Ersatz für die liebevolle Umgebung der Familie, ein Mittel leicht die “Werte” bzw. “Nichtwerte” unserer Konsumgesellschaft den Kindern zu vermitteln? Jedoch geht meiner Meinung nach alles noch ein bisschen weiter. Kürzlich habe ich einen Artikel in der französischen Zeitung “Le Figaro” im Spezialteil “The New York Times” gelesen, sein Titel “Les Allemandes travaillent trop peu”, “Die deutschen Frauen arbeiten zu wenig”. Hier lobt man im ersten Teil die Lokomotive Deutschland, die zwei Weltkriege und die Wiedervereinigung verkraftet hat, und trotz allem in Europa am besten dasteht. Aber, so geht es im besagten Artikel weiter, sei Deutschland begabt, strukturelle Reformen erfolgreich durchzuführen, weniger jedoch kulturelle Reformen, sprich, auf der Anklagebank die Hausfrau und Mutter. Man geht sogar so weit, Ostdeutschland vor der Wiedervereinigung als Modell für die Frau anzuführen (Arbeit ausser Haus) und spricht für Westdeutschland von “der in der deutschen Folklore beliebten Hausfrau”, “la mere au foyer est chère au folklore allemande) und prangert (Kinder, Küche, Kirche) an.. Ja, ist es möglicherweise gerade diese “deutsche Folklore”, die der Lokomotive Dampf macht ? Die Familie ist die erste soziale Gruppe unserer Gesellschaft, in der das Kind aufwächst und die Basis für ein gutes Miteinander oder wie man sagen würde ein gutes Sozialverhalten. Zerstört man diese Basis, u.a. durch die Ganztagsschule, die unsere Kinder frühzeitig der Familie entzieht, darf man sich nicht wundern, welche Früchte unsere Gesellschaft eines Tages ernten wird. Ganztagsschule heisst: Liebe Mütter und Frauen geht arbeiten. In Frankreich ist dies schon seit Jahrzehnten der Fall. Welche Kosten entstehen für ein Land, wenn Krippen, Schulkantinen eingerichtet werrden müssen, zusätzliches Personal eingestellt und bezahlt werden muss? Welch unermesslichen Dienst erweisen Mütter und Hausfrauen der Gesellschaft mit dieser immensen Kostenersparnis und welche Hochachtung sollte man vor diesen Frauen haben, die diesen ehrenwerten Beruf noch gewissenhaft ausüben: aus kleinen Kindern, gute Menschen zu machen? Welch schwierige Aufgabe und auch mit vielen Opfern verbunden. Denn welch ein grossartiges Arsenal wird aufgeboten, um die Mutter zu ersetzen? Wäre hier nicht ein angemessener Beitrag für alleinerziehende Mütter oder arme Familien nützlicher als die Verschwendung hoher Geldsummen? Und noch mehr… Wie wäre es, wenn der bisherige Erfolg der deutschen Lokomotive auch den Hausfrauen bzw. den “nur” halbtags ausser Haus arbeitenden Müttern zuzuschreiben wäre? Väter, die sich in Ihrer Arbeitszeit auf Ihre Frauen verlassen können. Mütter, die Ihre Kinder umsorgen, und sie zu arbeitswilligen Menschen formen. Welch eine gute Entschuldigung für die Kinder, sich der Hilfe in Haus und Hof zu entziehen mit der Angabe ja die ganze Zeit in der Schule zu sein bzw. die Hausaufgaben noch erledigen zu müssen. Das Ende der Familienbetriebe ist hier vorprogrammiert. Seine Kinder mit anderen Aufgaben zu betreuen, die sie für das Leben vorbereiten wird hier unmöglich gemacht. Die Kinder werden immer bequemer, der natürliche Bewegungsdrang wird durch stundenlanges Sitzen gebremst, wenn nicht sogar ausgelöscht. So ist die Ganztagsschule abzulehnen, da sie einer Gesellschaft nur Nachteile erwirtschaftet. Ist dieses System wirklich so nachahmenswert?
ich gehe in die 9. klasse einer ganztagsschule . wir haben mo-do bis 16:00 und freitags bis 2 Uhr unterricht . in der GANZEN woche haben wir eine freistunde/Hausaufgabenstunde.. sonst nur unterricht !! In der siebten und achten klasse hatten wir 2 hausaufgabenstunden und 2 projektsunden . Also haben wir vorallem in der neunten klasse außer eine stunde in der woche die ganze zeit unterricht, wobei wir auch nur 2 pausn haben. also heißt das sicherlich nicht, dass wir, wenn wir nach hause kommen, nichts mehr zu tun haben .. ich finde es einfach mal extremst nervig und viiiel zu lang . ich habe kaum zeit, auch nicht am wochenende, weil ich da lernen muss. gut finde ich aber zum beispiel, dass ich im musikunterricht ein instrument lerne ( Bläserklasse) für nur 30 € im monat, mit unterricht + saxophon geliehn. ich finde es aber komisch,d ass manche sagen, sie wollen mit ihren kindern mittag essen ?! das mach ich seit der ersten klasse nicht, weil meine eltern arbeiten .. aber es gibt ja auch noch das abendbrot .. oder ? und ich glaube leuten in meinem alter is das jetz auch nicht unendlich wichtig .. Auf jeden fall würde ich mir erst überlegen, ob ich auf eine ganztagsschule gehen würde, weil es eigentlich nur ausdauernde leute schaffen, außer man hat jetzt wirklich viele freistunden . in der grundschule würde ich es nicht empfehlen, weil kinder dabei immer das gefühl haben, sie seien in der schule ( was ja auch so ist) aber hort fände ich ehrlich gesagt besser ! Obwohl ich den Hort auch echt über alles gehasst habe , obwohl ich zwischen durch auch öfter gewechstlt bin . naja ganztagsschulen haben sicherlich auch gute punkte, die eigentlich schon alle mal genannt wurden. aber es ist auch sehr anstrengend . also zwingen dürft ihr eure kinder auf keinem fall .
Hallo,
diese Seite ist recht aufschlussreich. Danke dafür!
Meine Tochter geht ab nächstem Jahr in die Schule. Habe jetzt die Wahl zwischen Betreuung bis 13 Uhr und OGS bis 16 Uhr. (Ich bin bis 15,30 Uhr arbeiten, regulär weiss mein Mann nie wann er zu Hause ist (Möbelmonteur), da er sich aber durch einen Bandscheibenvorfall nun neu orientieren muss wissen wir gar nicht wie es nächstes Jahr aussieht) Unsere Tochter hat Unterricht bis 11.45 danach Hausaufgaben Betreuung und dann entweder frei oder bis 16 Uhr Essen und Freizeitaktivitäten. Was mich z.B. stört: Ist draußen super schönes Wetter und meine z.b. Mutter oder Schwester haben frei können sie die Kleine nicht vor 16 Uhr abholen zum Schwimmen oder im Garten toben, oder im Winter z.b. zum rodeln. Wenn ich mein Kind aber in die 13 Uhr Betreuung gebe (Mit logistischen Aufwand; meine Mutter verschiebt Ihre Arbeitszeiten) was ist dann in den Ferien. Normal Arbeitende Menschen haben zwischen 25-30 Tagen Urlaub im Jahr. Kinder haben aber 6,5 Wochen im Sommer 2 Wochen im Herbst, Weihnachten und Ostern… Da gibt es keine Betreuung, sondern nur für die OGS bis 16 Uhr Kinder. Die Stadt möchte aber bis Dezember eine Entscheidung haben was wir nehmen. Aber frühestens ab Januar kann mein Mann wenn er einen anderen Job findet wieder arbeiten gehen, oder eine Umschulung machen. Erst danach wissen wir wie es alles Logistisch zu Planen ist. Und die Ferien? Wenn mein Mann und ich uns die Ferien immer teilen werden wir nie die Chance haben unseren Kindern mal einen Tapetenwechsel zu gönnen. Urlaub zu machen wäre dadurch unmöglich. Also bleibt eigentlich nur die OGS was mir aber wg der festen Abholzeiten wiederstrebt.
Guten Tag!
Als betroffener Lehrer, der an einer bayerischen Ganztagsrealschule arbeiten “darf”, muss ich sagen, dass
-man den Kindern die Freizeit wegnimmt,
-viele Mütter nachmittags wieder mehr Zeit zum Kaffetrinken und Tennis spielen haben anstatt ihre Problemfälle selbst zu erziehen
-die Ganztagsschulen eine wunderbare, kostenlose Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe anbieten
-Lehrkräfte aufgrund der Mehrbelastung durch Erziehung und Förderung von zahlreichen Ganztags-Problemschülern selbst schneller “verschleißen” und abends die eigenen Kinder dabei “auf der Strecke bleiben”, weil man einfach platt ist
-die Schüler der Ganztagsklasse häufig nicht besonders gut sind und durch die höhere Stundenanzahl in den Kernfächern auf Teufel komm raus gefördert werden, was allerdings nicht allzu häufig Sinn macht, wenn oder weil ihre Eltern die falsche Schulart gewählt haben
usw. usw….
Ganztagsschule ist ein Stück DDR-fehlt nur noch die politische Formung
Hallo Herr RSL.
leider kann ich ihrer Meinung nicht ganz folgen. Die von ihnen angesprochenen Aussagen sind Pauschalisierungen (evtl. gepaart mit einigen negativen Erfahrungen?).
Ginge man von einer guten bzw. idealen Ganztagsschule aus, würde dies den Kindern nicht Freizeit “wegnehmen”, sondern im Gegenteil diese bereichern. Dass Mütter Nachmittags ihrer Meinung nach nur Kaffeetrinken und eigenen Hobbys nachkommen bedarf wohl keines erst gemeinten Kommentars oder?
Und worin genau besteht die Mehrbelastung für LehrerInnen? – Werden hier die “Problemfälle” erst vielleicht sichtbar anstatt sie bislang auszublenden?
Hinsichtlich der Unterschiede von GanztagsschülerInnen und nicht GanztagsschülerInnen gibt es bislang noch keine wissenschaftlich mir bekannten Studien. Allerdings ist Ganztagsschule nicht automatisch mit dem Ansatz der Gesamtschule gleichzusetzen.
Zu guter letzt zu dem Vergleich mit der DDR: Hier lohnt sich wirklich einmal ein vergleichender Blick: u. a.: “Ganztagsschule in der DDR” – Geißler, Gert http://www.pedocs.de/volltexte/2010/2647/pdf/Geissler_Gert_Ganztagsschule_in_der_DDR_2005_D_A.pdf
Ich hoffe sie gehen trotz aller Kritik freudig ihrer Arbeit als Lehrer nach und versuchen ihre Kritik für Verbesserungen vor Ort zu nutzen.
ROSEMARIE
Liebe Kommentar-Schreiber ich danke für die Offenheit! Ich kann die meisten Argumente, die ja auf Erfahrungen basieren, gut nachvollziehen. Ich glaube, dass eine Art Ideal gezeichnet wird, wenn das Bild der Ganztagsschule entworfen wird, das nur mangelhaft erfüllt werden kann. Es gibt natürlich keine Form, die allen gerecht wird und darauf einzugehen, wird ja auch versucht, Die unterschiedlichen Modelle (gebundene, teilgebundene, offene Ganztagsschule) sehen eine Wahlfreiheit vor. Aber die hat man nur zu Beginn. Und inwieweit sie wirklich vorhanden ist, stelle ich in Frage, selbst bei der offenen Form ? Wie sieht es mit dem Gruppenzwang aus – mein Kind nimmt nicht teil, aber ein hoher Prozentsatz der Klasse schon? Ich würde es sehr bedauern, wenn viel Geld in etwas investiert wird, was nur wenige wirklich haben möchten und wodurch wenig Gutes erreicht wird. Viele Schulen stehen unter dem “Zwang”, eine Ganztagsschule einzuführen. Einmal, weil sie innovativ sein und im Wettbewerb standhalten wollen (denn zunächst wird es ja den Eltern als große Chance “verkauft”) und zum anderen, weil die finanzielle Situation sie dazu zwingt, weil z. B. den Horten (an der Schule, aber auch sonstwo) ein Großteil der Gelder gestrichen wird.
Die mangelnde Qualität an Schulen, die von vielen meiner Vorredner angesprochen wird, könnte auch damit zusammenhängen, dass durch die Umstellung in Ganztagsschulen im Vergleich zum Hort z. B. der Erzieherschlüssel pro Kind etwa halbiert wird, wodurch eine nicht unerhebliche Mehrbelastung entsteht, die sich nicht in Zeit messen läßt. Viele Lehrer sind es gewöhnt, frontal zu unterrichten und sind mit anderen Formen überfordert. Warum wird so wenig auf die Erfahrungen von Eltern, Kindern, Lehrern und Erziehern eingegangen? Wenn wir z. B. diese Seite ernst nehmen, gibt es mehr Argumente, die gegen eine Ganztagsschule sprechen als für. Wird da nicht das Pferd von der falschen Seite aus aufgezäumt? Könnte es nicht auch ein Weg sein, den Beruf der Hausfrau und Mutter mehr anzuerkennen und finanziell zu fördern? Ich habe gerade heute eine Großmutter erlebt, die darauf bestand, dass sie nicht als Hausfrau bezeichnet wird, die das als Beleidigung empfand. Was ist das nur für eine Gesellschaft? Letztendlich sind doch die meisten Frauen Hausfrauen, nur dass sie zusätzlich noch einen Beruf ausüben müssen und dadurch zu einem oft unzumutbaren Spagat gezwungen sind. Ich bin als Erzieherin in einem Hort tätig und führe Gespräche mit vielen Müttern, die gerne zu Hause bleiben würden, wenn nicht der finanzielle und der gesellschaftliche Druck aufgrund mangelnder Anerkennung so groß wäre! Warum schaffen wir nicht ein neues Berufsbild, dass es ermöglicht, die Tätigkeit zu Hause auszuüben, die eine der sinn- und wertvollsten überhaupt ist? Es gäbe sie noch, die Frauen und auch Männer, die diesen Beruf gerne ausüben würden, das hat nichts mit “Rückschritt” zu tun.
Ich stehe – wie wohl schon deutlich wurde – der flächendeckenden Umwandlung der Schulen in Ganztagsschulen sehr kritisch gegenüber. Ich glaube, dass diese Entscheidungen nicht zuletzt an wirtschaftlichen Interessen orientiert sind und “Das Recht auf Kindheit” dadurch beschnitten wird. Ich würde mir wünschen, dass den Eltern mehr Unterstützung zukommt und Entscheidungsspielraum eingeräumt wird (was nicht zu verwechseln ist mit Unverbindlichkeit!), damit es möglich ist, dass die Eltern, die es gerne möchten, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und einen größeren Anteil der Verantwortung für die Erziehung Ihrer Kinder selbst tragen können. Leider ist auch das ein Ideal, von dem wir weit entfernt sind.
Natürlich gibt es auch viele Frauen und Männer, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen wollen, weil sie ihren Beruf lieben (oder aus welchen Gründen auch immer), das soll hier nicht unerwähnt bleiben. Ich plädiere dafür, auch das zu akzeptieren und die Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen dies möglich ist. Statt dessen werden diesen Eltern durch finanzielle Mehrbelastungen Steine in den Weg gelegt. Wenn ein Teil des Geldes, das in die Ganztagsschulen fließen soll, hierfür zur Verfügung stehen würde, wäre diesen Eltern auch gedient. Ich finde, dass wir mit Horten, Jugendein-richtungen,Tagesmüttern etc. doch schon einiges zur Verfügung haben. Das kann doch genutzt und ausgebaut werden!?
Noch einen Satz zur Chancengleichheit und Intergration: Wenn flächendeckend investiert wird, bekommen ja auch die, die es u. U. gar nicht benötigten, finanzielle Unterstützung. Könnten nicht auch unter diesem Aspekt die Gelder zielgerichteter eingesetzt werden?
Liebe Leser,
ich habe hier diese Seite gelesen und möchte meinen Kommentar gerne dazu abgeben damit es vielleicht einigen Eltern bei der Schulentscheidung ihrer Kinder hilft.
Grundsätzlich finde ich persönlich Ganztagesschulen nicht falsch. Ausgehend davon dass es doch viele Kinder gibt bei denen nicht einmal ein warmes Essen auf dem Tisch steht wenn sie nach Hause kommen. Kinder die den ganzen Tag alleine wären und sich selbst überlassen sind oder Eltern haben die sie nicht genug (am Anfang) unterstützen können – ich würde sagen für solche Kinder ist eine Ganztagesschule ein Gewinn.
Mein Sohn habe ich auch im September diesen Jahres in ein Ganztagesgymnasium eingeschult – habe mich aber bereits nach zwei Monaten schon entschieden ihn in das Halbtagesgymnasium hier bei uns am Ort umzuschulen. Nun die Schule in die er bisher geht ist eben so gut und schlecht wie eine Ganztagesschule sein kann. Man muß eben damit leben, dass man als Eltern das Kind vollständig den Lehrern überläßt. Das heißt dass Übungsdiktate zum Beispiel die in der Schule geschrieben werden vom Nachbarkind kontrolliert werden. Und wenn man dann einen Nebensitzer hat der in der Grundschule schon 40-60 Fehler hatte und eine 6 bekommen hat dann korrigiert dieses Kind das Übungsdiktag mit der entsprechenden Qualität als Beispiel. Damit muß man in einer Ganztagesschule leben. Eltern n die gut ausgebildet sind und ihre Kinder entsprechend unterstützen können – da gibt es überhaupt keinen Zweifel für mich – für solche Kinder kann die Ganztagesschule keine Alternative sein.
Den Kindern wird die komplette Freizeit entzogen. Sämtliche gestalterischen Fantasien und eine kreative Entwicklung wird hier komplett gekappt. Ein Künstler der ein Bild malen soll, dass wirklich klasse sein soll den können Sie nicht 8 Stunden ans “Band” stellen.
Man setzt hier die Kinder unnötig einer Ganztagesarbeit aus und nimmt ihnen Ihr Leben – das sollte jedem Elternteil klar sein. Es gibt kaum noch Leben das sich außerhalb der Schule abspielt. Wenn ihr Kind ein Musikinstrument spielt wird es das Instrument spätestens im zweiten Schuljahr (klasse 6) in die Ecke werfen, weil es keine Lust mehr hat. Schade.
Mein Sohn geht bis Ende diesen Jahres noch auf ein gebundenes Ganztagesgymnasium . Seine Noten sind gut – daran ist nichts auszusetzen trotz der mangelnden Kontrolle, weil wir am Wochenende üben und wenn es nötig ist auch am Abend, da ich ihn nicht hängen lasse und nicht will dass er aufgrund schlechter NOten den Spaß an der Schule verliert aber das kann es nicht auf Dauer sein. Ab Januar nächsten Jahres wird er in ein Halbtagesgymnasium gehen und mittags zum Essen nach Hause kommen. Seinen Sport wieder betreiben können, sein E-Piano wieder intensiver spielen können und vor allem wieder seine Freunde treffen.
Die Klassenteiler in einer funktionierenden Ganztagesschüler dürften niemals über 15 Schüler gehen. Es gibt viel zu viel Unterrichtsausfall auf unseren Schulen. Auf einer Ganztagesschule sitzen die Kinder dann fest und müssen die Zeit absitzen. Das ist nicht effektiv.
Wenn ihr Kind aus irgendeinem Grund gemobbt wird (war bei meinem Sohn Gott sei Dank nicht der Fall) hat es keine Chance sich dem zu entziehen. Es muß dann da durch.
Überlegen Sie sich das ganz genau.
Hallo .. meiner Meinung nach überwiegt die Contra Liste schon sehr. Ich bin auch der Meinung, dass Ganztagsschulen für einige Familien bestimmt eine gute Sachen sind, aber mir und meiner Familie (mein Mann, und meinen zwei Töchtern 9 u.4) machen sie jetzt riesen Probleme. Zur Zeit geht unsere Kleine in eine Kita im Gebäude einer Grundschule und die Große nach der Schule zur Kleinen in den Hort. Dort können beide am Nachmittag zusammen essen, spielen u.s.w. Die Kosten betragen zur Zeit 61euro für die Kleine (8Std) und für die Große 31euro (5std) Nun wird die Schule aber umgebaut. Das heißt soviel wie raus mit den Kita-Kindern (wohin das interessiert hier i.wie gar kein). Und es kommt eine Schulkantine in die Räume. Leider kommen auf uns erhebliche Kosten zu, wenn wir die Große in die Ganztagsschule gehen lassen würden 3euro Essen pro Tag 30euro im Monat und für die Ferien ist gar keine Betreuung vorhergesehen.Wir sind wirklich grad dabei zuüberlegen, ob wir sie zu einem Schlüsselkind machen, weil es sich sonst nicht mehr rechnet das wir arbeiten gehen. Und dann kommt ja auch noch das Problem was machen wir mit der Kleinen. Ich finde das ganze System erleichtert einem überhaupt nichts . Es ist total unueberlegt oder nur ich eine Richtung gedacht. Also bevor ich die Erziehung meiner Töchter in die Hände eines total überarbeiteten Lehrer gebe, werde ich zu Hause bleiben. Ich fand die Lösung mit dem Hort immer total klasse, denn so waren unsere Beiden am Mittag zusammen und die Große hatte trotzdem Zeit für Verabredungen und ähnliche. Nun wird schon wieder alles umgebuddelt und die Kleine muss schon wieder, hat ja grad erst von der Krippe in den Elementarbereich, in eine andere Kita und das ganz ohne ihre große Schwester. Ich denke es tut auch den Kindern nicht gut. Na ja bis Mai haben wir noch Zeit alles zu Regeln. Was eigentlich für uns als berufstätige Eltern zweier Kinder viel zu kurz ist..
Und mal ein Lob an den Verfasser dieser Seite, so kann sich jeder ein Bild machen und ich finde es auch super, dass auch einige Schüler um die es hier ja nun auch geht sich zu Wort melden.
Danke hat mir sehr geholfen, und meiner Freundin auch!!!
Wir sind gegen den Ganztag hier bestimmt jemand über unsere freizeit wir brauchen Freizeit die uns aber durch den Ganztag geraubt wird.
Man hat keine zeit einem Verein beizutreten oder sich mit Freunden zu treffen.
Weil wir bis 4°° in der schule hocken sehen wir auch unsere Eltern nicht mehr !
Was bedeutet das die Familie sich innnerlich ausernander zieht und man dann kein gutes Familienverhältnis mehr hat !!!!!
Joy (14)
Ley (13)
Ganztag ist richtig doof ich will wenigstens meine Jugendzeit etwas ausleben können diese Zeit habe ich nur einmal, wenn uns diese Zeit fehlt wird uns immer ein Teil im Leben fehlen!
Niko (13)
Gutes Kommentar Nico :) ;)
Ja stimmt ^^ °-° ;-) Wäre nur cool gewesen wenn du mehr darüber warum das doof ist geschrieben hättest °_° ne trotzdem ist das ein gutes Kommentar :)
Nico ich finde du hast recht :) Wir sind noch jung und sollten unsere Kindheit genissen.Du kannst nicht sagen das dern Ganztag “Doof” Ist da viele mütter sehr dankbar dafür sind das die kinder hier betreut werden.
Viele Mütter/Väter sind allein erziehend und sind froh wenn die Kinder hier unter beobachtung sind,da sie sonnst nicht wissen wie sie das alles unter einen Hut bekommen sollen.ich selbst bin gegen denn Ganztag,weil ich denke das wir alt genung sind,um selbst ständig zu arbeiten.
Vielleicht interessiert es wie die Geschichte meines Sohnes weiterging. Nun seit Januar ist er in der Halbtagesschule hier an unserem Ort im Gymnasium.
Mein Sohn fühlt sich wieder super wohl und geht wieder sehr gerne in die Schule.Es war die einzig richtige Entscheidung ihn vom Ganztagesgymnasium runterzunehmen.
Der Trend zu diesen Ganztagesschulen hat für mich nur einen Hintergrund. Man will hier die Schüler in ein gleich “schlechtes” Level bringen.
Warum sage ich schlecht. Wie ich ja schon erwähnte war mein Sohn auf einem gebundenen Ganztagesgymnasium. Die Übung findet insofern während des Unterrichtes statt. Das “eigene ” Lernen bleibt damit auf der Strecke,
so können die Kinder Ihre “Schwachstellen” eben nur nach Schulschluß (wenn Sie dann am Abend um 17.30 Uhr nach einem langen Schultag nach Hause kommen) oder an ihrem einzigen freien Nachmittag (wenn dann kein Arzttermin vorliegt und ein Musikunterricht diesen nicht in Anspruch nimmt)
oder am Wochenende – aufarbeiten.
Wenn sie alle müde genug sind und nach 17.00 uhr nach Hause kommen, können nur noch wenige ihre Defizite nacharbeiten und haben dann alle gleich schlechte Leistungen.
Manchmal frage ich mich ob es von der Politik nicht so gewollt ist. Im Grunde will man keine Menschen, die ihren Verstand einschalten, denn ein dummes Volk läßt sich leichter diktieren als ein intelligentes Volk.
Ich habe für diesen Trend zu den Ganztagesschulen kein Verständnis mehr und hoffe dass die Bevölkerung in unserem Land diese Schulen sich nicht aufdiktieren läßt. Es darf ein Wahlrecht sein, für die dies es wirklich brauchen.
Vielleicht müssen wir Eltern uns überlegen, ob es immer ein neues Haus sein muß , 2 x in Urlaub und 2 Autos – und dafür sollen die Kids in eine Ganztagesschule.
Ich bin selbst im Ganztag und weiß wie es ist,Klar es ist gut das wird dort unsere Hausaufgaben machen,aber der Nachteil ist das wird dort bis 16:00 uhr sitzen.wenn wir nachhause kommen ist es schon bald dunkel und wir haben keine zeit für Hobbys,freunde,oder Familie..
Ich bin dafür das der ganztag ab der 6ten klasse aufhört.
Der Ganztag hat natürlich auch vorteile Z.B. Die Eltern können arbeiten gehen,wir kriegen dort unser Essen,und wir machen hier unsere Aufgaben.
Aber sind wir nicht schon alt genung um das auch zuhause zu machen viele sind in der 6ten klasse schon 13,14 jahre alt das ist ein alter wo wir selbst ständig arbeiten können.
Ich finde den Ganztag nich vorteilhaft, wir brauchen Freizeit die wir aber durch den Ganztag nich mehr haben.
Man hat keine Zeit einem Verein beizutreten oder sich mit seinen Freunden zu treffen.
Weil wir bis 16Uhr in der Schule sitzen müssen, sehen wir auch unsere Verwanten bzw. Eltern, Geschwister nicht mehr !!!
Was bedeutet das der Ganztag die Familie auseinnander zieht und man dann kein gutes Familienverhältnis mehr hat !!!!!
Die vielen Kommentare sind ja wirklich interessant.Ich arbeite in einer OGS. bis jetzt gab es kaum Beschwerden. Die Hausaufgaben werden vom Fachpersonal betreut und anschließend nach Richtigkeit und Vollständigkeit kontrolliert. Am Nachmittag können die Kinder an den unterschiedlichsten Angeboten teilnehmen Diese richten sich an den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Fähigkeien der Kinder.Partizipation hat bei uns einen großen Stellenwert.Regelmäßige Kinderkonferenzen finden mit großem Ineresse statt.Mit den Eltern konnten wir schon viele Aktionen durchführen z?B.Drachen bauen und steigen lassen oder eine Holzhütte für die Kinder bauen usw.Unsere Eltern sind sehr interessiert an unserer Arbeit.Gemeinsam haben wir die Öffnungszeiten an den Bedarfen ausgerichtet.Abholzeiten sin variabler geworden. Leider ist der OGS Erlass rudimentär d.h. Es ist unvollständig ,noch nicht ausgereift,nicht aussagekräftig usw. Hier muss dringend was getan werden.Unsere Erwartungshaltung ist sehr hoch.Wir wollen dass unsere Qualität weiter so hoch bleibt.Vorraussetzung ist natürlich dass wir mehr Personal bekommen.Der Bedarf steigt stetig an. Mir…uns macht die Arbeit in der OGS Spass.
Hallo Elsbeth,
vielen Dank für diese Zeilen.
Da ich allein erziehend bin, geht meine Tochter seit der 1. Klasse in eine OGS (jetzt ist sie in der 3ten). Wir haben nur die Besten Erfahrungen gemacht, meine Tochter liebt es dort zu sein und ich kann/muss ohne Bedenken arbeiten gehen. Das tolle an dieser OGS ist, dass sie eng mit den Eltern zusammen arbeiten oder/und sie mit einbezieht. Es werden verschiedene AG`s angeboten und jedes Kind darf nach einem Schnuppernachmittag für sich entscheiden ob es daran teilnimmt oder lieber den Nachmittag in der Bastelecke oder auf der Kletterlandschaft verbringt. Es gibt 2 Abholzeiten, 15:00h und 16:30h, ich hatte mich damals für einen 16:30h Platz entscheiden müssen, weil es beruflich leider nicht anders einzurichten ging, hatte aber dann das Glück (beruflich und von Seiten der OGS) meine Kleine schon um 15:00h abholen zu können.
Mein Fazit: schaut Euch die Schulen und die OGS vor der Einschulung gründlich an(es werden Infoabende oder Tag des offenen Klassenzimmers angeboten), sprecht mit anderen Eltern. Bei uns im Ort gibt es noch eine OGS die leider nicht so einen guten Ruf hat.
Zum Thema Freizeitgestaltung kann ich hier nur schreiben, es klappt bei uns super, das gemeinsame Frühstück und das Abendessen genießen wir sehr, wir haben Fernsehfreie Tage eingeführt an denen wir zusammen spielen, lesen, kochen oder basteln. Sie hat an einem Tag in der Woche Zeit sich von 15:00 – 18:00h mit Freundinnen zu verabreden, alle 2 Wochen am Wochenende darf sich auch gerne zu Übernachtungen verabredet werden. Sie ist in keinem Verein, das wir alles in der OGS abgedeckt, hier nur ein Beispiel meiner Tochter (es gibt aber auch sportliche und musikalische Angebote): Montags bis 15:00h, Dienstag macht sie bei der Koch-AG mit (16:30h), Mittwoch ist der Freundinnenverabredetag, Donnerstag bis 16:00h wegen der Theater-AG und Freitag bis 15:00h. Hört sich lang an aber wenn man bedenkt wie lange andere Kinder unterwegs sind die an einem Tag zum Flötenunterricht (oder Sport) gebracht und wieder abgeholt werden müssen, rentiert sich die OGS auf jeden Fall.
Warum bin ich auf diese Seite gestoßen?
Wir haben gestern einen Elternfragebogen bekommen: Wahlverhalten beim Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule. Dort geht es um die Sekundarschule und mir stellt sich die Frage auf welche Schule wird sie gehen. Für das Gymnasium wird sie eine eingeschränkte Empfehlung bekommen, würde sie dort dem Leistungsdruck gewachsen sein oder doch lieber Realschule aber hat sie dort alle Möglichkeiten für ihr späteres Leben, da schien mir die Sekundarschule (haben wir hier noch nicht) eine tolle Möglichkeit, ich dachte da gerade an die kleinen Spätzünder oder hat hier jemand Erfahrung mit einer Walldorfschule gesammelt?
Fragen über Fragen …. Aber ein großes Lob an diese Seite, sie ist interessant und ich finde gerade die Berichte oder Kommentare der Schüler die hier schreiben informativ.
Lg, Ella
..was immer auch eine OGS ist…
In Schweden wird derzeit diskutiert – wo es ja Ganztagesschulen gibt die bis 15.00 Uhr gehen – und zwar generell und für alle Kinder…dass es nur noch Einheitsschüler gibt und die Individualität auf der Strecke bleibt.
Die Kinder haben alle recht. Der der es durch die familären Umstände zu Hause nicht unbedingt nötig hat auf eine Ganztagesschule zu gehen, für den ist es bestimmt besser seinen Tag selbst einteilen und gestalten zu können und sich dies nicht von einem viel zu starren Schulsystem dies diktieren zu lassen.
Wie auch ein Schüler oben schon erwähnte lohnt sich der Unterricht nur bei sehr wenigen Lehrern, man muß wirklich Glück haben, wenn man mal ein Schuljahr hat bei dem die Mehrheit der Lehrer zu einem interessanten und motivierten Unterricht führt.
Hier sollte mal eine Kontrolle angesetzt werden. Früher gab es einen Schulrat der die Lehrer getestet hat während des Unterrichtes.
Wir brauchen nicht längere Schulzeiten sondern einen effektiven Unterricht durch Lehrer die den Beruf “aus Idealismus” zum Schüler ausüben und nicht nur weil es besonders lange Ferien gibt und damit der Urlaub und die Pension nach 5 Jahren gesichert ist.!
Ich selbst gehe ja auf eine ganztagschule und weiß wie es ist ..
Ich selbst bin gegen denn ganztag,man hat jeden tag denn gleichen ablauf,erst steht man auf geht unmotiviert zu schule und denkt sich nur oje bin ich froh wenn ich wieder zuhause bin,von anfang an hat man keine lust weil man bis 16uhr in der schule sitzen muss..es ist einfach nur anstrengen,und es macht mit mittlerweile überhaupt kein spaß mehr zu schule zu gehen..
Klar man macht dort seine aufgaben aber können wir das nicht auch zu hause ??.Oder warum gibt es keinen freiwilligen Ganztag so können die Elter/Schüler selbst inscheiden auf sie dort hin gehen oder nicht ;-)
Ich finde man sollte da gegen an gehen und sagen wie es ist ..
Für uns macht es alle kein spaß und wenn wir keinen spaß haben dann wirkt sich das auf unsere schulnoten aus,und das wollen wir nicht !!
Vielen Dank für diese Seite. Sie hat mir sehr geholfen. Trotzdem fehlen mir noch ein paar für mich wichtige Argumente. Im nächsten Jahr soll ich nun meine Große einschulen! Ich hab die Wahl zwischen einer normalen Grundschule mit anschließender Hortbetreuung und der Ganztagsschule. Denn ich muss und ich will arbeiten. Ich habe immer gerne gearbeitet und möchte meinen Kindern vorleben, dass Arbeit auch Spaß macht. Ich persönlich tendiere zur Ganztagsschule, da sie meinen Kindern viel bieten kann. Kinderchor, ein Instrument lernen, verschiedene Sportarten ausprobieren. Ganz ehrlich, ich könnte mein Kind nur mit viel Geld und viel Streß das alles ermöglichen. Außerdem wird meine Tochter den ganzen Tag mit ihren Freunden zur Schule gehen. Und sie wird nicht diejenige sein, die sich nicht verabreden kann, da sie in die Hortbetreuung muss. Unsere Ganztagsschule geht bis 15 Uhr, so dass mir immer noch etwas Zeit mit meiner Tochter bleibt. Ich sehe die Ganztagsschule als Chance mir und meinen Kindern gerecht zu werden!
Häufig konnte ich hier lesen, wie wichtig das gemeinsame Mittagessen ist. Bei uns ist schon immer das gemeinsame Abendessen wichtig gewesen. Mein Mann kommt erst zum Abendbrot nach Hause, so dass dies schon immer die einzige gemeinsame Mahlzeit unter der Woche für uns alle war. Ich finde es ganz im Gegenteil sogar toll, dass die Kinder in der Schule ein warmes Mittagessen bekommen. So muss ich mich unter der Woche nicht mehr stundenlang an den Herd stellen und kann die gemeinsame Zeit sinnvoller nutzen. Am Wochenende und im Urlaub koche ich dafür sehr gerne, da ich mir Zeit dafür nehmen kann.
Alles in allem glaube ich, dass der Wechsel zwischen Unterricht, Sport, Musik und Ruhezeiten die Kinder nicht überfordert.
Hallo, ich war mal selber Ganztagsschülerin, einer der ersten in Deutschland, und hatte bis 16h Schule, dabei aber keine Hausaufgaben auf. Dies gibt es heutzutage gar nicht mehr! Wenn die Hausaufgaben in der Schule gemacht werden, dann reicht die Zeit nicht sie fertig zu bekommen und die Kinder müssen trotzdem zu Hause noch lange dran sitzen, da sie sich noch für Arbeiten und Referate vorbereiten müssen, Vokabeln lernen und Wochen- oder Quatalsarbeiten erledigen müssen! Dies kann man in 1-2 Std. Hausaufgabenbetreuung nicht schaffen. Dies wird alles nicht mitbedacht! Drum ist der “Arbeitstag” leider länger als der, der Erwachsenen! Auch der Kontakt zum sozialen Umfeld leidet stark! Ich bin selber Mutter von 2 Kindern und wir stecken jetzt selber in dieser “Krise”! Es geht ja, wie ich oben gesehen habe, leider vielen Eltern und Schülern so. Es ist auch nicht jedes Kind gleich, drum darf da auch kein Zwang entstehen. Alles kann, nichts muß! Doch leider wird dies hier in Deutschland alles zum Zwang und der Vergleich zur DDR, wo die Kinder abgeschoben wurden und mit 3 Monaten schon in die Krippe mußten, ist schon sehr real! Es wird alles wieder darauf hinführen! Aber dieses Modell ist überholt!
Hallo, ich brauche mal eine wohl eher juristische Einschätzung zur OGS. Meine Tochter kommt im August in die Grundschule und wird zur OGS gehen. Allerdings war/ist die Planung, unser Kind lediglich an max. 3 Tagen pro Woche bis 16:00 Uhr dort zu lassen. An den restlichen Tagen soll das Kind unmittelbar nach der Schule (gegen 11:40 Uhr) abgeholt werden. Jetzt habe ich von der Grundschule gehört, dass das gar nicht möglich ist! Entweder immer bis 16:00 Uhr oder gar nicht?! 1. Frage: Ist das wirklich so, habe ich überhaupt keine flexible Handlungsmöglichkeit? 2. Frage: Was ist denn, wenn ich mein Kind lediglich an 3 Tagen bis 16:00 Uhr in der OGS lasse und sie ansonsten eher abhole, wird mein Kind dann aus der OGS rausgeschmissen??? Ich kann mir dieses starre System (wenn es denn so ist!) jedenfalls nicht vorstellen und halte es für höchst fragwürdig!!! Vielen Dank schon vorab für Ihre Rückmeldung.
Guten Tag,
da ich kein Jurist bin, möchte und kann ich hier keine umfassende Beratung geben. Da sich die Systeme von Bundesland zu Bundesland unterscheiden kann ich nur ein paar allgemeingültige Infomationen geben.
Mir ist nicht ganz klar was Sie unter OGS verstehen – Offene Ganztagsschule. Wenn diese als solche genehmigt wurde ist eigentlich immer eine Wahlfreiheit der Anmeldung für ein und mehrere Tage gegeben.
Richtig ist, dass bei erfolgter Anmeldung Schulpflicht besteht – mit allen Konsequenzen.
Für konkretere Rückfragen schicken Sie einfach eine E-mail: ganztagsschulenblog@googlemail.com
http://www.avaaz.org/de/petition/Wir_brauchen_Ganztagsschulen_in_Deutschland/
Viel mehr Schüler sollten hier einen Kommentar verfassen! Mir begegnen zunehmend Kinder, die am späten Nachmittag nichts mehr hören wollen und können, die keine ständige Programmplanung ertragen, die mehr Zeit brauchen, um eigenen Gedanken und Handlungen nach zu gehen, die sich gegen jegliche weitere Einmischung in “ihr Leben” vehement wehren, die zunehmend geräuschempfindlich werden und einfach nur noch Ruhe und Überschaubarkeit wollen. Kinder, die unter Dauerstress leiden, weil sie sich ununterbrochen den äußeren Begebenheiten anpassen müssen und in ihrem persönlichen Rhythmus und Tempo ständig gestört werden. Kinder, die sich immer mehr auffallende Extras einfallen lassen, um sich selbst in dem ganzen Gewühl noch wahrnehmen zu können. Kinder, die sich mit Krankheitssymptomen der täglichen Pflicht entziehen und persönliche Aufmerksamkeit einfordern. Ein 12jähriger Junge kreierte neulich den Begriff “Kinderknast mit Hofgang”, damit meinte er die Schule.
Die heutige Qualität und Lernkapazität unserer Gehirne haben wir einer Jahrtausende langen Entwicklung zu verdanken. Diese Entwicklung stützte sich bisher auf lebenspraktisches, sozialtaugliches Lernen in übersichtlichen Gemeinschaften unterschiedlicher Altersstufen und Generationen, mit Betätigung, Bewegung, manueller Geschicklichkeit, verknüpfter Motorik, Sprache und Handlung – woraus unter anderem die Fähigkeit zum logischen Denken erfolgte. Nun sollen die Kinder nur noch für Zeitpläne, Regeln und Wirtschaftlichkeitsinteressen funktionieren, in denen schnell und viel konsumiert werden muss? Ihr Bewegungsdrang, ihr natürliches Verlangen nach praktischer Erfahrung, ihr Bedürfnis nach selbstständiger Gestaltung mit persönlichen Erfolgserlebnissen, ihr Bedürfnis nach persönlicher Bindung und Beziehung – all das wird als unwichtig und überflüssig wegverwaltet.
Das persönliche Nest kann kein Lehrer und kein Bildungsplan ersetzen.
Meiner Meinung nach ist die Ganztagsschule reine Zeitverschwendung,und unsere Kinder verblöden da. Sie sind der Willkür der Lehrer ausgesetzt und wir Eltern können nichts dagegen machen.Wenn irgendwelche Schwächen/Probleme auftauchen wird an unserer Schule das Problem mit einer Sonderschulempfehlung gelöst.Wollen die Eltern ihr Kind auf privater Ebene fördern lassen ist das nicht möglich da die Schule keiner Freistellung an Nachmittagen auch ohne Unterricht zustimmt. Dazu kommt noch”das Betreungspersonal” ist noch nicht mal der Deutschen Sprache mächtig(90%) das sind alles nur Hausfrauen die teilweise mit ihren eigenen Kinder überfordert sind und sonst nirgendwo einen job finden würden.Ich werde jetzt über das Schulamt versuchen mein Kind an eine “normale” Schule zu bekommen! Leider hat mein Kind jetzt schon 1,5 Jahre verloren an dieser Verdummungsanstalt.
Ich denke Ihre Kritik richtet sich nicht gegen eine richtige, qualitativ gute Ganztagsschule.
Das von Ihnen angesprochene Verhalten, der von Ihrem Kind besuchten Schule, sehe ich als nicht tragbar an. Schulen und insbesondere Ganztagsschulen sollten offen für die Mitarbeit von Eltern sein. Selbstverständlich ist schlechtes oder wie Sie es sagen gar nicht qualifiziertes Personal nicht tragbar.
Es wäre gut Sie würden sich evtl. mit weiteren betroffenen Eltern zusammentun und dann an die Schulleitung und evtl. auch an das Schulamt/die Landesschulbehörde herantreten.
Danke für Ihre offenen Worte und das Beste für den weiteren Bildungsweg Ihres Kindes.
Ich bin Mutter von 2 Grundschülern in einer Ganztagsgrundschule in Berlin und kann sagen, dass der wichtigste Punkt überhaupt unter Contra fehlt:
Sämtliche Punkte unter “Pro” funktionieren nur mit
ausreichend Personal,
ausreichend Geld (z.B. für das Mittagessen und die Freizeitangebote) und
ausreichend Raum (zum Beispiel um Schülern das Erlernen eines Instruments mit Einzelunterricht oder zumindest Kleingruppenunterricht zu ermöglichen).
Für unsere Schule heißt das, sie funktionieren nicht.
Unter “Pro” sind die Idealvorstellungen über Ganztagsschule zusammengefasst und Contra steht die Realität!
Falls Sie als Eltern eine Entscheidungshilfe brauchen: Ich arbeite auch und müsste meine Kinder in den Hort geben. Aber ich könnte sie an 2-3 Tagen pro Woche früher abholen (14:00 Uhr statt 16:00 Uhr). Das würde ausreichen, um mit ihnen Hausaufgaben zu machen und sie vielleicht noch ein Instrument lernen zu lassen. Hausaufgabenbetreuung gibt es natürlich nominell an unserer Schule. Sie ist aber das erste, was bei hohem Krankenstand ausfällt. Selbst wenn sie stattfindet, ist eine Lehrein für 2 Klassen (in 2 Räumen mit Verbindungstür) zuständig. Während sie in einem Klassenraum Schülern hilft, ist es in dem anderen zu laut, um sich zu konzentrieren. Dann schmeißt sie die lauten Kinder aus dem Klassenzimmer und schickt sie in den Hort. Laute Kinder können dann ihre Hausaufgaben nicht machen…
Fragen Sie bei Ihrer Ganztagsschule nach dem Betreuungsschlüssel für die Hausaufgabenzeit (insbesondere für die höheren Klassen, in den ersten beiden Jahren hält sich der Aufwand für Hausaufgaben in Grenzen;-)).
Fragen Sie nach Möglichkeiten, Musikinstrumente zu erlernen.
Fragen Sie nicht nach dem hochwertigen Mittagessen, dieser Punkt unter “Pro” muss ein Witz sein. Ich hatte auch gedacht, ich müsste nur noch am Wochenende kochen. Mittlerweile geben wir unseren Kindern eine dicke Brot- Obst- und Gemüsebox mit in die Schule und kochen jeden Abend.
Bedenken Sie, dass Sie sich bei einer Ganztagsschule viel mehr in die Hände der Schule begeben. Defizite in der Betreuung können Sie nicht mehr ausgleichen, denn die Kinder sind meiner Erfahrung nach einfach platt nach 8 Stunden Dauerbeschallung von lärmenden Kindern und wollen dann nichts mehr hören und sehen.
Unser Lehrer bestimmt, ob ein Kind verpfichtet wird, in die Hausaufgabenbetreuung zu gehen oder nicht oder ob es zusätzliche Förderstunden bekommt oder nicht. Meine Kinder müssen nicht in die Hausaufgabenbetreuung gehen und bekommen keine zusätzlichen Stunden, weil sie gut sind, wie er sagt. Aber das bestimmt er. Ich habe darauf keinen Einfluss. Wahrscheinlich sind sie gut. Aber ganz sicher könnten sie – mit weniger Aufwand als sie ihn jetzt haben – besser sein.
Diese Sichtweise scheint mir zwar recht kritisierend zu sein doch glaube ich das sie aus Erfahrung gesprochen wurde für meinen Teil pflichte ich ihnen schon bei das die Kinder nach so einem langem Tag ausgelaugt sind aber alles ist eine Frage der Pädagogen und des Personals. Doch die Meinung des Lehrers(ob ihr Sohn gut oder schlecht ist) sollte man doch beeinflussen können.
Ich hoffe dieser Kommentar hat ihnen weitergeholfen
Mfg Lukas
Gute Seite :)
Willi
ist schon recht interessant die einzelnen Beiträge zu lesen. Von A – Z wird alles aufgeführt. Jeder berichtet aus seiner Sicht und das ist gut so, spiegelt sich doch darin die Realität, wobei allerdings keine Kommentare von Eltern/Betroffenen dabei sind, die ganz andere Alltagsprobleme haben. Da wird sich wohl kaum jemend darüber Gedanken machen was es ggf. zum Essen gibt usf. Auch das ist unsere Gesellschaft. Ein rieseiges Spektrum. Das ist die Aufgabe aller. Wenn dann wirklich geholfen wird ist es ok. Leider komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass bei sehr vielen Maßnahmen es in erster Linie um Einsparungen geht. Jetzt kommt auch noch die Inklusion dazu, was neben allen noch so einleuchtenden Argumenten letzlich so wie erträumt aus finanziellen/personellen Gründen wohl kaum richtig umzusetzen ist. Hier ist ein Ressortübergreifendes Umdenken erforderlich. Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel ja aber an der richtigen Stelle. Bildung ist so teuer, dass es nur noch eines gibt was noch teurer ist, nämlich keine Bildung.
Hallo an Alle,
im August wird unser Sohn eingeschult und wir haben uns für eine Ganztagsgrundschule entschieden. Und das aus mehreren Gründen: Ich arbeite Vollkontinuierlich und meine Frau Vollzeit. Und das bedeutet das eine gleichmässige und damit Sicherheit gebende Betreuung bei Hausaufgaben gar nicht zu organisieren ist. Ich lese ja immer das man Kinder nur zu Hause wirklich betreuen und begleiten kann. Allerdings frage ich mich wie das andere Eltern schaffen wollen. Selbst wenn ein Elternteil ( und das wird wohl zu über 90% die Frau sein die jede Selbstständigkeit zugunsten dieser althergebrachten Rollenverteilung aufgibt und sich jede Möglichkeit nimmt eine vernünftige Rentenvorsorge zu erwirtschaften, aber das ist ein anderes Thema ) immer zu Hause ist. Unsere Große die inzwischen in der 9ten Klasse ist war auf einer normalen Grundschule. Sie kam im Schnitt um 1 Uhr nach Hause. Dann war sie aber so aufgedreht das an Hausaufgaben nicht zu denken war. Das aufgedreht kam einfach vom Abschalten direkt nach der Schule, dem Busfahren mit ihren Freundinnen also einfach dem Cut nach dem Schulschluß. Dann kommt noch Essen dazu und da ist man schnell bei ca. 15-15Uhr 30 bevor man überhaupt mit den Hausaufgaben beginnen kann. Und niemand sollte denken das die in einer halben Stunde erledigt sind. Alles was in einer 45 min Schulstunde nicht erledigt werden kann ( abzüglich der 10 minuten die abgehen bis sich die Klasse beruhigt hat und der 5 minuten bevor es klingelt wo wieder Unruhe entsteht ) wird dann nach Hause abgegeben. Bis man sich das alles erarbeitet hat als helfender Elternteil geht bei drei Fächern schnell mal eine halbe Stunde drauf. Und das geht jeden Tag so. Deshalb meine Frage wie viele das permanent schaffen wollen oder können. Ich vermute ja das da um sich nicht zu blamieren gern damit angegeben wird wie gut man das im Griff hat, in Wirklichkeit alles aber dem Kind überlässt und nur strafend im Hintergrund agiert wenn es schlechte Nachrichten aus der Schule gibt. Bis dann auf jeden Fall der schulische Bereich an einem Tag abgearbeitet ist ist es locker 17-18Uhr. D.h. es ergibt sich kein Zeitvorteil zwischen einer Ganztagsschule und einer normalen Grundschule. Das Kinder inzwischen mit dem Tag des Schuleintritts ihre Kindheit verlieren nur damit sie später perfekt funktionieren ist ein anderes Thema. Dieser Druck den Eltern in diesem Zusammenhang erzeugen, ich erinnere nur alle die es schon mitgemacht haben an die Klassen in denen eine Bewertung und Empfehlung für weiterführende Schulen abgegeben wird, führt doch alle Argumente die doch von Kindeswohl sprechen ad absurdum. Ein nächstes Argument ist die Freizeitgestaltung nach der Schule, Vereine oder Musikklassen oder Reitstunden kann man als Kind doch nur geniessen wenn man weiß das danach keine Zusatzbelastungen wie Hausaufgaben mehr anstehen. Um nach der Schule noch an den Ort solcher Veranstaltungen zu kommen muss man die Hausaufgaben gezwungernermassen nach hinten verschieben. Wir wohnen in einem städtischen Vorort und fast alles muss mit dem Bus oder mit dem Mama/Papa-Taxi erreicht werden. Wir organisieren die sportlichen Aktivitäten meines Sohnes ( taekwon-do ) indem wir uns mit anderen Eltern absprechen. Das wird auch noch mit der Schule klappen da alle so gelegt das es mit den jetzigen Kindergartenzeiten die mit den Ganztagsschulzeiten in etwa gleich sind passt.
Jetzt werd ich aber mal langsam zu Ende kommen. Natürlich ist es oft eine sehr individuelle Entscheidung ob man Pro oder Contra zu Ganztagsschulen eingestellt ist. Aber ob viele Argumente dafür oder dagegen wirklich konstant über einen langen Zeitraum gelten das muss man sich immer selbst fragen und auch ehrlich zu sich und zum Wohle des Kindes sein.Es trägt nämlich sicher nicht dazu bei sich selbst und seine Möglichkeiten zu überschätzen. Immer da sein zu wollen bedeutet auch IMMER. Und immer kann sehr lange sein. Ich hoffe ich konnte noch ein paar Argumente in die Diskussion einfliessen lassen.
Uwe
Also ich habe diesen Kommentar gerade gelesen und kann sagen, daß ich in der Tat beide Erfahrungen bei meinem Sohn gemacht habe. Er besuchte 3,5 Monate ein Ganztagesgymnasium und geht seit dem Übergang in ein ganz normales Halbtagesgymnasium. Hierzu muß ich allerdings erwähnen, daß das Ganztagesgymnasium 1/2 Stunde Weg einfach entfernt war und das Halbtagesgymnasium 5 Minuten Fußweg hat.
Wir haben es nicht bereut, den Wechsel vorzunehmen. Er kommt in der Regel um 13.00 Uhr nach Hause – ißt etwas und lernt dann in der Regel 1 – 2 Stunden. Gegen 15.30 uhr ist er fast immer draußen und kann seiner Freizeit nachgehen – noch. Er befindet sich jetzt in der 6. Klasse (12 Jahre).
Wenn man glaubt dass die Kinder in einer Ganztagesschule nach dem Schultag mit allem fertig sind – ist das ein großer Irrtum. Da müssen dann noch Vokabeln gelernt werden und der jeweilige Stoff noch nachgelernt werden.
Sie sind dann ungefähr um 20.00 Uhr fertig. Jedes Wochenende geht drauf und ich denke doch daß ziemlich viel Zeit in der Schule “verplempert” wird. Wie schon oben ein Schüler beschrieben hat, können Sie 90% der Lehrer pädagogisch knicken und der Stoff muß doch selbst nachgelernt werden, daß ist letztendlich das Training. In der Ganztagesschule meines Sohnes wurden die Klassenarbeiten bewußt auf immer “nach den Ferien” gelegt, damit sich die Kinder während der Ferien intensiv vorbereiten konnten.
Auf die Hausaufgabenbetreuung in einer Ganztagesschule würde ich mich nicht zu sehr verlassen, denn solche Parts wenn sie richtig vorgenommen würden, kosten diese Geld. Und Geld hat unser Staat nicht – zumindest nicht für die Bildung – das dürfte ja niemanden entgehen. Aber jeder muß eben seine Erfahrungen selbst machen.
Wir sehen es wirklich sehr viel entspannter jetzt auf einer Halbtagesschule zu sein und die Noten passen sehr gut.
Ganztagesschule – nein Danke – ich erinnere da schon an einen Satz der sicher stimmt: Kinderknast mit Hofgang.
Hallo Mama,
unser Kleiner wird ja zuerst auf eine Ganztagsgrundschule gehen und laut Rektorin werden dort Hausaufgaben so gemacht das in der ersten Klasse eine halbe Stunde intensiv gelernt wird und in jedem folgenden Jahr 10 Minuten mehr. Das ist das Pensum für den jeweiligen Tag und dazu kommt nichts mehr. Es wird also mehr darauf geachtet das das Lernen lernen im Vordergrund steht. Nur wenn diese Zeit nicht dementsprechend genutzt wird erflgt ein Gespräch mit den Eltern. D.h. er kommt auf jeden Fall ohne zusätzliche Hausaufgaben nach Hause. Unsere Große war nach der Grundschule und dem fehlgeschlagenen Versuch auf dem Gymnasium auf einer Ganztagsrealschule und hat nach relativ kurzer Zeit die betreute Hausaufgabenzeit zu nutzen gelernt die Hausaufgaben auch fertig zu bekommen. Sie war dann auch nachdem sie zu Hause war fertig von allen schulischen Aufgaben und das mit einem guten Notenschnitt. Sie ist jetzt in der neunten Klasse in der keine Ganztagsklasse mehr angeboten wurde und hat obwohl sie zügig arbeiten gelernt hat keinen Zeitvorteil gegenüber der Ganztagsschule. Und die Anrufe die sie von ihren Klassenkameradinnen bekommt und welche ständig am Nachfragen sind wie die eine oder andere Aufgabe zu erldigen wäre zeigt mir das betreute Hausaufgaben vielen gut tun würden. Aber wie schon geschrieben sind das sehr individuelle Erfahrungen und man muss mit dem Kind zusammmen erfahren was das beste für es ist. Insofern sind das eben nur subjektive Erfahrungen für die Allgemeinheit aber objektive in unserem Fall.
LG
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin ein 14-Jähriger Schüler und finde, dass eine Ganztagsschule sinnvoll ist, da die Schüler mehr Hilfe und Betreuung bekommen, wie oben im Beitrag erwähnt. Das wäre also eine sehr sinnvolle Maßnahme