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Kölnische Rundschau, 26.11.2009

Rund 120 Mitarbeiter und Schulleiter der Offenen Ganztagsschulen (OGS) verfolgten am Dienstag die Diskussion im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit über einen Sonderbeitrag der Stadt für die OGS. 100 000 Euro sollte die Stadt aufbringen, so der SPD-Antrag, um eine Verbesserung der Gehaltsstruktur der Mitarbeiter zu bewirken. Die Mitarbeiter sind Angestellte des Trägervereins „Ganztag in Pulheim“ (GiP), der eigens für die OGS gegründet worden war. Mit 18 zu 15 Stimmen lehnte der Ausschuss diese Empfehlung an den Rat allerdings ab. Beinahe wäre die von SPD und Grünen gewünschte finanzielle Aufstockung der Gelder für die Offene Ganztagsgrundschule gelungen. Dierk Timm (SPD) beantragte nach der emotionsgeladenen Diskussion eine geheime Abstimmung. Seine Spekulation war richtig: Zwei Vertreter aus dem Lager von CDU und FDP hatten offenbar den Beschlussvorschlag der SPD gutgeheißen, 1730 Euro pro Schuljahr für jedes an den „außerunterrichtlichen Angeboten“ der OGS teilnehmenden Kind zu gewähren. …
Die Kritiker aus den Reihen der CDU und FDP monierten die Forderung am Rand der Sitzung mit deutlichen Worten. „Es geht gar nicht um die Bildung der Kinder, sondern ums eigene Portemonnaie“, so wurde gesagt. …

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siehe auch: Pädagogische MitarbeiterInnen an Ganztagsschulen fordern gleiche Bezahlung!

bildungsklick.de, 24.11.2009

Grundschulverband will bezahlte Kooperationszeit für pädagogische MitarbeiterInnen

Bei einer Personalversammlung der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde sehr lebhaft über die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen an den verlässlichen Grundschulen und Ganztagsschulen bei gleicher Arbeit diskutiert. Die Arbeitsbedingungen sind oft prekär: Viele Beschäftigte haben nur einen Teilzeitvertrag von deutlich weniger als einer halben Stelle, der zu dem oft befristet ist und nicht selten keinen Kranken- und Rentenversicherungsschutz einschließt. Außerdem gibt es für die Betreuungskräfte und Erzieherinnen zwar die in den Schulgesetzen vorgeschriebene Pflicht zur regelmäßigen Kooperation insbesondere mit den Lehrkräften – allerdings wird den meisten dafür keine bezahlte Kooperationszeit zur Verfügung gestellt. Dazu sagte der Schulleiter der Ganztagsschule Andernacher Straße, Uwe Hehr: „Die gemeinsame Kooperation von Lehrkräften und Pädagogischen MitarbeiterInnen ist notwendig für die Qualität der Schulen – aber die Schulleitungen erhalten dafür bisher kein Geld“. Auch der Bremer Grundschulverband weist in einer Erklärung zu Kooperation und Teamarbeit auf die besondere Bedeutung gemeinsamer pädagogischer Absprachen: „Konkret bedeutet dies, dass den sozialpädagogischen Fachkräften im Rahmen ihrer Arbeitszeit neben der Zeit für Kinder ausreichend Zeit für Teamarbeit (das heißt gemeinsame Planung und Auswertung),… zur Verfügung gestellt werden muss“. In Kindergärten, Horten, Freizeiteinrichtungen u.ä. wird – in der Regel eine ausdrückliche „Kooperationszeit“ für die Beschäftigten bezahlt – nicht so in Schulen. Die Personalversammlung der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fordert die Bildungssenatorin daher auf, dem Beschluß der rot-grünen Koalition mit einen Vergabegesetz im öffentlichen Dienst verbesserte und gleiche Arbeitsbedingungen und Bezahlung durchzusetzen, Taten folgen zu lassen und bis zum 01.02.2010 mindestens 1,5 Stunden/Woche bezahlte Kooperationszeit für die sozialpädagogischen Fachkräfte einzuführen. …

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Volksstimme.de, 24.11.2009

Kultusminister hebt Magdeburger Sekundarschule als Vorbild für Elternarbeit hervor

Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) hat gestern die Eltern in Sachsen-Anhalt zu einer aktiven Mitarbeit in Schulen ermuntert. “ Eine gute Schule kann ohne die Eltern nicht funktionieren „, sagte er bei einem Besuch der Thomas-Müntzer-Sekundarschule in Magdeburg. Viele Angebote von Schulen würden erst aus Partnerschaften erwachsen. Schulleiterin Monika Gajda bestätigte, dass Eltern der wichtigste Partner der Ganztagsschule seien. … An der Magdeburger Schule bringen sich Eltern auch in vielfältiger Weise in Angebote außerhalb des Unterrichts ein. So helfen sie Schülern bei den Hausaufgaben, tragen zur Verkehrserziehung bei und wirken bei Projekten mit. An der Schule gebe es “ schöne Bedingungen “ und “ aufgeschlossene Lehrer „, lobte Gabriele John vom Förderverein. Allerdings sei es auch “ schwierig, Eltern dafür zu interessieren, was hier läuft „….
Schulleiterin Gajda hält die Schule nicht nur für einen Lern-, sondern auch für einen Lebensort. Als Ganztagsschule sei der Alltag “ aufgelockert „, Schüler könnten ihn mitgestalten. Gabriele John vom Förderverein sieht in der Schulform den Vorteil, dass Schüler eigenverantwortlich arbeiten : “ Sie lernen das Lernen. “ Auch Olbertz ist von dem Modell der Ganztagsschule überzeugt. “ Sie ist der Prototyp für das Gelingen der Zusammenarbeit von Schule und Eltern „, sagte er. Die Zahl der Ganztagsschulen im Land solle daher ausgebaut werden. …

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donaukurier.de, 23.11.2009

Es wäre fatal, wenn die offene Jugendarbeit mit ihren freien Trägern ins Abseits geraten und hin zu den Schulen gehen würde. In freier Trägerschaft kann nämlich die eigentliche Kinder- und Jugendarbeit geleistet werden, die an Schulen in diesem Ausmaß gar nicht möglich ist. Freie Träger können ein vielfältiges Angebot bieten, wozu eine bürokratisch-staatliche Einrichtung nicht imstande sein kann. Ganz abgesehen davon, dass Schule ein sensibler Ort ist, an dem Kinder und Jugendliche zwangsläufig auch Frust aufladen (etwa wegen schlechter Noten oder Prüfungen). Psychologen betonen schon lange, dass der Ort, an dem gelernt wird, nicht zugleich auch Ort der Freizeitgestaltung sein soll.

Was aber das Entscheidende ist: Es liegt im Charakter einer bürokratisch organisierten Ganztagsschule, dass der Kinderalltag mit planvollen, angeleiteten Aktivitäten gefüllt wird. Ein Kind, ein Jugendlicher in der Ganztagsschule ist den ganzen Tag unter fachlicher Aufsicht; alles, selbst die Freizeitgestaltung, ist durchorganisiert, es bleibt kaum Raum für echte Spontaneität. Planvolle, angeleitete Aktivitäten dürfen aber nicht mit dem Kindern und Jugendlichen so wichtigen Spiel verwechselt werden.

Es liegt in der Natur des Spielens und der Freizeitgestaltung, dass Kinder spontan etwas „aus sich heraus“ entwickeln können. Wenn der Tagesablauf eines Kindes strukturiert ist, bleibt keine dem Spiel eigentümliche Spontanität. Psychologie und Hirnforschung wissen aber heute, dass gerade ausgelassenes, nicht geplantes Spielen ohne Vorgaben die Sprachentwicklung, soziale Kompetenz, Kreativität und das Problemlösungsvermögen fördern – und nicht geplante, angeleitete Aktivitäten. Es scheint vielen Planern (und aus Sorge, dass der Nachwuchs die richtige Schule schafft, auch vielen Eltern) nicht klar zu sein, worin sich aber Hirnforscher und Psychologen einig sind, wie sehr es dem Kind schadet, wenn es zu wenig Zeit zum freien Spielen und Herumtollen hat. So geht der Versuch, Jugendarbeit durch vermehrten Zugriff der Stadt bzw. des Staates zu betreiben, auf Kosten der Kinder und Jugendlichen. …

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Werkstatt zur Offenen Ganztagsschule – Verantwortliche erarbeiten Raumkonzepte

Braunschweiger Zeitung – newsclick.de, 19.11.2009

Wie ihre Traumschule aussehen soll, das wissen die Hellwinkelschüler ganz genau: Sie wünschen sich Wasserlandschaften und eine Glitzerwelt.
Parallel zu den Kindern ließen sich gestern rund 100 erwachsene Teilnehmer der 1. Werkstatt Offene Ganztagsschule im Freizeit- und Bildungszentrum Westhagen durch Vorträge externer Experten inspirieren und entwarfen in Workshops ihre Vorstellungen zu Raumkonzepten und Raumgestaltung. Mit allen beteiligten Schulen, Planern und Kindern entwickelt die Stadt Qualitätsstandards und -kriterien. „Wolfsburg ist da Vorreiter“, sagt Sprecherin Stefanie Schwabe. „Das Beginnen war uns wichtiger, als dass auf Anhieb alle räumlichen Bedingungen passen“, räumt Erster Stadtrat Klaus Mohrs ein. Nach und nach setzt die Verwaltung dort an.
Laut Christian Brinsa, Abteilungsleiter Hochbau im Grundstücks- und Gebäudemanagement, ist in diesem Jahr etwa 1 Million Euro in die Ganztags-Grundschulen investiert worden, allein 600 000 Euro in die Umgestaltung eines Traktes an der Laagbergschule. Im kommenden Jahr sei eine ähnliche Summe vorgesehen, so Brinsa, der die Perspektive der Kinder bei der Planung stärker berücksichtigen will. Die genauen Projekte seien noch offen.  … Wünsche hat sie trotzdem noch: „Wir benötigen Räume zur Entspannung am Nachmittag, und das Außengelände sollte neu gestaltet werden.“ Wie Mohrs meint, sollten Schulen Lern- und Lebensort sein. Nach Startschwierigkeiten der letzten acht Schulen (wir berichteten) helfe die Werkstatt, dass „alle Verantwortlichen im Gespräch sind“.

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Ganztagsschule in Berlin gibt auf und kehrt zum Halbtagsbetrieb zurück

Berliner Morgenpost, 19.11.2009

Das Ganztagsmodell gilt als die Geheimwaffe gegen den Pisa-Schock. Nach den Grundschulen sollen auch die Sekundarschulen auf den Betreib mit Unterricht und Freizeitangeboten bis 16 Uhr umgestellt werden. Doch nun dreht die erste Ganztagsschule die Schlusszeit wieder zurück – weil sie keine zuätzlichen Lehrer bekommt. Mit der Kronach-Grundschule in Lichterfelde gibt die erste gebundene Ganztagsschule in Berlin auf und kehrt zum Halbtagsbetrieb zurück. „Auch wir halten die Ganztagsschule für die Schule der Zukunft, aber unter den derzeitigen Bedingungen ist die gewünschte Qualität nicht zu erreichen“, sagt Rainer Belusa, Schulleiter der Kronach-Grundschule. …
Die Schulkonferenz der Kronach-Grundschule, in der Lehrer und Eltern vertreten sind, hat nun die Abkehr vom verpflichtenden Ganztagsbetrieb beschlossen. Vom kommenden Schuljahr an geht der Unterricht für die Erstklässler nur noch bis 13.30 Uhr. Wird dennoch Nachmittagsbetreuung gewünscht, müssen die Eltern bezahlen. „Die Hausaufgabenbetreuung können die Eltern zu Hause besser leisten als eine Erzieherin mit 24 Kindern“, sagt Schulleiter Belusa. In Lichterfelde erwarteten die Eltern mehr als nur eine Betreuung. Bereits jetzt haben die Eltern auf eigene Kosten Zusatzangebote an der Schule organisiert, von Ballett bis Backen. Für jeden Schüler werden dafür 40 Euro pro Halbjahr fällig. Doch das entspreche kaum der ehrgeizigen Idee der Ganztagsschule, so Belusa. Lediglich an Brennpunktschulen funktioniere das Prinzip gut, da dort eine Zusatzausstattung für Kinder nicht deutscher Herkunft gewährt werde. Zudem sei in Neukölln oder Kreuzberg schon die bloße Betreuung in der Schule ein wichtiger Beitrag zur Sprachförderung.

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Ganztagsschule: Schmied will Betreuung verdoppeln

LandesZeitung, 17.11.2009

Unterrichtsministerin Claudia Schmied lässt bis Ende Dezember den Bedarf an ganztägiger Betreuung für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren erheben. In den kommenden Tagen werden rund 700.000 Fragebögen an alle Volksschulen, Hauptschulen und AHS-Unterstufen versendet, die Ergebnisse werden Mitte Jänner präsentiert.

Derzeit werden rund 90.000 Schüler ganztägig betreut. Schmied rechnete bei einer Pressekonferenz am Dienstag damit, dass auf mindestens 200.000 Plätze aufgestockt werden muss – Zusatzkosten: 170 Mio. Euro allein für den Personalaufwand, dazu kommen noch die Kosten von etwaigen baulichen Maßnahmen. Schmied geht davon aus, dass Finanzminister Josef Pröll (V) die Mehrkosten bedecken wird. Dieser hatte zuletzt eine Budgeterhöhung dafür zumindest nicht ausgeschlossen, allerdings auf zahlreiche noch ungeklärte Fragen verwiesen. Durch die „größte Elternbefragung der Zweiten Republik“ will Schmied nun die „Datenlage klar bekommen“.

„Keine ideologische Kampf-Auseinandersetzung“ Die Ministerin will aber „keine ideologische Kampf-Auseinandersetzung“ führen. Dies zeigt sich nicht zuletzt an den Fragen: So wird etwa nicht erhoben, welche Form der ganztägigen Betreuung gewünscht wird (also etwa die „echte Ganztagsschule“ in verschränkter Form mit einem Wechsel von Betreuung und Unterricht oder nur reine Nachmittagsbetreuung). Gefragt wird etwa, ob es an der betreffenden Schule bereits ein ganztägiges Angebot gibt bzw. was dort angeboten wird. Ebenfalls erhoben wird die Zufriedenheit mit dem Status quo und welche Elemente die Tagesbetreuung umfassen soll. Zur Frage nach dem Bedarf können die Eltern ankreuzen, ob sie ein „ganztägiges Schulangebot, das auch Hausaufgaben machen, Lernhilfen und Förderangebote, Kreativ-Kurse, Sport- und Freizeitaktivitäten umfasst“ nutzen würden. …
Die Fragebögen werden über die ca. 5.000 involvierten Schulen bzw. die dortigen Elternvereine verteilt, geantwortet werden kann online (http://www.elternbefragung.at) bis 18. Dezember bzw. per Papierfragebogen portofrei bis 28. Dezember. Die Befragung ist anonym und wird von IFES durchgeführt.

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Audio Länge: 2:56 min Ö1 Morgenjournal

Ganztagsunterricht als Herausforderung die Sportvereine

LandesZeitung, 15.11.2009

Der Ganztagsunterricht bringt für Schüler als auch für die Sportvereine Herausforderungen mit sich. Durch offenen Austausch und Kooperationsbereitschaft können beide Seiten aber von der neuen Situation sogar profitieren. Das ist der Tenor des Meinungsaustausches gewesen, zu dem Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz in die Kreissporthalle eingeladen hatte.
„Teilweise Sprachlosigkeit bei den Sportvereinen“ in Folge von Terminüberschneidungen von Ganztagsunterrichts-Angeboten der Schulen mit Trainingsstunden der Vereine machte Dieter Fischer als Vorsitzender des Kreissportbundes eingangs aus. Ihr dicht gepackter Terminplan reduziere die Freizeit der Schüler erheblich. Mit der Folge, dass sich viele Jugendliche aus dem Vereinssport zurückzögen, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Alternativen für Sport- und Bewegungsangebote der Schule.
Aber: „Wenn man’s richtig macht“, könnten sowohl Schule als auch die Vereine profitieren, ermunterte Buchholz beide Seiten, aufeinander zuzugehen….
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mehr zu: Sportvereine und Ganztagsschulförderung

Bausteine für die Zukunft – Schule und Sport

Der Weste, 12.11.2009

Es gab Zeiten als vielen Kritikern um die Zukunft des deutschen Fußball bange war. Diese Sorge stellte sich als unbegründet heraus, viel Luft in der Jugendförderung gibt es aber dennoch.  …
In ihrer Entwicklung nahm die Kooperation zwischen der Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen, übrigens nur einen Steinwurf von der Veltins-Arena entfernt, und dem Verein eine zentrale Rolle ein. Ein Programm für deren Früchte die Schule den Titel der „Eliteschule des Fußballs” verliehen bekam. Tatsache ist aber auch, dass der Fußball generell im Schulsport eher auf der Auswechselbank Platz nehmen muss. Das allmählich zu ändern, hat man sich auch bei der heutigen Veranstaltung auf die Fahnen geschrieben. …
Wiemann: „Studien haben bewiesen, dass Fußball im Schulsport kaum eine Rolle spielt und das gilt es zu ändern. Wir wollen den Fußball in die Ganztagsschulen kriegen. In der Wolfgang-Borchert–Schule ist man da wesentlich weiter. Es gibt Sportklassen, die viermal in der Woche Sportunterricht haben und es wird gezielt auf Schüler gesetzt, die bereits in einem Verein spielen. „Es ist ja bewiesen, dass die soziale Kompetenz dadurch größer ist.” Auch die Oberstufenschüler der Borchert–Schule sollen fortgebildet werden, so dass die Nachmittags an den Ganztagsschulen beispielsweise AG’s einrichten können. …
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Von der breiten Öffentlichkeit und den Massenmedien werden die sich ausweitenden Studentenproteste an europäischen Universitäten (Übersicht über besetzte Universitäten) bislang nur am Rande wahrgenommen. „Der “Bologna-Prozess” sorgt überall für die gleichen Probleme. Deshalb brauchen wir praktische Solidarität und gemeinsame Proteste in allen Ländern.“ Auch wenn die konkreten Forderungen auseinander gehen, so steht im Fokus aller der Protest an der momentanen Bildungspolitik!
Protestiert wird vor allem gegen soziale Ungleichheit im Bildungssystem, die Unterfinanzierung der Universitäten und Bildungseinrichtungen sowie gegen die Probleme bei der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge.

unibrenntAn vielen Hochschulstandorten werden weitere Streiks, Demonstrationen und weiteres vorbereitet. Einen Überblick gibt es hier:

Dies alles geschieht im Vorlauf zum eigentlichen Auftakt der am 17. November (dies ist gleichzeitig der “International Students’ Day”) mit bundesweiten Bildungsprotesten sein soll. Am 24.11. steht dann die Tagung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Leipzig an. Und schließlich tagt die Kultusministerkonferenz (KMK) am 10.12. in Bonn. Zwischen dem 30. November und 6. Dezember ist dann eine Aktionswoche geplant.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat ihre Länderkollegen aufgefordert, beschlossene Reformen an den Hochschulen rasch umzusetzen. Vor angekündigten neuen Studentenprotesten in der kommenden Woche sagte Schavan im Südwestrundfunk (SWR), es gehe dabei um die Glaubwürdigkeit der Bildungspolitik. „Viele bildungspolitische Reden machen noch nicht gute Bildungs- und Wissenschaftspolitik“. Zur Förderung schwächerer Schüler sagte sie, die Schulen sollten nachmittags helfen, Unterrichtsstoff zu vertiefen. Der Bund habe Tausenden Schulen geholfen, auf Ganztagsbetrieb umzustellen. „Da muss man jetzt mal genau hinsehen: Ist da nur gebaut worden, oder findet da auch wirklich Ganztagesschule statt“, so Schavan im SWR.
–> Zum Manuskript: Anette Schavan: „Länder müssen verabredete Hochschulreformen umsetzen – Frage der
Glaubwürdigkeit“

Mit Vorsicht zu genießen

Tierischer Volksfreund, 10.11.2009

Wenn Lehrerverbände den Mangel an Personal beklagen und die Einstellung von mehr Pädagogen verlangen, dann ist das zunächst einmal ihr gutes Recht. Sie vertreten schließlich die Interessen dieses Berufsstandes. Prinzipiell zielt auch ihre Kritik an der Unterrichtsversorgung und ihre Forderung nach einer optimalen Ausstattung der Schulen in die richtige Richtung. Denn jede Stunde Unterricht, die ausfällt, ist eine Stunde zu viel. Und es fallen – sehr zum Ärger vieler Eltern und ihrer Kinder – noch immer zu viele Stunden aus. Wobei die Realität in den Schulen leider oft eine andere Sprache spricht als die Zahlen und Statistiken des Bildungsministeriums.

Zum einen gibt es keine hinreichende Begründung dafür, warum angeblich nur voll ausgebildete Lehrer für eine gute Qualität des Unterrichts bürgen. Nicht jeder Absolvent eines Pädagogikstudiums ist mit dieser Qualifikation automatisch ein guter Lehrer. Hingegen verspricht der seit Jahren beschrittene Weg des Bildungsministeriums, auch Fachkräften wie Architekten, Betriebswirten oder Informatikern den Weg in den schulischen Alltag zu ebnen, einige Vorteile. Sie bringen nicht nur Fachwissen und eine andere Sicht der Dinge ein, sondern können auch die oft verkrustete Beamtenstruktur in den Schulen auflockern. In Ganztagsschulen sind „Hilfskräfte“ mit Blick auf ein abwechslungsreiches Nachmittagsangebot, das nicht nur aus Lernen bestehen sollte und beispielsweise in Frankreich, einem Musterland für Ganztagsschulen, auch nicht besteht, sogar ein echter Gewinn. …
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mehr zu: Dritte verändern die gesamte Schule

 

Ausweg aus dem ‘ausufernden Medienkonsum’ sieht Pfeiffer in der flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen

Vlothoer Anzeiger, 08.11.2009

Auf die Bedeutung der Offenen Ganztagsschulen und Migrationsherausforderungen für den Verein der Zukunft ging Rainer Ruth, Schulsportbeauftragter des Landessportbundes NRW, in seinem Vortrag im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des KSB Herford in Vlotho ein. …
„Die Zuwanderung ist ein Gewinn für den Vereinssport“, berichtet Ruth. Das sind unter anderem die Bestandssicherung und Zukunftsfähigkeit von Vereinen durch neue Mitgliederpotenziale, aber auch die Überlebenssicherung von Sportarten mit Nachwuchsmangel. Zudem gebe es dadurch auch eine Zuwanderung von neuen Leistungsträgern und qualifizierten Trainern.
Wichtig ist es nach Ruths Ansicht aber auch, dass sich die Vereine auf die Entwicklung im Kinder- und Jugendsport einstellen müssen. Bisher realisierte sich der Kinder- und Jugendsport als duales System in den beiden Säulen Schul- und Vereinssport. Mittlerweile sei aber mit dem außerunterrichtlichen Schulsport im Bereich des offenen Ganztages ein dritter Sektor hinzugekommen. „Immer mehr Angebote werden im organisatorischen Raum von Schule entstehen und stattfinden. Dadurch kommt es auch insgesamt zu einer Ausweitung der Angebote im Kinder- und Jugendsport“, so Ruth weiter. …
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mehr zu: Sportvereine und Ganztagsschulförderung

Ausweg aus dem ‘ausufernden Medienkonsum’ sieht Pfeiffer in der flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen

Weser-Kurier, 07.11.2009

Je mehr Zeit Schüler mit Medienkonsum verbringen und je brutaler dessen Inhalte sind, desto schlechter fallen die Schulnoten aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie ‘Die PISA-Verlierer – Opfer ihres Medienkonsums’ des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. …
Die Befragung von 5500 Viertklässlern und 17.000 Neuntklässlern hat ergeben, dass jeder fünfte Neuntklässler (21,8 Prozent) und jede 20. Neuntklässlerin (5,7 Prozent) sich mehr als vier Stunden am Tag und damit exzessiv mit Video- und PC-Spielen beschäftige. Pfeiffer: ‘Wer mehr als vier Stunden Computer spielt, hat sich vom schulischen Ehrgeiz verabschiedet.’ …
Einen Ausweg aus dem ‘ausufernden Medienkonsum’ sieht Pfeiffer nur in der flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen. Nachmittags müsse man Lust auf Leben wecken – durch Sport, Musik und Theater. ‘Erfolgreiche PISA-Nationen wie Kanada, Neuseeland und Finnland machen es vor: Dort haben die Kinder schlicht nicht soviel Zeit und Lust, Computer zu spielen. Die Motivation kommt aus ihnen selbst.’ …
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zur Studie: KRIMINOLOGISCHES FORSCHUNGSINSTITUT NIEDERSACHSEN E.V.: Die PISA-Verlierer – Opfer ihres Medienkonsums

mehr zu: Ganztagsschulen und die neuen Medien

Moritz und Jan sagen ab. Die beiden Gymnasiasten schaffen’s nicht zum Vereins-Training um 18.30 Uhr. „Sorry, Unterricht“, sagen die 16-Jährigen.

Offenbach-Post – op-online.de, 03.11.2009

Wenn sie alle zwei Wochen verspätet in die Halle hecheln, ist mitunter latente Unlust zu verspüren. „Wir wurden heute schon genug geknechtet.“ Die nach dem viel beschworenen Pisa-
Schock verordnete G 8-Therapie bringt Vereine in Not. Nachmittags und am frühen Abend haben Jugendliche oft nicht mehr die Zeit, in die Übungsstunden zu gehen. Mehr noch: Viele Vereine verlieren Trainingszeiten in den Schulsporthallen. „Aber da gibt’s kein zurück“, sagt Eduard Schneider.
Für den Offenbacher Schulsportkoordinator ist klar, dass der eingeschlagene bildungspolitische Weg bei der Ganztagsschule endet. Dabei sollen die Vereine nicht auf der Strecke bleiben, wünscht Schneider. Mit einer Art Thesenpapier wendet er sich an die Öffentlichkeit; zitiert Olympischen Sportbund und Sportjugend. „Mit den Ganztagsschulen leben lernen, Sport und Bewegung als große Kür in die Schulen hineintragen.“ Da stoßen manche Vereine wohl an ihre Grenzen, da sie allein fürs tägliche Pflichtprogramm gerade noch eine ausreichende Zahl Ehrenamtler finden.
Die knifflige Frage: Beinhaltet die Kooperation mit Schulen mehr Chancen oder Risiken? Schneiders Position ist klar: „Es eröffnen sich neue Möglichkeiten für den organisierten Sport“. In der Praxis sei das bereits angekommen; abzulesen anhand der Rahmenvereinbarungen, die zwischen den Landesministerien und den Landessportbünden mittlerweile in allen 16 Bundesländern existieren. Darin ist die Bereitschaft der Sportvereine festgeschrieben, am Ganztagsschulbetrieb mitzuwirken.Einer der Kernsätze: Von Vereinen soll es „regelmäßige, möglichst tägliche Sport- und Bewegungsangebote“ an den Schulen geben. …
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Verpflegung an Ganztagsschulen- Oecotrophologen sind Profis für Planung und Umsetzung

Verbandspresse, 03.11.2009

Schulmensen schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, denn Ganztagsschulen sind dazu verpflichtet, sich um die Verpflegung ihrer Schüler zu kümmern. Bei der Planung und Umsetzung dürfen professionelle Kräfte nicht fehlen. Der Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE) engagiert sich für den Einsatz von hochqualifizierten Experten.
Die Speisepläne entsprechen oft nicht den Empfehlungen Laut Claudia Dirschauer, Diplom-Oecotrophologin und Mitglied im VDOE-Expertenpool, orientieren sich die Essensangebote für Schüler noch zu selten an dem, was Ernährungswissenschaftler empfehlen. „Die Schulen haben in der Regel wenig Zeit für die Umstellung auf den Ganztagsbetrieb und häufig kaum Erfahrung in der Organisation von Schulverpflegung bzw. bei der Auswahl von geeigneten Caterern. Darunter leidet dann unter Umständen die Qualität des Angebots. Hier ist die Kompetenz von Oecotrophologen gefragt. Als hervorragend ausgebildete Fachkräfte können sie Schulleiter, Lehrer und Eltern effizient bei der Planung und Umsetzung der Verpflegung unterstützen“, so die Ernährungswissenschaftlerin. …
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Realschule plus in Rheinland-Pfalz

ganztags schule in Rheinland-Pfalz, 23.10.2009

Die Einführung der Realschule plus und der Weg in ein zweigliedriges Schulsystem ist eine der größten Schulstrukturreformen des Landes Rheinland-Pfalz. Hauptschulen und Realschulen verschmelzen bis zum Schuljahr 2013/14 zu dieser neuen Schulart, von der sich die Politik mehr Durchlässigkeit zu höheren Abschlüssen, eine bessere Berufsorientierung und einen guten Übergang in eine berufliche Zukunft verspricht. Ottmar Schwinn und Alexander Klussmann von der Stabsstelle Schulstrukturentwicklung erläutern im Interview die Gründe für die Reform, die Hoffnungen, die sich damit verbinden und die Verbesserungen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. …

Online-Redaktion: Welche Rolle spielt die Ganztagsschule für die Realschule plus?
Schwinn: Viele Vorgängerschulen sind ja bereits Ganztagsschulen gewesen. Eventuell geht durch die Zusammenführung von Schulen die Zahl der Ganztagsschulen zurück, mit Sicherheit wird aber die Zahl der Ganztagsschülerinnen und -schüler wachsen. Der Kreis derjenigen, die ein solches Angebot nutzen können, wird sich vergrößern. …
Klussmann: Die grundsätzliche Regelung lautet, sofern eine der beiden Vorgängerschulen eine Ganztagsschule gewesen ist, dann wird die gesamte Realschule plus zur Ganztagsschule. Insofern wird an jedem Standort, an dem ein Ganztagsschulangebot bestand, auch zukünftig eins bestehen.Es können natürlich auch die neuen Realschulen plus, wenn sie noch nicht Ganztagsschule sind, einen Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule stellen – das ist dann das ganz normale Verfahren mit den üblichen Schritten. …

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Der Raum sollte der „dritte Pädagoge“ sein

Kurier.at, 28.10.2009

Offenes Lernen; Arbeiten in Kleingruppen; individuelle Förderung und Ganztagsschule: Lernen im 21. Jahrhundert sieht anders aus als zu Großmutters Zeiten. Doch die Schularchitektur hat sich in den letzten hundert Jahren kaum verändert. Dabei sollte der Raum der „dritte Pädagoge“ sein: Kinder sollen sich hier wohl fühlen und Lust aufs Lernen bekommen. Dass die Realität anders aussieht, zeigt ein Lokalaugenschein des KURIER:
- Turnsäle
fehlen in vielen alten Schulgebäuden…
- In den Klassenzimmern
sitzen die Schüler oft dicht gedrängt… Die Folge: „Wenn Kinder so zusammengepfercht sind, werden sie zwangsläufig aggressiv“, berichten Mediatoren aus den Schulen. „Statt Streitschlichtern bräuchte es nur mehr Platz.“ Weil der Lärmpegel enorm hoch ist, sind Schüler und Lehrer froh, wenn sie das Schulhaus so schnell wie möglich verlassen können. Keiner wäre gern den ganzen Tag hier.
- Der Zustand
vieler Schulen ist desolat: Manche wurden seit mehr als 40 Jahren nicht mehr generalsaniert. Der Dreck sitzt in den Ecken, der Verputz ist löchrig – egal wie oft da geputzt wird. Oft verdecken Plakate die ärgsten Schäden. Dort, wo es offene Lernformen wie Gruppenarbeit gibt, werden auch Räume außerhalb des Klassenzimmers genutzt – wie zum Beispiel der Gang. Nur: Im Winter hat es dort oft 18 Grad. Denn die Temperatur wird zentral geregelt.
- Die Toiletten
sind oft der neuralgische Punkt. Die Klowände in der KMS Wiesberggase sind beschmiert, die Rohre verrostet. Wo Klos renoviert sind, werden sie oft so verdreckt, dass Schüler das stille Örtchen nur in Notfällen aufsuchen. …

Tagung des Bayerischen Lehrerverbands

taz.de, 27.10.2009

Kinder der Unterschicht glauben nicht daran, dass sie das Abitur schaffen können. Eine Tagung des Bayerischen LehrerInnenverbands sucht nach Antworten:
Das Mädchen wird interviewt. Es ist acht Jahre alt, seine Eltern haben keinen Job und keine Ausbildung. Als sie gefragt wird, wie es mit dem Gymnasium ist, sagt sie: „Das Abitur werde ich auf keinen Fall schaffen.“
Als Inge Kloepfer die Szene schildert, werden sie wütend auf Schloss Elmau. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband hat seine alljährliche Expertenrunde vors Wettersteinmassiv eingeladen, um über den Bildungsbegriff zu sprechen. Huch, denkt man, das machen die Deutschen seit Wilhelm von Humboldt – folgenlos Bildungsbegriffe diskutieren. Aber diesmal ist es ein bisschen anders – und das liegt auch an der FAZ-Journalistin Inge Kloepfer. „Deutschland ist auf dem besten Wege, wieder eine Ständegesellschaft zu werden“, sagt sie.  Sogleich schnellen da ein paar schlaue Finger hoch, bitte mehr Differenzierung und präzise Definition. Nö, sagt Klopfer, „verwenden Sie den Begriff Stand, Klasse, Milieu, Prekariat oder Unterschicht, darüber kann man streiten – aber in der Essenz geht es darum: Die sozialen Chancen der Kinder dieser Gruppe sind stark gemindert.“ …

Umweltbildungsangebote in der Offenen Ganztagsschule

lehrer-online.de, 26.10.2009

bund_logoDer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW bietet umfangreiche Unterstützung für Interessierte an, die in Kooperation mit dem Verband Umweltbildungsangebote in der Offenen Ganztagsschule durchführen möchten.
Hier werden unter dem Motto „Umwelt-Agenten – im Auftrag der Natur“ verschiedene umweltpädagogische Konzepte vorgestellt, die sich besonders für die Offene Ganztagsschule eignen. Zahlreiche Bewegungsspiele, mit denen Kindern die Natur vermittelt werden kann, werden selber ausprobiert. Zudem entwickeln und erproben die Teilnehmenden ein eigenes Angebot zu den Themenfeldern Artenvielfalt, Energie und Klimaschutz, gesunde Ernährung oder Spielort Natur.Fortbildung „Umwelt-Agenten“

Darüber hinaus werden in einer zweiteiligen Fortbildung organisatorische und methodische Kenntnisse für die Leitung einer Umwelt-AG vermittelt. Neben den Rahmenbedingungen von Schule geht es um den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern. Außerdem entwickeln und erproben die Teilnehmenden unter dem Motto „Umwelt-Agenten – im Auftrag der Natur“ ein eigenes umweltpädagogisches Angebot für die offene Ganztagsschule. …
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Der Finanzminister isst nun doch nicht immer mit

Der Westen, 23.10.2009

„Der Finanzminister isst immer mit”, hieß die Schlagzeile in unserer Zeitung: Die Träger von Ganztagsschulen sollen von dem Geld, mit dem die Eltern das Schulessen bezahlen, 19 Prozent Umsatzsteuer abgeben. Dazu kommt es nun nicht.

Schul- und Finanzministerium bauen den Betroffenen eine goldene Brücke. … Das Schulessen, so der Ausweg aus der Steuerfalle, ist umsatzsteuerfrei, wenn es Teil des pädagogischen Ganztagskonzepts ist. …

Jugendhilfe wird Vereinszweck, die „Entwicklung junger Menschen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten” weiteres Vereinsziel und die Schulmensa Mittel zur Verwirklichung dieses Zwecks. Damit ist in NRW das Problem beseitigt, das schon in den 1990er Jahren in Mecklenburg-Vorpommern auftrat und bis zum Bundesfinanzhof ausgefochten wurde – gerade rechtzeitig zur Einführung des Ganztagsbetriebs auch an den meisten Sekundarschulen, die vor der siebten Stunde eine Stunde Mittagspause geben müssen. Mit Essen. Aber nun ohne Finanzminister als – virtuellem – Tischnachbarn.

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siehe auch:
Schulverpflegung in Ganztagsschulen durch private Fördervereine umsatzsteuerpflichtig

BJR fordert Änderung der bayerischen Richtlinien zur offenen Ganztagsschule
Strukturebene: Bayern
Querschnittsthema: Kooperation Jugendhilfe-Schule
Nachrichtentext:

Im Juni 2009 hat das bayerische Kultusministerium die neuen Richtlinien zur offenen Ganztagsschule veröffentlicht. Diese Richtlinien wurden nicht nur ohne Beteiligung der bisherigen Kooperationspartner vom Ministerium entwickelt und in Kraft gesetzt. Sie bringen auch eine deutliche Verschlechterung bei der Qualität der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit sich, wie sie noch in der Rahmenvereinbarung des Ministeriums mit dem Bayerischen Jugendring (BJR) vom Juni 2007 zur Zusammenarbeit bei offenen Ganztagsschulen festgeschrieben worden war. Der BJR-Hauptausschuss fordert daher das Kultusministerium auf, die Richtlinien zu überarbeiten und den BJR bei der Weiterentwicklung der offenen Ganztagsschule als Partner zu beteiligen. „Wir werden dazu so bald als möglich gemeinsam mit den anderen freien Trägern in diesem Feld das Gespräch mit dem Kultusministerium suchen“, so BJR-Präsidentin Martina Kobriger. – Der Hauptausschuss ist das höchste Beschluss fassende Gremium der Jugendarbeit in Bayern und tagte vom 16. bis 18. Oktober 2009 in Gauting bei München.Kritik an ungleich verteilten Rechten und Pflichten sowie nachteiligen Förderrichtlinien

Die im BJR zusammengeschlossenen Jugendverbände und Jugendringe als anerkannte Träger der freien Jugendhilfe kritisieren u.a.,

- dass Schulleiter/-innen gegenüber den verantwortlichen Mitarbeiter/-innen aus der Jugendar-beit, die an ihren Schulen Projekte umsetzen, neuerdings ein Weisungsrecht zusteht,
- dass sie diese formal und auf fachliche bzw. pädagogische Eignung überprüfen und ihnen sogar kündigen dürfen, wobei keinerlei weitere Konsultationen vorgesehen sind,
- dass den freien Trägern aus der Jugendarbeit hingegen ein solches Kündigungsrecht nicht zusteht,
- dass die Finanzierung von Verwaltungs- und Steuerungsaufwand bisher ungeklärt ist, denn das Budget der freien Träger darf ausschließlich für die genehmigten Bildungs- und Betreuungsangebote eingesetzt werden,
- dass die Zuschusssumme pauschaliert wurde auf Gruppen mit maximal 25 Schüler/-innen. Dies bedeutet eine Risikoabwälzung auf den Kooperationspartner, denn eine Gruppengröße über 20 Personen stellt in jedem Fall eine finanzielle Schlechterstellung gegenüber der bisherigen Ausstattung dar.

Echte Öffnung der Schule bedeutet, die eigene Verwaltungslogik nicht Dritten aufzunötigen

„Die von vielen Politikern und Fachleuten geforderte Öffnung der Schule (…) kann nur durch eine echte Kooperation der Akteure erreicht werden“, heißt es im aktuellen Beschluss. Die Verbände und Jugendringe im BJR führen eine Vielzahl von Projekten an Ganztagsschulen in ganz Bayern durch. „Ein Kooperationsverständnis, das die Integration dieser Akteure in die innerschulische Verwaltungslogik zum Ziel hat, teilt der BJR nicht. Er fordert eine entsprechende Überarbeitung der Förderrichtlinien, gerade hinsichtlich der Anerkennung und Wertschätzung der fachlichen Leistungen der Kooperationspartner und der partnerschaftlichen Organisation der Zusammenarbeit.“

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