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Ganztagsbetreuung in Schweden der Normalfall

Die Presse , 03.02.2010


Drei Stunden Unterricht am Vormittag, dann die einstündige Essenspause, und anschließend geht das Lernen weiter: die schwedische Schule ist eine Ganztagsschule, auch wenn sie dort niemand so nennt. Doch dass die Volksschüler – das heißt hier: bis zur 9. Klasse – tagsüber betreut werden müssen, gilt angesichts der hohen Berufsfrequenz von Männern und Frauen als selbstverständlich.
Ganztags- und Gesamtschule: die Trennung in verschiedene Ausbildungsrichtungen erfolgt erst nach Abschluss der Pflichtschule. Dort endet der Unterricht normalerweise um 15 oder 16 Uhr, anschließend gibt es noch organisierte Freizeitaktivitäten, bis die Schüler nach Hause können. Mehr Zeit für den Unterricht, mehr Lehrer pro Schüler, das gibt mehr Platz für individuelle Pädagogik. Der Pflichtunterricht umfasst nur rund 20 Wochenstunden und wird durch fachübergreifendes und praxisorientiertes Lernen ergänzt. …
Ob es einen direkten Zusammenhang gibt, ist nicht bewiesen, aber die dänischen Schüler schneiden in internationalen Vergleichen schlechter ab als gleichaltrige Finnen und Schweden. …

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siehe auch: internationaler Vergleich von Ganztagsschulen

Qualität von Mittagessen in der Schule

faz.net, 01.02.2010

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Mittagessen in der Schule war in Deutschland lange Zeit kein Thema – in der Bundesrepublik undenkbar, in der DDR selbstverständlich, aber schlecht. Erst seit der Aufbau von Ganztagsschulen forciert wird und die Kultusministerkonferenz 2004 verfügte, dass jede dieser Einrichtungen ihren Schülern eine warme Mittagsmahlzeit anzubieten hat, werden Mensen gewissermaßen aus dem Boden gestampft. Zu derzeit 12.500 Ganztagsschulen kommen Gymnasien hinzu, die im Zuge der Schulzeitverkürzung den Nachmittags-unterricht ausweiten. In neugebauten Kantinen und umfunktionierten Klassenzimmern gibt es nun „Westernpfanne mit Hacklets“, „Gebackene Gemüseringe mit Sahnesauce und Kartoffeln“ oder „Omas Linseneintopf mit Wiener Würstchen“. Es werden Großküchen eingerichtet und Caterer engagiert, Altenheime karren Warmhaltetiegel heran – aber was das Essen wirklich taugt, weiß keiner so genau. Die Unterschiede seien groß; eine Überblicksstudie fehle, sagt Ulrike Arens-Azevedo, Professorin in Hamburg. Aber schon jetzt sei im Vergleich mit Betriebskantinen oder anderen Ländern klar: „Wir haben den Standard noch lange nicht erreicht.“Auch den Kindern schmeckt es nur mäßig. Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat gerade in einer repräsentativen Befragung 750 Ganztagsschüler gebeten, ihr Mittagessen zu bewerten.

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siehe auch:

Qualität von Schulessen

nrw-schulblog.de, 27.01.2010

Die verbraucherkritische Sendung “Markt” des WDR-Fernsehens hat in der Sendung vom 25.01.10 das Mittagessen an den von der CDU mit aller Macht angestoßenen Ganztagsschulen unter die Lupe genommen. Wie in diesem Blog aufgrund von Beobachtungen bereits festgestellt wurde, sind die fragwürdigen Gewinner der CDU-Schulaktion die Pizza- und Pommesbuden in Nähe der Schulen (bezogen auf ihre Umsätze!). Die von den Schulen organisierten Essen dagegen haben das Qualitätsurteil “ungenügend” bekommen. Die Ernährungswissenschaftlerin Professor Christel Rademacher von der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach, die sich seit Jahren mit der Frage beschäftigt, wie Schulen die Qualität der Schulessen garantieren können, stellte fest, dass die untersuchten Schulessen auf dem Niveau von Gasthausmahlzeiten rangieren, es fehlt vor allem an Gemüse und an Frische. Die Note Ungenügend gab es gleichfalls für die Preisgestaltung und noch einmal dafür, wie die Essen von der öffentlichen Hand ausgeschrieben werden (nämlich gar nicht!). Unsere Schulministerin, Barbara Sommer, scheint der Winterstarre verfallen zu sein: Die Bitte der Sendung “Markt”, die Ergebnisse zu kommentieren, begegnete das Schulministerium mit dem Kommentar: “Kein Kommentar!”

markt-Scanner – Schulessen: Den vollständigen Bericht (ca. 8 Minuten) kann man sich hier anschauen!vf6.jpg

Vortrag auf dem 6. Ganztagsschulkongress am 12. Dezember 2009 im Berliner Congress Center.

ganztägig lernen – Ideen für mehr, 27.01.2010

Kinder, die heute drei, vier oder fünf Jahre alt sind, werden in zehn Jahren Jugendliche sein. Für die Prognose, was auf sie zukommt, lohnt ein Blick in die unmittelbare Vergangenheit. Als die heutigen Dreizehn-, Vierzehn- oder Fünfzehnjährigen Kinder waren, gab es weder You Tube noch Wikipedia, es gab keine Blogs, erst ansatzweise E-Mails, keine SMS-Botschaften und keine Möglichkeit, ohne jeden Aufwand Videos im Internet zu veröffentlichen; man konnte keine Musiktitel auf das eigene Handy laden, mit dem Mobiltelefon keine Fotos aufnehmen und sofort verschicken, die Firma Apple hatte noch nicht den iPod erfunden; die Jugendlichen benutzten seinerzeit den „Walkman“, während heute nicht einmal mehr der Begriff geläufig ist. Vor zehn Jahren konnte man auch nicht, wie heute, global fernsehen, und dies vom  eigenen Handy aus. …
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Den ganzen Vortrag hören!
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Wer kann da noch nein sagen?

Am Montag hat in Wien der Versand von Stimmzetteln für die Volksbefragung begonnen. Die Original- Fragen  sind in ihrer Absurdität hinsichtlich der Objektivität die beste Satire:
Frage Nummer 2 im Original-Wortlaut:

Internationale Studien zeigen, dass die Ganztagsschule der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt sowie das Bildungsniveau der Bevölkerung deutlich hebt. Sind Sie für ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen in Wien?

Das beste an dieser Volksbefragung:
Die Durchführung der Volksbefragung kostet 3,1 Millionen Euro.
Die Werbung dafür lässt sich die Stadt noch einmal 3,7 Millionen kosten!!!

Sybille Hamann hat diese Fragen in ihrer Formulierung ironisierend ad absurdrum geführt:
Die Wiener SPÖ stellt ihren Bürgern demnächst ein paar Fragen. Aber warum ist die Partei dabei so plötzlich so zaghaft, so zurückhaltend? Ihre Volksbefragungsidee ist inhaltlich ausbaufähig, der Stil ebenso. Anbei ein paar Ideen für einen ausführlicheren Fragenkatalog. …

2)Internationale Studien zeigen, dass saubere Straßen einen entscheidenden Faktor für das alltägliche Wohlbefinden darstellen und außerdem das Gesundheitsniveau und das Sicherheitsgefühl der Gesamtbevölkerung deutlich heben. Sind Sie für saubere Straßen? o ja o nein

Gesunde Ernährung spielt keine Rolle

Presseinformation Nestlé Deutschland AG, 17.01.2010

Schlechte Noten für Deutschlands Schulmensen: Obwohl ihre Anzahl zuletzt rasant auf über 12.000 angestiegen ist, lässt deren Qualität vor allem aus Schülerperspektive nur zu oft zu wünschen übrig. Zu laut, zu unausgewogen, zu wenig in den Schulalltag integriert – so lautet die Schüler-Kritik, die die neue Nestlé-Studie 2010 „So is(s)t Schule” offen legt. …
Insgesamt bewerten die Schüler die Qualität ihrer Mensa mit der Schulnote 2,9 („befriedigend”) schlechter als noch vor fünf Jahren. 2005 ermittelte iconkids & youth eine im Vergleich noch gute Bewertung von 2,3. Von den Oberstufenschülern wird das Angebot der Mensa besonders kritisch bewertet. Schulnote hier: 3,3. Entsprechend fühlt sich jeder vierte Schüler (25 Prozent) nach dem Essen in der Mensa müde und träge, weitere 32 Prozent geben an, voll, schwer und lustlos in den Nachmittagsunterricht zu starten. Nur knapp jeder zweite Schüler (48 Prozent) startet nach eigenen Angaben fit in die zweite Tageshälfte. …
„Die Chancen, die in der Schulverpflegung liegen, werden bisher von zu wenigen Schulen genutzt. Zu viele Schulen reduzieren ihre Aufgabe darauf, die Schüler satt zu machen. …
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Studienzusammenfassung: „So is(s)t Schule – Chancen für das lernende Esszimmer”, Nestlé Studie 2010

siehe auch: Mittagessen – Verpflegung an Ganztagsschulen

Professionelle Kooperation unterschiedlicher Berufskulturen an Ganztagsschulen

www.bildung-plus.de, 10.01.2010

Kooperation mit anderen Partnern und Professionen macht für Ganztagsschulen Sinn, weil sie dadurch neue Angebote, Unterstützungsressourcen und schnellere Hilfen erhalten, eine größere Nähe zur Lebenswelt der Schüler entwickeln, ihre Attraktivität bei den Schülern erhöhen und die Sozialkompetenzen der Schüler fördern. Ganztagsschulen in Deutschland sind auf eine Kooperation zudem dringend angewiesen, wenn sie den vielfach geforderten „erweiterten Bildungs- und Erziehungsauftrag“ und die Verknüpfung der ganztägigen Angebote mit dem Unterricht erreichen wollen (KMK-Definition von Ganztagsschulen). Wie kann die Kooperation mit außerschulischen Partnern unterschiedlicher Berufskulturen an Ganztagsschulen auf den Weg gebracht werden und gelingen?

Hierzu im Folgenden „Neun Goldene Regeln“ zur Kooperation an Ganztagsschulen:

  1. Proaktive, sozialräumliche Kooperationsstrategien
  2. Verankerung der Kooperation in Konzepten und Programmen
  3. Einführung und Information der Kooperationspartner
  4. Ziele, Ergebniserwartungen und Grenzen der Kooperation klären und aushandeln!
  5. Rahmenbedingungen, Verantwortlichkeiten und Rechte und Pflichten in der Kooperation festgelegen!
  6. Strukturelle Absicherung der Kooperation durch Gremium, Ansprechpartner und Vereinbarung
  7. Unterstützung und Steuerung der Kooperation von oben!
  8. Aktive Pflege der Kooperationspartner und Anerkennung der Kooperationserfolge

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siehe auch:
‘Kooperation und ausserschulische Partner’

Interview mit Lukas Nübling vom Kulturbüro Rheinland-Pfalz

Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz, 07.01.2010

Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz organisiert die Vermittlung und Betreuung junger Menschen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Ganztagsschulen im nördlichen Rheinland-Pfalz leisten. Lukas Nübling erläutert im Interview mit der Online-Redaktion, welche Hürden es bei diesem Engagement zu überwinden galt, welche Motivationen die Freiwilligen antreiben und wieso diese Arbeit eine ideale Vorbereitung auf den Lehrerberuf sein kann. …

Online-Redaktion: Wie sehen die Arbeiten aus, die die Freiwilligen in den Schulen übernehmen?
Nübling:
Am Vormittag helfen sie überwiegend in den Klassen mit, betreuen einzelne Schüler oder Kleingruppen. Manche arbeiten auch im Sekretariat. Am Nachmittag helfen sie bei der Mittagessensausgabe, in der Hausaufgabenbetreuung und in den Arbeitsgemeinschaften. Viele FSJ-ler können hier ihre Fähigkeiten und Vorlieben als AG-Leiter einsetzen. Auch die Aufsicht in den Pausen, bei den Bussen und beim Sport und Schwimmen kommen dazu.
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Neue Kooperationen zwischen Schulen und freien Anbietern

taz.de 14.12.2009

Die Schulreform erfordert neue Kooperationen zwischen Schulen und freien Anbietern. Das ist eine Chance, die aber auch ihre Schattenseiten hat, sagt Tobias Döppe von der BUND-Jugend.

taz: Herr Döppe, die Zahl der Ganztagsschulen wächst und wird weiter wachsen. Welche Auswirkungen hat das auf Jugendverbände wie Ihren?
Tobias Döppe:
Wir spüren die Auswirkungen in zweierlei Hinsicht. Zum einen merken wir, dass freizeitbezogene Angebote für Kinder und Jugendliche unter der Woche schlechter besucht werden. Angebote an Wochenenden oder in den Ferien laufen dagegen gut. Auch unsere eigenen Aktiven haben weniger Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten. Viele sind ja Schüler oder Studierende in Bachelorstudiengängen. Auf der anderen Seite geben uns nun manche Schulen die Möglichkeit, im Rahmen des Ganztagsbetriebs selbst Angebote zu machen. Das sind aber erst wenige.
Haben Sie als Jugendverband überhaupt Interesse an Kooperationen mit Schulen?

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wiener zeitung.at 04.12.2009

Wien.Mehr Ganztagsschulen, die Einführung einer gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen und die tertiäre Ausbildung von Kindergärtnern. Das empfiehlt die OECD in ihrem aktuellen Österreich-Bericht zur “Bildung von Migranten”. Im Vergleich zu ihren österreichischen Mitschülern verzeichnen Migranten auf allen Ebenen schwächere Bildungserfolge. Bundesweit haben 16 Prozent aller Schüler eine andere Muttersprache als Deutsch (Grafik). In Wien hatten im Juni gar 49 Prozent aller Volksschulkinder nicht Deutsch als Muttersprache.
Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brand-steidl fordert nun, dass die Ganztagsschule Standard werden soll. Zudem soll die gemeinsame Schule der 6- bis 15-Jährigen “Fixmodell” werden: “Wir brauchen keine Neue Mittelschule à la Bundesländer, wo ja nur ein neues Türschild auf die Hauptschulen geklebt wird.”
Druck auf die ÖVP in Richtung Umsetzung der Neuen Mittelschule (NMS) macht indes die SPÖ: Bildungssprecher Elmar Mayer kündigte einen Initiativantrag zur Erhöhung der Zehn-Prozent-Klausel für NMS-Schulversuche an.

Käßmann: Mittagessen für jedes Kind ist staatliche Verpflichtung

domradio.de 22.12.2009

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Käßmann, hat für alle Kinder einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Ganztagsschule mit kostenlosem Mittagessen gefordert. Das sei eine staatliche Verpflichtung. Sie fände es unerträglich, dass nur diejenigen in Schulkantinen Essen bekommen, die auch dafür bezahlen könnten, während die anderen zusehen müssten.„ In Deutschland lebe bereits jedes sechste Kind unter der Armutsgrenze. Das seien allein in Niedersachsen rund 200.000 Kinder. Auch Eltern müssten ihrer Erziehungspflicht nachkommen, allerdings bräuchten manche eine gezielte Unterstützung von außen. Die Frage sei, nun wie überforderte Familien so unkompliziert wie möglich erreicht werden könnten.

Der Einsatz von E-Learning in der schulischen Praxis

Zeitschrift für E-Learning-lernkultur und bildungstechnologie, 3/2009 – 4. Jahrgang

Zwar hat sich E-Learning an vielen Schulen schon etabliert, aber immer noch wird es nicht als Selbstverständlichkeit zur Erweiterung schulischen Lernens angesehen. Dieses Heft zeigt unterschiedliche Ansätze und Forschungsergebnisse sowie praktische Erfahrungen damit auf. Die hier vorgestellten Beiträge operieren auf unterschiedlichen Ebenen. In einer internationalen Vergleichsstudie wird aufgezeigt, wo entscheidende Innovationsfaktoren für den Einsatz von E-Learning in Schulen auszumachen sind. Dabei wird deutlich, dass u.a. Schulentwicklung und LehrerInnenbildung bisher zu wenig für den Einzug von E-Learning in Schulen genutzt worden sind. Ergänzt wird diese Sicht durch eine empirische Studie, die die Nutzung von E-Learning in Schweizer Schulen untersucht. Auch hier zeigt sich, dass das innovative Potenzial etwa von Web 2.0-Anwendungen kaum zum Tragen kommt. Ein konkreter, didaktisch begründeter Einsatz von Learning Management Systemen im Unterricht wird in zwei Beiträgen aufgezeigt, zum einen im Englischunterricht, um interkulturelle Kommunikation und Kooperation zu etablieren, und zum anderen im Geschichtsunterricht, um SchülerInnen eine selbstbestimmte Auseinandersetzung mit historischen Phänomenen zu ermöglichen. …

Stefan Aufenanger - Editorial

Andreas Breiter & Stefan Welling - E-Learning im Schulsystem als Integrationsprozess – Eine vergleichende Länderanalyse

Dominik Petko & Thomas Moser - Bedingungen der Nutzung von Lernplattformen in Schulen. Empirische Befunde zu einem nationalen Modellprojekt aus der Schweiz

Claudia Warth - Interkulturelles Englischlernen mit Moodle – E-Learning-Aktivitäten in einer deutsch-amerikanischen Web-Kollaboration

Alexander König - Moodle im Geschichtsunterricht: Implementierung und Einsatz von Lernmanagementsystemen in schulischen Kontexten

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siehe auch: Ganztagsschulen und die Neuen Medien
Medienpädagogik in Ganztagsschulen

Minister-Gipfel

Milliardenspiel um die Bildung

frankfurter Rundschau, FR-online.de, 15.12.2009

Mittlerweile steht der heutige Bildungsgipfel nur noch unter einer Frage: Wie viel Geld ist dem Bund die Bildung wert? Wie viel wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Ministerpräsidenten anbieten, damit diese im Steuerstreit einlenken?…
Schulen und Lehrer: Auch hier soll eine Imagekampagne um die besten Köpfe für den Pädagogenberuf werben. Die Bildungsgewerkschaften warnen seit Jahren vor einem Lehrernotstand. Thema auf dem Bildungsgipfel sollen auch Änderungen in der Lehrerausbildung sein. Der Bund schlägt vor, in den Ländern jeweils an einer Hochschule “Kompetenzzentren für die Lehrerbildung” zu schaffen. Unklar bleibt, was diese Zentren leisten sollen und wer die Finanzierung stemmt. Bei den Ganztagsschulen greift der Bildungsgipfel 2009 ein Ziel auf, mit dem sich bereits der Bildungsgipfel 2008 gebrüstet hat: Qualitätssteigerung an den bundesweit rund 11 000 Ganztagsschulen. …

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siehe auch:
Qualitäts-Offensive für Ganztagsschulen

Die Freie Integrative Ganztagsschule erhielt den Thüringer Familienpreis

JenaPolis, 11.12.2009

Familienfreundlich war die Freie Ganztagsgrundschule STEINMALEINS in Alt-Lobeda sowieso schon immer. Doch jetzt darf sie sich auch ganz offiziell familienfreundlich nennen. Vergangene Woche wurde die Schule in Erfurt von der Stiftung FamilienSinn mit dem Thüringer Familienpreis ausgezeichnet. …

Sechster bundesweiter Ganztagsschulkongress in Berlin eröffnet

life PR, 11.12.2009

Die Bilanz kann sich sehen lassen: 7200 Schulen haben in den vergangenen fünf Jahren Geld aus dem Ganztagsschulprogramm bekommen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Aus- und Aufbau von Ganztagsschulen mit insgesamt vier Milliarden Euro unterstützt. Die Länder haben die Projekte mit mindestens zehn Prozent der Bundesmittel kofinanziert. Damit hat jede fünfte allgemein bildende Schule in Deutschland von dem Programm profitiert. Für die Zukunft wird es jetzt vor allem darum gehen, die Qualität der Bildungsarbeit in den Ganztagsschulen weiter zu verbessern. Genau dies ist eines der zentralen Themen beim sechsten bundesweiten Ganztagsschulkongress, der mit mehr als 1.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Freitag in Berlin eröffnet wurde.  …
“Neben dem Ausbau weiterer Ganztagsschulen wird es die zentrale Aufgabe der nächsten Jahre sein, lokale und regionale Netzwerke aufzubauen, zu festigen und in ihren qualitativen und quantitativen Angeboten zu fördern. Die Ganztagsschule ist ein wesentlicher Schritt zur besseren, zur kontinuierlichen Entwicklung aller Kompetenzen aller Kinder und Jugendlichen. Damit sehe ich in der Ganztagsschule die Chance, umfassende Bildung lebendig werden zu lassen, als einen Ort der ganzheitlichen individuellen Förderung, der Förderung aller Begabungen, erklärte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Henry Tesch. …

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Reformbedarf in der Lehrerbildung

Frankfurter Rundschau, 08.12.2009

Dass es gute Lehrer braucht, damit Schüler gut lernen, ist unstrittig. Wie aber müssen Lehrer ausgebildet werden, damit sie gut unterrichten können? Joybrato Mukherjee, Vize-Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, sieht in einer Umstellung von Staatsexamen auf ein sechssemestriges Bachelor- und ein anschließendes, vier Semester umfassendes Master-Studium die Chance zur Verbesserung. “Damit können alle Lehrer, ob für Grundschule oder Gymnasium, gleichwertig ausgebildet werden”, sagte Mukherjee am Montag im Bildungsforum “Selbständige Schule” … Frank Sauerland, Leiter des Amts für Lehrerbildung, bemängelte, dass die an den Unis in Frankfurt und Darmstadt vorgesehene Struktur von Bachelor und Master einen “Abschied aus der Lehrerausbildung” darstelle. Dort solle zunächst das Fachwissen und erst im Masterstudium die Pädagogik und Didaktik gelehrt werden. …
Mathias Wagner (Grüne) sagte, am wichtigsten sei es, Lehrer auf die neuen Anforderungen vorzubereiten, die Ganztagsschule und heterogene Lerngruppen stellten, und ihnen frühe Praxiserfahrungen zu ermöglichen. In welcher Struktur dies geschehe, sei zweitrangig.  …

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„Früher!“ antwortete Paolo, „aber jetzt ist alles anders. Wir dürfen unsere Zeit nicht mehr nutzlos vertun.“  „Das haben wird doch nie getan“, meinte Momo. „Ja, es war schön“, sagte Maria, „aber darauf kommt es nicht an.“ Die drei Kinder gingen eilig weiter. Momo lief neben ihnen her. “Wo geht ihr denn jetzt hin?“ wollte sie wissen. “In die Spielstunde“, antwortete Franco. „Da lernen wir spielen.“ (…)  „Und macht das Spaß?“ fragte Momo etwas zweifelnd. “Darauf kommt es nicht an“, meinte Maria ängstlich, „so darf man nicht reden.“ “Aber worauf kommt es denn an?“ wollte Momo wissen. “Darauf“, antwortete Paolo, „dass es nützlich für die Zukunft ist.“ Inzwischen waren sie vor dem Tor eines großen, grauen Hauses angekommen. Kinder-Depot stand über der Tür.

(Michael Ende: Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte. Ein Märchen-Roman. Stuttgart und Wien 2005, S. 215 f.) gefunden bei: sarra’s blog

Wiener Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl: “Keine Neue Mittelschule a la Bundesländer” – Reformpädagogische Einrichtungen for Migranten zielführend

derstandard.at, 04.12.2009

Die Ganztagsschule soll zur Standardschule in Österreich werden, fordert die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) anlässlich der Veröffentlichung des OECD-Länderberichts für Österreich zu “Migration und Schule”. Auch die Selektion der Kinder in Hauptschule und AHS-Unterstufe soll der Vergangenheit angehören – die gemeinsame Schule der Sechs- bis 15-Jährigen müsse zum “Fixmodell” werden. “Wir brauchen keine Neue Mittelschule a la Bundesländer, wo ja nur ein neues Türschild auf die Hauptschulen geklebt wird”, so Brandsteidl.

In Österreich sollten “nur mehr Ganztagsschulen ins Land gesetzt werden”, meinte Brandsteidl. Derzeit “passiert am Nachmittag zu wenig in der Schule”. Die Netto-Unterrichtszeit in Österreich sei auch wesentlich geringer als im OECD-Schnitt. …

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siehe auch:
internationaler Vergleich von Ganztagsschulkonzepten

Zur Rolle Digitaler Medien in der Schulentwicklungsplanung und zur Verbesserung der Schulqualität

Runder Tisch Digitale Kultur und Schule, 27.11.2009

Die Empfehlungen des Runden Tischs „Digitale Kultur und Schule“ sollen dazu dienen, die Schulentwicklungsplanung im Lande Bremen zu unterstützen und die Schulqualität so zu fördern, dass junge Menschen besser auf eine aktiv-partizipierende und mitgestaltende Rolle in der Wissensgesellschaft vorbereitet werden.  … Digitale Medien mit dem Computer als technischem Kern haben Lebens- und Arbeitswelt grundlegend verändert. Der Umgang mit Computermedien ist so reichhaltig und gleichzeitig so einfach und konkret geworden, dass die Nutzung häufig ganz intuitiv möglich ist. Umso wichtiger aber ist es, dass Menschen den Daten, die aus dem Computer kommen, Sinn geben, sie in Zusammenhänge einordnen und verstehen, was passiert, wenn Wissen zu Daten wird und wie aus Daten Wissen werden kann. Hier liegt die Kernaufgabe von Medienbildung: in der Übernahme von Verantwortung und der Einbettung dessen, was Computer als Daten produzieren, in menschliche Sinnzusammenhänge. Das muss erlernt werden. …

Öffnung von Schule und Einbeziehung außerschulischer Kooperationspartner
• Digitale Medien sichern und erweitern den Kommunikationsfluss zwischen Elternhaus, Schule, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern.
• Kooperation mit und Einbeziehung des Elternhauses, Qualifizierung von Eltern, gehören zu einem Medienkonzept.
• Schulische Medienbildung muss eng verzahnt sein mit außerunterrichtlichen Angeboten im schulischen Freizeitbereich und freiwilligen Arbeitsgemeinschaften (insbesondere in Ganztagsschulen). Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Akteuren in der medienpädagogischen Jugendarbeit ist sehr zu empfehlen. …

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siehe auch:
Medienpädagogik in Ganztagsschulen

Kölnische Rundschau, 26.11.2009

Rund 120 Mitarbeiter und Schulleiter der Offenen Ganztagsschulen (OGS) verfolgten am Dienstag die Diskussion im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit über einen Sonderbeitrag der Stadt für die OGS. 100 000 Euro sollte die Stadt aufbringen, so der SPD-Antrag, um eine Verbesserung der Gehaltsstruktur der Mitarbeiter zu bewirken. Die Mitarbeiter sind Angestellte des Trägervereins „Ganztag in Pulheim“ (GiP), der eigens für die OGS gegründet worden war. Mit 18 zu 15 Stimmen lehnte der Ausschuss diese Empfehlung an den Rat allerdings ab. Beinahe wäre die von SPD und Grünen gewünschte finanzielle Aufstockung der Gelder für die Offene Ganztagsgrundschule gelungen. Dierk Timm (SPD) beantragte nach der emotionsgeladenen Diskussion eine geheime Abstimmung. Seine Spekulation war richtig: Zwei Vertreter aus dem Lager von CDU und FDP hatten offenbar den Beschlussvorschlag der SPD gutgeheißen, 1730 Euro pro Schuljahr für jedes an den „außerunterrichtlichen Angeboten“ der OGS teilnehmenden Kind zu gewähren. …
Die Kritiker aus den Reihen der CDU und FDP monierten die Forderung am Rand der Sitzung mit deutlichen Worten. „Es geht gar nicht um die Bildung der Kinder, sondern ums eigene Portemonnaie“, so wurde gesagt. …

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siehe auch: Pädagogische MitarbeiterInnen an Ganztagsschulen fordern gleiche Bezahlung!

bildungsklick.de, 24.11.2009

Grundschulverband will bezahlte Kooperationszeit für pädagogische MitarbeiterInnen

Bei einer Personalversammlung der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde sehr lebhaft über die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen an den verlässlichen Grundschulen und Ganztagsschulen bei gleicher Arbeit diskutiert. Die Arbeitsbedingungen sind oft prekär: Viele Beschäftigte haben nur einen Teilzeitvertrag von deutlich weniger als einer halben Stelle, der zu dem oft befristet ist und nicht selten keinen Kranken- und Rentenversicherungsschutz einschließt. Außerdem gibt es für die Betreuungskräfte und Erzieherinnen zwar die in den Schulgesetzen vorgeschriebene Pflicht zur regelmäßigen Kooperation insbesondere mit den Lehrkräften – allerdings wird den meisten dafür keine bezahlte Kooperationszeit zur Verfügung gestellt. Dazu sagte der Schulleiter der Ganztagsschule Andernacher Straße, Uwe Hehr: “Die gemeinsame Kooperation von Lehrkräften und Pädagogischen MitarbeiterInnen ist notwendig für die Qualität der Schulen – aber die Schulleitungen erhalten dafür bisher kein Geld”. Auch der Bremer Grundschulverband weist in einer Erklärung zu Kooperation und Teamarbeit auf die besondere Bedeutung gemeinsamer pädagogischer Absprachen: “Konkret bedeutet dies, dass den sozialpädagogischen Fachkräften im Rahmen ihrer Arbeitszeit neben der Zeit für Kinder ausreichend Zeit für Teamarbeit (das heißt gemeinsame Planung und Auswertung),… zur Verfügung gestellt werden muss”. In Kindergärten, Horten, Freizeiteinrichtungen u.ä. wird – in der Regel eine ausdrückliche “Kooperationszeit” für die Beschäftigten bezahlt – nicht so in Schulen. Die Personalversammlung der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fordert die Bildungssenatorin daher auf, dem Beschluß der rot-grünen Koalition mit einen Vergabegesetz im öffentlichen Dienst verbesserte und gleiche Arbeitsbedingungen und Bezahlung durchzusetzen, Taten folgen zu lassen und bis zum 01.02.2010 mindestens 1,5 Stunden/Woche bezahlte Kooperationszeit für die sozialpädagogischen Fachkräfte einzuführen. …

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Volksstimme.de, 24.11.2009

Kultusminister hebt Magdeburger Sekundarschule als Vorbild für Elternarbeit hervor

Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) hat gestern die Eltern in Sachsen-Anhalt zu einer aktiven Mitarbeit in Schulen ermuntert. ” Eine gute Schule kann ohne die Eltern nicht funktionieren “, sagte er bei einem Besuch der Thomas-Müntzer-Sekundarschule in Magdeburg. Viele Angebote von Schulen würden erst aus Partnerschaften erwachsen. Schulleiterin Monika Gajda bestätigte, dass Eltern der wichtigste Partner der Ganztagsschule seien. … An der Magdeburger Schule bringen sich Eltern auch in vielfältiger Weise in Angebote außerhalb des Unterrichts ein. So helfen sie Schülern bei den Hausaufgaben, tragen zur Verkehrserziehung bei und wirken bei Projekten mit. An der Schule gebe es ” schöne Bedingungen ” und ” aufgeschlossene Lehrer “, lobte Gabriele John vom Förderverein. Allerdings sei es auch ” schwierig, Eltern dafür zu interessieren, was hier läuft “….
Schulleiterin Gajda hält die Schule nicht nur für einen Lern-, sondern auch für einen Lebensort. Als Ganztagsschule sei der Alltag ” aufgelockert “, Schüler könnten ihn mitgestalten. Gabriele John vom Förderverein sieht in der Schulform den Vorteil, dass Schüler eigenverantwortlich arbeiten : ” Sie lernen das Lernen. ” Auch Olbertz ist von dem Modell der Ganztagsschule überzeugt. ” Sie ist der Prototyp für das Gelingen der Zusammenarbeit von Schule und Eltern “, sagte er. Die Zahl der Ganztagsschulen im Land solle daher ausgebaut werden. …

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donaukurier.de, 23.11.2009

Es wäre fatal, wenn die offene Jugendarbeit mit ihren freien Trägern ins Abseits geraten und hin zu den Schulen gehen würde. In freier Trägerschaft kann nämlich die eigentliche Kinder- und Jugendarbeit geleistet werden, die an Schulen in diesem Ausmaß gar nicht möglich ist. Freie Träger können ein vielfältiges Angebot bieten, wozu eine bürokratisch-staatliche Einrichtung nicht imstande sein kann. Ganz abgesehen davon, dass Schule ein sensibler Ort ist, an dem Kinder und Jugendliche zwangsläufig auch Frust aufladen (etwa wegen schlechter Noten oder Prüfungen). Psychologen betonen schon lange, dass der Ort, an dem gelernt wird, nicht zugleich auch Ort der Freizeitgestaltung sein soll.

Was aber das Entscheidende ist: Es liegt im Charakter einer bürokratisch organisierten Ganztagsschule, dass der Kinderalltag mit planvollen, angeleiteten Aktivitäten gefüllt wird. Ein Kind, ein Jugendlicher in der Ganztagsschule ist den ganzen Tag unter fachlicher Aufsicht; alles, selbst die Freizeitgestaltung, ist durchorganisiert, es bleibt kaum Raum für echte Spontaneität. Planvolle, angeleitete Aktivitäten dürfen aber nicht mit dem Kindern und Jugendlichen so wichtigen Spiel verwechselt werden.

Es liegt in der Natur des Spielens und der Freizeitgestaltung, dass Kinder spontan etwas “aus sich heraus” entwickeln können. Wenn der Tagesablauf eines Kindes strukturiert ist, bleibt keine dem Spiel eigentümliche Spontanität. Psychologie und Hirnforschung wissen aber heute, dass gerade ausgelassenes, nicht geplantes Spielen ohne Vorgaben die Sprachentwicklung, soziale Kompetenz, Kreativität und das Problemlösungsvermögen fördern – und nicht geplante, angeleitete Aktivitäten. Es scheint vielen Planern (und aus Sorge, dass der Nachwuchs die richtige Schule schafft, auch vielen Eltern) nicht klar zu sein, worin sich aber Hirnforscher und Psychologen einig sind, wie sehr es dem Kind schadet, wenn es zu wenig Zeit zum freien Spielen und Herumtollen hat. So geht der Versuch, Jugendarbeit durch vermehrten Zugriff der Stadt bzw. des Staates zu betreiben, auf Kosten der Kinder und Jugendlichen. …

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Werkstatt zur Offenen Ganztagsschule – Verantwortliche erarbeiten Raumkonzepte

Braunschweiger Zeitung – newsclick.de, 19.11.2009

Wie ihre Traumschule aussehen soll, das wissen die Hellwinkelschüler ganz genau: Sie wünschen sich Wasserlandschaften und eine Glitzerwelt.
Parallel zu den Kindern ließen sich gestern rund 100 erwachsene Teilnehmer der 1. Werkstatt Offene Ganztagsschule im Freizeit- und Bildungszentrum Westhagen durch Vorträge externer Experten inspirieren und entwarfen in Workshops ihre Vorstellungen zu Raumkonzepten und Raumgestaltung. Mit allen beteiligten Schulen, Planern und Kindern entwickelt die Stadt Qualitätsstandards und -kriterien. “Wolfsburg ist da Vorreiter”, sagt Sprecherin Stefanie Schwabe. “Das Beginnen war uns wichtiger, als dass auf Anhieb alle räumlichen Bedingungen passen”, räumt Erster Stadtrat Klaus Mohrs ein. Nach und nach setzt die Verwaltung dort an.
Laut Christian Brinsa, Abteilungsleiter Hochbau im Grundstücks- und Gebäudemanagement, ist in diesem Jahr etwa 1 Million Euro in die Ganztags-Grundschulen investiert worden, allein 600 000 Euro in die Umgestaltung eines Traktes an der Laagbergschule. Im kommenden Jahr sei eine ähnliche Summe vorgesehen, so Brinsa, der die Perspektive der Kinder bei der Planung stärker berücksichtigen will. Die genauen Projekte seien noch offen.  … Wünsche hat sie trotzdem noch: “Wir benötigen Räume zur Entspannung am Nachmittag, und das Außengelände sollte neu gestaltet werden.” Wie Mohrs meint, sollten Schulen Lern- und Lebensort sein. Nach Startschwierigkeiten der letzten acht Schulen (wir berichteten) helfe die Werkstatt, dass “alle Verantwortlichen im Gespräch sind”.

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Ganztagsschule in Berlin gibt auf und kehrt zum Halbtagsbetrieb zurück

Berliner Morgenpost, 19.11.2009

Das Ganztagsmodell gilt als die Geheimwaffe gegen den Pisa-Schock. Nach den Grundschulen sollen auch die Sekundarschulen auf den Betreib mit Unterricht und Freizeitangeboten bis 16 Uhr umgestellt werden. Doch nun dreht die erste Ganztagsschule die Schlusszeit wieder zurück – weil sie keine zuätzlichen Lehrer bekommt. Mit der Kronach-Grundschule in Lichterfelde gibt die erste gebundene Ganztagsschule in Berlin auf und kehrt zum Halbtagsbetrieb zurück. “Auch wir halten die Ganztagsschule für die Schule der Zukunft, aber unter den derzeitigen Bedingungen ist die gewünschte Qualität nicht zu erreichen”, sagt Rainer Belusa, Schulleiter der Kronach-Grundschule. …
Die Schulkonferenz der Kronach-Grundschule, in der Lehrer und Eltern vertreten sind, hat nun die Abkehr vom verpflichtenden Ganztagsbetrieb beschlossen. Vom kommenden Schuljahr an geht der Unterricht für die Erstklässler nur noch bis 13.30 Uhr. Wird dennoch Nachmittagsbetreuung gewünscht, müssen die Eltern bezahlen. “Die Hausaufgabenbetreuung können die Eltern zu Hause besser leisten als eine Erzieherin mit 24 Kindern”, sagt Schulleiter Belusa. In Lichterfelde erwarteten die Eltern mehr als nur eine Betreuung. Bereits jetzt haben die Eltern auf eigene Kosten Zusatzangebote an der Schule organisiert, von Ballett bis Backen. Für jeden Schüler werden dafür 40 Euro pro Halbjahr fällig. Doch das entspreche kaum der ehrgeizigen Idee der Ganztagsschule, so Belusa. Lediglich an Brennpunktschulen funktioniere das Prinzip gut, da dort eine Zusatzausstattung für Kinder nicht deutscher Herkunft gewährt werde. Zudem sei in Neukölln oder Kreuzberg schon die bloße Betreuung in der Schule ein wichtiger Beitrag zur Sprachförderung.

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