26 Januar 2010 von LebensLerner
Wer kann da noch nein sagen?

Am Montag hat in Wien der Versand von Stimmzetteln für die Volksbefragung begonnen. Die Original- Fragen sind in ihrer Absurdität hinsichtlich der Objektivität die beste Satire:
Frage Nummer 2 im Original-Wortlaut:
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6 Dezember 2009 von LebensLerner
„Früher!“ antwortete Paolo, „aber jetzt ist alles anders. Wir dürfen unsere Zeit nicht mehr nutzlos vertun.“ „Das haben wird doch nie getan“, meinte Momo. „Ja, es war schön“, sagte Maria, „aber darauf kommt es nicht an.“ Die drei Kinder gingen eilig weiter. Momo lief neben ihnen her. “Wo geht ihr denn jetzt hin?“ wollte sie wissen. “In die Spielstunde“, antwortete Franco. „Da lernen wir spielen.“ (…) „Und macht das Spaß?“ fragte Momo etwas zweifelnd. “Darauf kommt es nicht an“, meinte Maria ängstlich, „so darf man nicht reden.“ “Aber worauf kommt es denn an?“ wollte Momo wissen. “Darauf“, antwortete Paolo, „dass es nützlich für die Zukunft ist.“ Inzwischen waren sie vor dem Tor eines großen, grauen Hauses angekommen. Kinder-Depot stand über der Tür.
(Michael Ende: Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte. Ein Märchen-Roman. Stuttgart und Wien 2005, S. 215 f.) gefunden bei: sarra’s blog
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2 Dezember 2009 von LebensLerner
Zur Rolle Digitaler Medien in der Schulentwicklungsplanung und zur Verbesserung der Schulqualität
Runder Tisch Digitale Kultur und Schule, 27.11.2009
Die Empfehlungen des Runden Tischs „Digitale Kultur und Schule“ sollen dazu dienen, die Schulentwicklungsplanung im Lande Bremen zu unterstützen und die Schulqualität so zu fördern, dass junge Menschen besser auf eine aktiv-partizipierende und mitgestaltende Rolle in der Wissensgesellschaft vorbereitet werden. … Digitale Medien mit dem Computer als technischem Kern haben Lebens- und Arbeitswelt grundlegend verändert. Der Umgang mit Computermedien ist so reichhaltig und gleichzeitig so einfach und konkret geworden, dass die Nutzung häufig ganz intuitiv möglich ist. Umso wichtiger aber ist es, dass Menschen den Daten, die aus dem Computer kommen, Sinn geben, sie in Zusammenhänge einordnen und verstehen, was passiert, wenn Wissen zu Daten wird und wie aus Daten Wissen werden kann. Hier liegt die Kernaufgabe von Medienbildung: in der Übernahme von Verantwortung und der Einbettung dessen, was Computer als Daten produzieren, in menschliche Sinnzusammenhänge. Das muss erlernt werden. …
Öffnung von Schule und Einbeziehung außerschulischer Kooperationspartner
• Digitale Medien sichern und erweitern den Kommunikationsfluss zwischen Elternhaus, Schule, Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern.
• Kooperation mit und Einbeziehung des Elternhauses, Qualifizierung von Eltern, gehören zu einem Medienkonzept.
• Schulische Medienbildung muss eng verzahnt sein mit außerunterrichtlichen Angeboten im schulischen Freizeitbereich und freiwilligen Arbeitsgemeinschaften (insbesondere in Ganztagsschulen). Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Akteuren in der medienpädagogischen Jugendarbeit ist sehr zu empfehlen. …
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siehe auch: Medienpädagogik in Ganztagsschulen
Veröffentlicht in Ganztagsschulen und die Neuen Medien, Gestaltung des Unterrichts | Verschlagwortet mit außerschulische Akteure in der medienpädagogischen Jugendarbeit, Digitaler Medien in der Schulentwicklungsplanung, Ganztagsschulen und die Neuen Medien, Medienpädagogik in Ganztagsschulen | Kommentar schreiben »
26 November 2009 von LebensLerner

Kölnische Rundschau, 26.11.2009
Rund 120 Mitarbeiter und Schulleiter der Offenen Ganztagsschulen (OGS) verfolgten am Dienstag die Diskussion im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit über einen Sonderbeitrag der Stadt für die OGS. 100 000 Euro sollte die Stadt aufbringen, so der SPD-Antrag, um eine Verbesserung der Gehaltsstruktur der Mitarbeiter zu bewirken. Die Mitarbeiter sind Angestellte des Trägervereins „Ganztag in Pulheim“ (GiP), der eigens für die OGS gegründet worden war. Mit 18 zu 15 Stimmen lehnte der Ausschuss diese Empfehlung an den Rat allerdings ab. Beinahe wäre die von SPD und Grünen gewünschte finanzielle Aufstockung der Gelder für die Offene Ganztagsgrundschule gelungen. Dierk Timm (SPD) beantragte nach der emotionsgeladenen Diskussion eine geheime Abstimmung. Seine Spekulation war richtig: Zwei Vertreter aus dem Lager von CDU und FDP hatten offenbar den Beschlussvorschlag der SPD gutgeheißen, 1730 Euro pro Schuljahr für jedes an den „außerunterrichtlichen Angeboten“ der OGS teilnehmenden Kind zu gewähren. …
Die Kritiker aus den Reihen der CDU und FDP monierten die Forderung am Rand der Sitzung mit deutlichen Worten. „Es geht gar nicht um die Bildung der Kinder, sondern ums eigene Portemonnaie“, so wurde gesagt. …
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siehe auch: Pädagogische MitarbeiterInnen an Ganztagsschulen fordern gleiche Bezahlung!
Veröffentlicht in Finanzierung von Ganztagsschulen | Verschlagwortet mit Kein Geld für die das Personal an Ganztagsschulen | 1 Kommentar »
25 November 2009 von LebensLerner

bildungsklick.de, 24.11.2009
Grundschulverband will bezahlte Kooperationszeit für pädagogische MitarbeiterInnen
Bei einer Personalversammlung der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde sehr lebhaft über die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen an den verlässlichen Grundschulen und Ganztagsschulen bei gleicher Arbeit diskutiert. Die Arbeitsbedingungen sind oft prekär: Viele Beschäftigte haben nur einen Teilzeitvertrag von deutlich weniger als einer halben Stelle, der zu dem oft befristet ist und nicht selten keinen Kranken- und Rentenversicherungsschutz einschließt. Außerdem gibt es für die Betreuungskräfte und Erzieherinnen zwar die in den Schulgesetzen vorgeschriebene Pflicht zur regelmäßigen Kooperation insbesondere mit den Lehrkräften – allerdings wird den meisten dafür keine bezahlte Kooperationszeit zur Verfügung gestellt. Dazu sagte der Schulleiter der Ganztagsschule Andernacher Straße, Uwe Hehr: “Die gemeinsame Kooperation von Lehrkräften und Pädagogischen MitarbeiterInnen ist notwendig für die Qualität der Schulen – aber die Schulleitungen erhalten dafür bisher kein Geld”. Auch der Bremer Grundschulverband weist in einer Erklärung zu Kooperation und Teamarbeit auf die besondere Bedeutung gemeinsamer pädagogischer Absprachen: “Konkret bedeutet dies, dass den sozialpädagogischen Fachkräften im Rahmen ihrer Arbeitszeit neben der Zeit für Kinder ausreichend Zeit für Teamarbeit (das heißt gemeinsame Planung und Auswertung),… zur Verfügung gestellt werden muss”. In Kindergärten, Horten, Freizeiteinrichtungen u.ä. wird – in der Regel eine ausdrückliche “Kooperationszeit” für die Beschäftigten bezahlt – nicht so in Schulen. Die Personalversammlung der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fordert die Bildungssenatorin daher auf, dem Beschluß der rot-grünen Koalition mit einen Vergabegesetz im öffentlichen Dienst verbesserte und gleiche Arbeitsbedingungen und Bezahlung durchzusetzen, Taten folgen zu lassen und bis zum 01.02.2010 mindestens 1,5 Stunden/Woche bezahlte Kooperationszeit für die sozialpädagogischen Fachkräfte einzuführen. …
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Veröffentlicht in Finanzierung von Ganztagsschulen, Kooperation und ausserschulische Partner, Presseartikel | Verschlagwortet mit Arbeitsbedingungen und Bezahlung von MitarbeiterInnen an Ganztagsschulen, Kooperation von Lehrkräften und Pädagogischen MitarbeiterInnen, Pädagogische MitarbeiterInnen an Ganztagsschulen | 1 Kommentar »
25 November 2009 von LebensLerner

Volksstimme.de, 24.11.2009
Kultusminister hebt Magdeburger Sekundarschule als Vorbild für Elternarbeit hervor
Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) hat gestern die Eltern in Sachsen-Anhalt zu einer aktiven Mitarbeit in Schulen ermuntert. ” Eine gute Schule kann ohne die Eltern nicht funktionieren “, sagte er bei einem Besuch der Thomas-Müntzer-Sekundarschule in Magdeburg. Viele Angebote von Schulen würden erst aus Partnerschaften erwachsen. Schulleiterin Monika Gajda bestätigte, dass Eltern der wichtigste Partner der Ganztagsschule seien. … An der Magdeburger Schule bringen sich Eltern auch in vielfältiger Weise in Angebote außerhalb des Unterrichts ein. So helfen sie Schülern bei den Hausaufgaben, tragen zur Verkehrserziehung bei und wirken bei Projekten mit. An der Schule gebe es ” schöne Bedingungen ” und ” aufgeschlossene Lehrer “, lobte Gabriele John vom Förderverein. Allerdings sei es auch ” schwierig, Eltern dafür zu interessieren, was hier läuft “….
Schulleiterin Gajda hält die Schule nicht nur für einen Lern-, sondern auch für einen Lebensort. Als Ganztagsschule sei der Alltag ” aufgelockert “, Schüler könnten ihn mitgestalten. Gabriele John vom Förderverein sieht in der Schulform den Vorteil, dass Schüler eigenverantwortlich arbeiten : ” Sie lernen das Lernen. ” Auch Olbertz ist von dem Modell der Ganztagsschule überzeugt. ” Sie ist der Prototyp für das Gelingen der Zusammenarbeit von Schule und Eltern “, sagte er. Die Zahl der Ganztagsschulen im Land solle daher ausgebaut werden. …
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24 November 2009 von LebensLerner

donaukurier.de, 23.11.2009
Es wäre fatal, wenn die offene Jugendarbeit mit ihren freien Trägern ins Abseits geraten und hin zu den Schulen gehen würde. In freier Trägerschaft kann nämlich die eigentliche Kinder- und Jugendarbeit geleistet werden, die an Schulen in diesem Ausmaß gar nicht möglich ist. Freie Träger können ein vielfältiges Angebot bieten, wozu eine bürokratisch-staatliche Einrichtung nicht imstande sein kann. Ganz abgesehen davon, dass Schule ein sensibler Ort ist, an dem Kinder und Jugendliche zwangsläufig auch Frust aufladen (etwa wegen schlechter Noten oder Prüfungen). Psychologen betonen schon lange, dass der Ort, an dem gelernt wird, nicht zugleich auch Ort der Freizeitgestaltung sein soll.
Was aber das Entscheidende ist: Es liegt im Charakter einer bürokratisch organisierten Ganztagsschule, dass der Kinderalltag mit planvollen, angeleiteten Aktivitäten gefüllt wird. Ein Kind, ein Jugendlicher in der Ganztagsschule ist den ganzen Tag unter fachlicher Aufsicht; alles, selbst die Freizeitgestaltung, ist durchorganisiert, es bleibt kaum Raum für echte Spontaneität. Planvolle, angeleitete Aktivitäten dürfen aber nicht mit dem Kindern und Jugendlichen so wichtigen Spiel verwechselt werden.
Es liegt in der Natur des Spielens und der Freizeitgestaltung, dass Kinder spontan etwas “aus sich heraus” entwickeln können. Wenn der Tagesablauf eines Kindes strukturiert ist, bleibt keine dem Spiel eigentümliche Spontanität. Psychologie und Hirnforschung wissen aber heute, dass gerade ausgelassenes, nicht geplantes Spielen ohne Vorgaben die Sprachentwicklung, soziale Kompetenz, Kreativität und das Problemlösungsvermögen fördern – und nicht geplante, angeleitete Aktivitäten. Es scheint vielen Planern (und aus Sorge, dass der Nachwuchs die richtige Schule schafft, auch vielen Eltern) nicht klar zu sein, worin sich aber Hirnforscher und Psychologen einig sind, wie sehr es dem Kind schadet, wenn es zu wenig Zeit zum freien Spielen und Herumtollen hat. So geht der Versuch, Jugendarbeit durch vermehrten Zugriff der Stadt bzw. des Staates zu betreiben, auf Kosten der Kinder und Jugendlichen. …
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19 November 2009 von LebensLerner

Werkstatt zur Offenen Ganztagsschule – Verantwortliche erarbeiten Raumkonzepte
Braunschweiger Zeitung – newsclick.de, 19.11.2009
Wie ihre Traumschule aussehen soll, das wissen die Hellwinkelschüler ganz genau: Sie wünschen sich Wasserlandschaften und eine Glitzerwelt.
Parallel zu den Kindern ließen sich gestern rund 100 erwachsene Teilnehmer der 1. Werkstatt Offene Ganztagsschule im Freizeit- und Bildungszentrum Westhagen durch Vorträge externer Experten inspirieren und entwarfen in Workshops ihre Vorstellungen zu Raumkonzepten und Raumgestaltung. Mit allen beteiligten Schulen, Planern und Kindern entwickelt die Stadt Qualitätsstandards und -kriterien. “Wolfsburg ist da Vorreiter”, sagt Sprecherin Stefanie Schwabe. “Das Beginnen war uns wichtiger, als dass auf Anhieb alle räumlichen Bedingungen passen”, räumt Erster Stadtrat Klaus Mohrs ein. Nach und nach setzt die Verwaltung dort an.
Laut Christian Brinsa, Abteilungsleiter Hochbau im Grundstücks- und Gebäudemanagement, ist in diesem Jahr etwa 1 Million Euro in die Ganztags-Grundschulen investiert worden, allein 600 000 Euro in die Umgestaltung eines Traktes an der Laagbergschule. Im kommenden Jahr sei eine ähnliche Summe vorgesehen, so Brinsa, der die Perspektive der Kinder bei der Planung stärker berücksichtigen will. Die genauen Projekte seien noch offen. … Wünsche hat sie trotzdem noch: “Wir benötigen Räume zur Entspannung am Nachmittag, und das Außengelände sollte neu gestaltet werden.” Wie Mohrs meint, sollten Schulen Lern- und Lebensort sein. Nach Startschwierigkeiten der letzten acht Schulen (wir berichteten) helfe die Werkstatt, dass “alle Verantwortlichen im Gespräch sind”.
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19 November 2009 von LebensLerner

Ganztagsschule in Berlin gibt auf und kehrt zum Halbtagsbetrieb zurück
Berliner Morgenpost, 19.11.2009
Das Ganztagsmodell gilt als die Geheimwaffe gegen den Pisa-Schock. Nach den Grundschulen sollen auch die Sekundarschulen auf den Betreib mit Unterricht und Freizeitangeboten bis 16 Uhr umgestellt werden. Doch nun dreht die erste Ganztagsschule die Schlusszeit wieder zurück – weil sie keine zuätzlichen Lehrer bekommt. Mit der Kronach-Grundschule in Lichterfelde gibt die erste gebundene Ganztagsschule in Berlin auf und kehrt zum Halbtagsbetrieb zurück. “Auch wir halten die Ganztagsschule für die Schule der Zukunft, aber unter den derzeitigen Bedingungen ist die gewünschte Qualität nicht zu erreichen”, sagt Rainer Belusa, Schulleiter der Kronach-Grundschule. …
Die Schulkonferenz der Kronach-Grundschule, in der Lehrer und Eltern vertreten sind, hat nun die Abkehr vom verpflichtenden Ganztagsbetrieb beschlossen. Vom kommenden Schuljahr an geht der Unterricht für die Erstklässler nur noch bis 13.30 Uhr. Wird dennoch Nachmittagsbetreuung gewünscht, müssen die Eltern bezahlen. “Die Hausaufgabenbetreuung können die Eltern zu Hause besser leisten als eine Erzieherin mit 24 Kindern”, sagt Schulleiter Belusa. In Lichterfelde erwarteten die Eltern mehr als nur eine Betreuung. Bereits jetzt haben die Eltern auf eigene Kosten Zusatzangebote an der Schule organisiert, von Ballett bis Backen. Für jeden Schüler werden dafür 40 Euro pro Halbjahr fällig. Doch das entspreche kaum der ehrgeizigen Idee der Ganztagsschule, so Belusa. Lediglich an Brennpunktschulen funktioniere das Prinzip gut, da dort eine Zusatzausstattung für Kinder nicht deutscher Herkunft gewährt werde. Zudem sei in Neukölln oder Kreuzberg schon die bloße Betreuung in der Schule ein wichtiger Beitrag zur Sprachförderung.
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