9 November 2009 von LebensLerner

Ausweg aus dem ‘ausufernden Medienkonsum’ sieht Pfeiffer in der flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen
Vlothoer Anzeiger, 08.11.2009
Auf die Bedeutung der Offenen Ganztagsschulen und Migrationsherausforderungen für den Verein der Zukunft ging Rainer Ruth, Schulsportbeauftragter des Landessportbundes NRW, in seinem Vortrag im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des KSB Herford in Vlotho ein. …
„Die Zuwanderung ist ein Gewinn für den Vereinssport“, berichtet Ruth. Das sind unter anderem die Bestandssicherung und Zukunftsfähigkeit von Vereinen durch neue Mitgliederpotenziale, aber auch die Überlebenssicherung von Sportarten mit Nachwuchsmangel. Zudem gebe es dadurch auch eine Zuwanderung von neuen Leistungsträgern und qualifizierten Trainern.
Wichtig ist es nach Ruths Ansicht aber auch, dass sich die Vereine auf die Entwicklung im Kinder- und Jugendsport einstellen müssen. Bisher realisierte sich der Kinder- und Jugendsport als duales System in den beiden Säulen Schul- und Vereinssport. Mittlerweile sei aber mit dem außerunterrichtlichen Schulsport im Bereich des offenen Ganztages ein dritter Sektor hinzugekommen. „Immer mehr Angebote werden im organisatorischen Raum von Schule entstehen und stattfinden. Dadurch kommt es auch insgesamt zu einer Ausweitung der Angebote im Kinder- und Jugendsport“, so Ruth weiter. …
–> WEITER
mehr zu: Sportvereine und Ganztagsschulförderung
Veröffentlicht in Kooperation und ausserschulische Partner, Sportvereine und Ganztagsschulförderung | Verschlagwortet mit Kooperation und ausserschulische Partner, Sportvereine und Ganztagsförderung | Kommentar schreiben »
8 November 2009 von LebensLerner

Ausweg aus dem ‘ausufernden Medienkonsum’ sieht Pfeiffer in der flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen
Weser-Kurier, 07.11.2009
Je mehr Zeit Schüler mit Medienkonsum verbringen und je brutaler dessen Inhalte sind, desto schlechter fallen die Schulnoten aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie ‘Die PISA-Verlierer – Opfer ihres Medienkonsums’ des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. …
Die Befragung von 5500 Viertklässlern und 17.000 Neuntklässlern hat ergeben, dass jeder fünfte Neuntklässler (21,8 Prozent) und jede 20. Neuntklässlerin (5,7 Prozent) sich mehr als vier Stunden am Tag und damit exzessiv mit Video- und PC-Spielen beschäftige. Pfeiffer: ‘Wer mehr als vier Stunden Computer spielt, hat sich vom schulischen Ehrgeiz verabschiedet.’ …
Einen Ausweg aus dem ‘ausufernden Medienkonsum’ sieht Pfeiffer nur in der flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen. Nachmittags müsse man Lust auf Leben wecken – durch Sport, Musik und Theater. ‘Erfolgreiche PISA-Nationen wie Kanada, Neuseeland und Finnland machen es vor: Dort haben die Kinder schlicht nicht soviel Zeit und Lust, Computer zu spielen. Die Motivation kommt aus ihnen selbst.’ …
–> WEITER
zur Studie: KRIMINOLOGISCHES FORSCHUNGSINSTITUT NIEDERSACHSEN E.V.: Die PISA-Verlierer – Opfer ihres Medienkonsums
mehr zu: Ganztagsschulen und die neuen Medien
Veröffentlicht in Presseartikel | Verschlagwortet mit Die PISA-Verlierer - Opfer ihres Medienkonsums, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, Medienkonsum | Kommentar schreiben »
3 November 2009 von LebensLerner

Moritz und Jan sagen ab. Die beiden Gymnasiasten schaffen’s nicht zum Vereins-Training um 18.30 Uhr. „Sorry, Unterricht“, sagen die 16-Jährigen.
Offenbach-Post – op-online.de, 03.11.2009
Wenn sie alle zwei Wochen verspätet in die Halle hecheln, ist mitunter latente Unlust zu verspüren. „Wir wurden heute schon genug geknechtet.“ Die nach dem viel beschworenen Pisa-
Schock verordnete G 8-Therapie bringt Vereine in Not. Nachmittags und am frühen Abend haben Jugendliche oft nicht mehr die Zeit, in die Übungsstunden zu gehen. Mehr noch: Viele Vereine verlieren Trainingszeiten in den Schulsporthallen. „Aber da gibt’s kein zurück“, sagt Eduard Schneider.
Für den Offenbacher Schulsportkoordinator ist klar, dass der eingeschlagene bildungspolitische Weg bei der Ganztagsschule endet. Dabei sollen die Vereine nicht auf der Strecke bleiben, wünscht Schneider. Mit einer Art Thesenpapier wendet er sich an die Öffentlichkeit; zitiert Olympischen Sportbund und Sportjugend. „Mit den Ganztagsschulen leben lernen, Sport und Bewegung als große Kür in die Schulen hineintragen.“ Da stoßen manche Vereine wohl an ihre Grenzen, da sie allein fürs tägliche Pflichtprogramm gerade noch eine ausreichende Zahl Ehrenamtler finden.
Die knifflige Frage: Beinhaltet die Kooperation mit Schulen mehr Chancen oder Risiken? Schneiders Position ist klar: „Es eröffnen sich neue Möglichkeiten für den organisierten Sport“. In der Praxis sei das bereits angekommen; abzulesen anhand der Rahmenvereinbarungen, die zwischen den Landesministerien und den Landessportbünden mittlerweile in allen 16 Bundesländern existieren. Darin ist die Bereitschaft der Sportvereine festgeschrieben, am Ganztagsschulbetrieb mitzuwirken.Einer der Kernsätze: Von Vereinen soll es „regelmäßige, möglichst tägliche Sport- und Bewegungsangebote“ an den Schulen geben. …
–> WEITER
Veröffentlicht in Sportvereine und Ganztagsschulförderung | Verschlagwortet mit Ausserschulische Kooperationspartner, Sportbetreuung im Rahmen der offenen Ganztagsschulen, Sportvereine als optimale Partner von Ganztagsschulen, Sportvereine und Ganztagsförderung, Welche Konsequenzen ergeben sich für Vereine bei der Einrichtung von Ganztagsschulen | Kommentar schreiben »
3 November 2009 von LebensLerner

Verpflegung an Ganztagsschulen- Oecotrophologen sind Profis für Planung und Umsetzung
Verbandspresse, 03.11.2009
Schulmensen schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, denn Ganztagsschulen sind dazu verpflichtet, sich um die Verpflegung ihrer Schüler zu kümmern. Bei der Planung und Umsetzung dürfen professionelle Kräfte nicht fehlen. Der Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE) engagiert sich für den Einsatz von hochqualifizierten Experten.
Die Speisepläne entsprechen oft nicht den Empfehlungen Laut Claudia Dirschauer, Diplom-Oecotrophologin und Mitglied im VDOE-Expertenpool, orientieren sich die Essensangebote für Schüler noch zu selten an dem, was Ernährungswissenschaftler empfehlen. „Die Schulen haben in der Regel wenig Zeit für die Umstellung auf den Ganztagsbetrieb und häufig kaum Erfahrung in der Organisation von Schulverpflegung bzw. bei der Auswahl von geeigneten Caterern. Darunter leidet dann unter Umständen die Qualität des Angebots. Hier ist die Kompetenz von Oecotrophologen gefragt. Als hervorragend ausgebildete Fachkräfte können sie Schulleiter, Lehrer und Eltern effizient bei der Planung und Umsetzung der Verpflegung unterstützen“, so die Ernährungswissenschaftlerin. …
–> WEITER
Veröffentlicht in Mittagessen | Verschlagwortet mit Ganztagsschule und Schulverpflegung, Schulmensa, Schulverpflegung | Kommentar schreiben »
31 Oktober 2009 von LebensLerner

Realschule plus in Rheinland-Pfalz
ganztags schule in Rheinland-Pfalz, 23.10.2009
Die Einführung der Realschule plus und der Weg in ein zweigliedriges Schulsystem ist eine der größten Schulstrukturreformen des Landes Rheinland-Pfalz. Hauptschulen und Realschulen verschmelzen bis zum Schuljahr 2013/14 zu dieser neuen Schulart, von der sich die Politik mehr Durchlässigkeit zu höheren Abschlüssen, eine bessere Berufsorientierung und einen guten Übergang in eine berufliche Zukunft verspricht. Ottmar Schwinn und Alexander Klussmann von der Stabsstelle Schulstrukturentwicklung erläutern im Interview die Gründe für die Reform, die Hoffnungen, die sich damit verbinden und die Verbesserungen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. …
Online-Redaktion: Welche Rolle spielt die Ganztagsschule für die Realschule plus?
Schwinn: Viele Vorgängerschulen sind ja bereits Ganztagsschulen gewesen. Eventuell geht durch die Zusammenführung von Schulen die Zahl der Ganztagsschulen zurück, mit Sicherheit wird aber die Zahl der Ganztagsschülerinnen und -schüler wachsen. Der Kreis derjenigen, die ein solches Angebot nutzen können, wird sich vergrößern. …
Klussmann: Die grundsätzliche Regelung lautet, sofern eine der beiden Vorgängerschulen eine Ganztagsschule gewesen ist, dann wird die gesamte Realschule plus zur Ganztagsschule. Insofern wird an jedem Standort, an dem ein Ganztagsschulangebot bestand, auch zukünftig eins bestehen.Es können natürlich auch die neuen Realschulen plus, wenn sie noch nicht Ganztagsschule sind, einen Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsschule stellen – das ist dann das ganz normale Verfahren mit den üblichen Schritten. …
–> WEITER
Veröffentlicht in Bildungsdebatte Schulen | Verschlagwortet mit Hauptschulen und Realschulen verschmelzen, Realschule plus in Rheinland-Pfalz, Zusammenführung von Schulen | Kommentar schreiben »
28 Oktober 2009 von LebensLerner

Der Raum sollte der „dritte Pädagoge“ sein
Kurier.at, 28.10.2009
Offenes Lernen; Arbeiten in Kleingruppen; individuelle Förderung und Ganztagsschule: Lernen im 21. Jahrhundert sieht anders aus als zu Großmutters Zeiten. Doch die Schularchitektur hat sich in den letzten hundert Jahren kaum verändert. Dabei sollte der Raum der „dritte Pädagoge“ sein: Kinder sollen sich hier wohl fühlen und Lust aufs Lernen bekommen. Dass die Realität anders aussieht, zeigt ein Lokalaugenschein des KURIER:
- Turnsäle fehlen in vielen alten Schulgebäuden…
- In den Klassenzimmern sitzen die Schüler oft dicht gedrängt… Die Folge: „Wenn Kinder so zusammengepfercht sind, werden sie zwangsläufig aggressiv“, berichten Mediatoren aus den Schulen. „Statt Streitschlichtern bräuchte es nur mehr Platz.“ Weil der Lärmpegel enorm hoch ist, sind Schüler und Lehrer froh, wenn sie das Schulhaus so schnell wie möglich verlassen können. Keiner wäre gern den ganzen Tag hier.
- Der Zustand vieler Schulen ist desolat: Manche wurden seit mehr als 40 Jahren nicht mehr generalsaniert. Der Dreck sitzt in den Ecken, der Verputz ist löchrig – egal wie oft da geputzt wird. Oft verdecken Plakate die ärgsten Schäden. Dort, wo es offene Lernformen wie Gruppenarbeit gibt, werden auch Räume außerhalb des Klassenzimmers genutzt – wie zum Beispiel der Gang. Nur: Im Winter hat es dort oft 18 Grad. Denn die Temperatur wird zentral geregelt.
- Die Toiletten sind oft der neuralgische Punkt. Die Klowände in der KMS Wiesberggase sind beschmiert, die Rohre verrostet. Wo Klos renoviert sind, werden sie oft so verdreckt, dass Schüler das stille Örtchen nur in Notfällen aufsuchen. …
Veröffentlicht in Raumgestaltung, internationaler Vergleich von Ganztagsschulkonzepten | Verschlagwortet mit Raum als dritter Pädagoge, Schularchitektur | Kommentar schreiben »
27 Oktober 2009 von LebensLerner

Tagung des Bayerischen Lehrerverbands
taz.de, 27.10.2009
Kinder der Unterschicht glauben nicht daran, dass sie das Abitur schaffen können. Eine Tagung des Bayerischen LehrerInnenverbands sucht nach Antworten:
Das Mädchen wird interviewt. Es ist acht Jahre alt, seine Eltern haben keinen Job und keine Ausbildung. Als sie gefragt wird, wie es mit dem Gymnasium ist, sagt sie: „Das Abitur werde ich auf keinen Fall schaffen.“
Als Inge Kloepfer die Szene schildert, werden sie wütend auf Schloss Elmau. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband hat seine alljährliche Expertenrunde vors Wettersteinmassiv eingeladen, um über den Bildungsbegriff zu sprechen. Huch, denkt man, das machen die Deutschen seit Wilhelm von Humboldt – folgenlos Bildungsbegriffe diskutieren. Aber diesmal ist es ein bisschen anders – und das liegt auch an der
FAZ-Journalistin Inge Kloepfer. „Deutschland ist auf dem besten Wege, wieder eine Ständegesellschaft zu werden“, sagt sie. Sogleich schnellen da ein paar schlaue Finger hoch, bitte mehr Differenzierung und präzise Definition. Nö, sagt Klopfer, „verwenden Sie den Begriff Stand, Klasse, Milieu, Prekariat oder Unterschicht, darüber kann man streiten – aber in der Essenz geht es darum: Die sozialen Chancen der Kinder dieser Gruppe sind stark gemindert.“ …
Veröffentlicht in Bildungsdebatte Schulen | Verschlagwortet mit Kein Bildungsbegriff für Unterschicht, Tagung des Bayerischen Lehrerverbands | Kommentar schreiben »
26 Oktober 2009 von LebensLerner

Umweltbildungsangebote in der Offenen Ganztagsschule
lehrer-online.de, 26.10.2009

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW bietet umfangreiche Unterstützung für Interessierte an, die in Kooperation mit dem Verband Umweltbildungsangebote in der Offenen Ganztagsschule durchführen möchten.
Hier werden unter dem Motto „Umwelt-Agenten – im Auftrag der Natur“ verschiedene umweltpädagogische Konzepte vorgestellt, die sich besonders für die Offene Ganztagsschule eignen. Zahlreiche Bewegungsspiele, mit denen Kindern die Natur vermittelt werden kann, werden selber ausprobiert. Zudem entwickeln und erproben die Teilnehmenden ein eigenes Angebot zu den Themenfeldern Artenvielfalt, Energie und Klimaschutz, gesunde Ernährung oder Spielort Natur.
Fortbildung „Umwelt-Agenten“
Darüber hinaus werden in einer zweiteiligen Fortbildung organisatorische und methodische Kenntnisse für die Leitung einer Umwelt-AG vermittelt. Neben den Rahmenbedingungen von Schule geht es um den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern. Außerdem entwickeln und erproben die Teilnehmenden unter dem Motto „Umwelt-Agenten – im Auftrag der Natur“ ein eigenes umweltpädagogisches Angebot für die offene Ganztagsschule. …
–> WEITER
Veröffentlicht in Ganztagsangebote, Kooperation und ausserschulische Partner | Verschlagwortet mit BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Umwelt-Agenten, Umweltbildungsangebote in der Ganztagsschule | Kommentar schreiben »
25 Oktober 2009 von LebensLerner

Der Finanzminister isst nun doch nicht immer mit
Der Westen, 23.10.2009
„Der Finanzminister isst immer mit”, hieß die Schlagzeile in unserer Zeitung: Die Träger von Ganztagsschulen sollen von dem Geld, mit dem die Eltern das Schulessen bezahlen, 19 Prozent Umsatzsteuer abgeben. Dazu kommt es nun nicht.
Schul- und Finanzministerium bauen den Betroffenen eine goldene Brücke. … Das Schulessen, so der Ausweg aus der Steuerfalle, ist umsatzsteuerfrei, wenn es Teil des pädagogischen Ganztagskonzepts ist. …
Jugendhilfe wird Vereinszweck, die „Entwicklung junger Menschen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten” weiteres Vereinsziel und die Schulmensa Mittel zur Verwirklichung dieses Zwecks. Damit ist in NRW das Problem beseitigt, das schon in den 1990er Jahren in Mecklenburg-Vorpommern auftrat und bis zum Bundesfinanzhof ausgefochten wurde – gerade rechtzeitig zur Einführung des Ganztagsbetriebs auch an den meisten Sekundarschulen, die vor der siebten Stunde eine Stunde Mittagspause geben müssen. Mit Essen. Aber nun ohne Finanzminister als – virtuellem – Tischnachbarn.
…
–> WEITER
–> siehe auch: Schulverpflegung in Ganztagsschulen durch private Fördervereine umsatzsteuerpflichtig
|
|
|
|
|
BJR fordert Änderung der bayerischen Richtlinien zur offenen Ganztagsschule
|
| Strukturebene: Bayern |
| Querschnittsthema: Kooperation Jugendhilfe-Schule |
Nachrichtentext:
Im Juni 2009 hat das bayerische Kultusministerium die neuen Richtlinien zur offenen Ganztagsschule veröffentlicht. Diese Richtlinien wurden nicht nur ohne Beteiligung der bisherigen Kooperationspartner vom Ministerium entwickelt und in Kraft gesetzt. Sie bringen auch eine deutliche Verschlechterung bei der Qualität der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit sich, wie sie noch in der Rahmenvereinbarung des Ministeriums mit dem Bayerischen Jugendring (BJR) vom Juni 2007 zur Zusammenarbeit bei offenen Ganztagsschulen festgeschrieben worden war. Der BJR-Hauptausschuss fordert daher das Kultusministerium auf, die Richtlinien zu überarbeiten und den BJR bei der Weiterentwicklung der offenen Ganztagsschule als Partner zu beteiligen. „Wir werden dazu so bald als möglich gemeinsam mit den anderen freien Trägern in diesem Feld das Gespräch mit dem Kultusministerium suchen“, so BJR-Präsidentin Martina Kobriger. – Der Hauptausschuss ist das höchste Beschluss fassende Gremium der Jugendarbeit in Bayern und tagte vom 16. bis 18. Oktober 2009 in Gauting bei München.Kritik an ungleich verteilten Rechten und Pflichten sowie nachteiligen Förderrichtlinien
Die im BJR zusammengeschlossenen Jugendverbände und Jugendringe als anerkannte Träger der freien Jugendhilfe kritisieren u.a.,
- dass Schulleiter/-innen gegenüber den verantwortlichen Mitarbeiter/-innen aus der Jugendar-beit, die an ihren Schulen Projekte umsetzen, neuerdings ein Weisungsrecht zusteht,
- dass sie diese formal und auf fachliche bzw. pädagogische Eignung überprüfen und ihnen sogar kündigen dürfen, wobei keinerlei weitere Konsultationen vorgesehen sind,
- dass den freien Trägern aus der Jugendarbeit hingegen ein solches Kündigungsrecht nicht zusteht,
- dass die Finanzierung von Verwaltungs- und Steuerungsaufwand bisher ungeklärt ist, denn das Budget der freien Träger darf ausschließlich für die genehmigten Bildungs- und Betreuungsangebote eingesetzt werden,
- dass die Zuschusssumme pauschaliert wurde auf Gruppen mit maximal 25 Schüler/-innen. Dies bedeutet eine Risikoabwälzung auf den Kooperationspartner, denn eine Gruppengröße über 20 Personen stellt in jedem Fall eine finanzielle Schlechterstellung gegenüber der bisherigen Ausstattung dar.
Echte Öffnung der Schule bedeutet, die eigene Verwaltungslogik nicht Dritten aufzunötigen
„Die von vielen Politikern und Fachleuten geforderte Öffnung der Schule (…) kann nur durch eine echte Kooperation der Akteure erreicht werden“, heißt es im aktuellen Beschluss. Die Verbände und Jugendringe im BJR führen eine Vielzahl von Projekten an Ganztagsschulen in ganz Bayern durch. „Ein Kooperationsverständnis, das die Integration dieser Akteure in die innerschulische Verwaltungslogik zum Ziel hat, teilt der BJR nicht. Er fordert eine entsprechende Überarbeitung der Förderrichtlinien, gerade hinsichtlich der Anerkennung und Wertschätzung der fachlichen Leistungen der Kooperationspartner und der partnerschaftlichen Organisation der Zusammenarbeit.“
|
Veröffentlicht in Mittagessen | Verschlagwortet mit Der Finanzminister isst immer mit, Mittagessen muss nicht versteuert werden, Schulessen | Kommentar schreiben »
23 Oktober 2009 von LebensLerner

Kooperation Jugendhilfe-Schule
Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe
Im Juni 2009 hat das bayerische Kultusministerium die neuen Richtlinien zur offenen Ganztagsschule veröffentlicht. Diese Richtlinien wurden nicht nur ohne Beteiligung der bisherigen Kooperationspartner vom Ministerium entwickelt und in Kraft gesetzt. Sie bringen auch eine deutliche Verschlechterung bei der Qualität der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit sich, wie sie noch in der Rahmenvereinbarung des Ministeriums mit dem Bayerischer Jugendring (BJR) vom Juni 2007 zur Zusammenarbeit bei offenen Ganztagsschulen festgeschrieben worden war. …
Die im BJR zusammengeschlossenen Jugendverbände und Jugendringe als anerkannte Träger der freien Jugendhilfe kritisieren u.a.,
- dass Schulleiter/-innen gegenüber den verantwortlichen Mitarbeiter/-innen aus der Jugendarbeit, die an ihren Schulen Projekte umsetzen, neuerdings ein Weisungsrecht zusteht,
- dass sie diese formal und auf fachliche bzw. pädagogische Eignung überprüfen und ihnen sogar kündigen dürfen, wobei keinerlei weitere Konsultationen vorgesehen sind,
- dass den freien Trägern aus der Jugendarbeit hingegen ein solches Kündigungsrecht nicht zusteht,
- dass die Finanzierung von Verwaltungs- und Steuerungsaufwand bisher ungeklärt ist, denn das Budget der freien Träger darf ausschließlich für die genehmigten Bildungs- und Betreuungsangebote eingesetzt werden,
- dass die Zuschusssumme pauschaliert wurde auf Gruppen mit maximal 25 Schüler/-innen. Dies bedeutet eine Risikoabwälzung auf den Kooperationspartner, denn eine Gruppengröße über 20 Personen stellt in jedem Fall eine finanzielle Schlechterstellung gegenüber der bisherigen Ausstattung dar.
„Die von vielen Politikern und Fachleuten geforderte Öffnung der Schule (…) kann nur durch eine echte Kooperation der Akteure erreicht werden“, heißt es im aktuellen Beschluss. Die Verbände und Jugendringe im BJR führen eine Vielzahl von Projekten an Ganztagsschulen in ganz Bayern durch. „Ein Kooperationsverständnis, das die Integration dieser Akteure in die innerschulische Verwaltungslogik zum Ziel hat, teilt der BJR nicht. Er fordert eine entsprechende Überarbeitung der Förderrichtlinien, gerade hinsichtlich der Anerkennung und Wertschätzung der fachlichen Leistungen der Kooperationspartner und der partnerschaftlichen Organisation der Zusammenarbeit.“ …
–> WEITER
|
|
|
|
|
BJR fordert Änderung der bayerischen Richtlinien zur offenen Ganztagsschule
|
| Strukturebene: Bayern |
| Querschnittsthema: Kooperation Jugendhilfe-Schule |
Nachrichtentext:
Im Juni 2009 hat das bayerische Kultusministerium die neuen Richtlinien zur offenen Ganztagsschule veröffentlicht. Diese Richtlinien wurden nicht nur ohne Beteiligung der bisherigen Kooperationspartner vom Ministerium entwickelt und in Kraft gesetzt. Sie bringen auch eine deutliche Verschlechterung bei der Qualität der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit sich, wie sie noch in der Rahmenvereinbarung des Ministeriums mit dem Bayerischen Jugendring (BJR) vom Juni 2007 zur Zusammenarbeit bei offenen Ganztagsschulen festgeschrieben worden war. Der BJR-Hauptausschuss fordert daher das Kultusministerium auf, die Richtlinien zu überarbeiten und den BJR bei der Weiterentwicklung der offenen Ganztagsschule als Partner zu beteiligen. „Wir werden dazu so bald als möglich gemeinsam mit den anderen freien Trägern in diesem Feld das Gespräch mit dem Kultusministerium suchen“, so BJR-Präsidentin Martina Kobriger. – Der Hauptausschuss ist das höchste Beschluss fassende Gremium der Jugendarbeit in Bayern und tagte vom 16. bis 18. Oktober 2009 in Gauting bei München.Kritik an ungleich verteilten Rechten und Pflichten sowie nachteiligen Förderrichtlinien
Die im BJR zusammengeschlossenen Jugendverbände und Jugendringe als anerkannte Träger der freien Jugendhilfe kritisieren u.a.,
- dass Schulleiter/-innen gegenüber den verantwortlichen Mitarbeiter/-innen aus der Jugendar-beit, die an ihren Schulen Projekte umsetzen, neuerdings ein Weisungsrecht zusteht,
- dass sie diese formal und auf fachliche bzw. pädagogische Eignung überprüfen und ihnen sogar kündigen dürfen, wobei keinerlei weitere Konsultationen vorgesehen sind,
- dass den freien Trägern aus der Jugendarbeit hingegen ein solches Kündigungsrecht nicht zusteht,
- dass die Finanzierung von Verwaltungs- und Steuerungsaufwand bisher ungeklärt ist, denn das Budget der freien Träger darf ausschließlich für die genehmigten Bildungs- und Betreuungsangebote eingesetzt werden,
- dass die Zuschusssumme pauschaliert wurde auf Gruppen mit maximal 25 Schüler/-innen. Dies bedeutet eine Risikoabwälzung auf den Kooperationspartner, denn eine Gruppengröße über 20 Personen stellt in jedem Fall eine finanzielle Schlechterstellung gegenüber der bisherigen Ausstattung dar.
Echte Öffnung der Schule bedeutet, die eigene Verwaltungslogik nicht Dritten aufzunötigen
„Die von vielen Politikern und Fachleuten geforderte Öffnung der Schule (…) kann nur durch eine echte Kooperation der Akteure erreicht werden“, heißt es im aktuellen Beschluss. Die Verbände und Jugendringe im BJR führen eine Vielzahl von Projekten an Ganztagsschulen in ganz Bayern durch. „Ein Kooperationsverständnis, das die Integration dieser Akteure in die innerschulische Verwaltungslogik zum Ziel hat, teilt der BJR nicht. Er fordert eine entsprechende Überarbeitung der Förderrichtlinien, gerade hinsichtlich der Anerkennung und Wertschätzung der fachlichen Leistungen der Kooperationspartner und der partnerschaftlichen Organisation der Zusammenarbeit.“
|
Veröffentlicht in Kooperation und ausserschulische Partner, Offene Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule | Verschlagwortet mit Bayerischer Jugendring, Kooperation Jugendhilfe-Schule, Richtlinien zur offenen Ganztagsschule | Kommentar schreiben »
23 Oktober 2009 von LebensLerner

Ganztagsschulkongress: „Ganztagsschule – Motor der Schulreform“
Ganztagsschulverband GGT e.V.
Vom 11. bis 13. November 2009 findet der Bundeskongress des Ganztagsschulverbandes GGT e.V. in Karlsruhe statt, zu dem etwa 450 Gäste aus allen Bundesländern und dem benachbarten deutschsprachigen Ausland erwartet werden. Es sind Pädagogen und Pädagoginnen aller Professionen sowie Vertreter/-innen von Schulen, Schulämtern, Ministerien, Universitäten, Schulträgern und anderen bildungsrelevanten Institutionen, aber auch Bildungspolitiker/-innen, Eltern und Schüler/-innen. „Ganztagsschule – Motor der Schulreform“, unter diesem anspruchsvollen Leitsatz will der Ganztagsschulverband im Anschluss an die positive Entwicklung der ganztägig arbeitenden Schulen in den ersten Jahren dieses Jahrtausends ein deutliches Zeichen für eine reformorientierte Bildung, Betreuung und Erziehung setzen. …
–> WEITER
–> zum Tagungsprogramm Ganztagsschulkongress 2009
–> zur Online-Anmeldung
Veröffentlicht in Ganztagsschulkongress, Presseartikel | Verschlagwortet mit "Ganztagsschule – Motor der Schulreform", Bundeskongress des Ganztagsschulverbandes GGT e.V, Ganztagsschulkongress, Ganztagsschulkongress 2009 | Kommentar schreiben »
21 Oktober 2009 von LebensLerner

Beziehungen der Schüler untereinander und die Beziehungen Lehrer-Schüler
http://solokabarett.blogspot.com: 19.10.2009
Beziehungen der Schüler untereinander
Das länger dauernde Beisammensein wirkt sich auf die Beziehungen und auch auf die Rolle der Schüler aus:
- Die alternativen Gestaltungsmöglichkeiten verringern die Schulangst.
- Schüler haben größere Selbständigkeit und freiere Zeiteinteilung, können ihr individuelles Leistungsprofil entfalten und individuelle Bedürfnisse befriedigen.
- Das bessere Verhältnis zueinander wird durch den Abbau von Konkurrenz- und Rivalitätsverhalten nachweislich festgestellt. Wesentlich dafür ist die gemeinsame Gestaltung der Freizeit, wo sich Gemeinschaften hinsichtlich der Interessen bilden und dadurch hohe Akzeptanz erreicht wird. Auch größere Partnerschaftlichkeit wurde beobachtet, was mit dem hohen sozialen Kontakt begründet werden kann und für die Persönlichkeitsbildung der Schüler von hoher Relevanz ist (vgl. Leitner 1984, S. 73).
Beziehungen Lehrer-Schüler
Auch das Lehrer-Schüler-Verhältnis ändert sich in Ganztagsschulen relativ zu herkömmlichen Schulen. Weil Lehrer den ganzen Tag bei den Schülern sind, bieten sich vielfältige Möglichkeiten zu sozialem Lernen und erzieherischer Beeinflussung. …
–> WEITER
Veröffentlicht in Gestaltung des Unterrichts, Partizipation und Ganztagsschule | Verschlagwortet mit Beziehungen der Schüler untereinander, Die sozialen Beziehungen in einer Ganztagsschule | Kommentar schreiben »
21 Oktober 2009 von LebensLerner

Zum tatsächlichen Bedarf von Kindern gehören auch die Kosten der Bildung (u.a. Ganztagsschulbeiträge)
focus.de: 20.10.2009
.. Laut Hilgers kamen verschiedene Wohlfahrtsverbände zu dem Schluss, dass der Bedarfssatz für Kinder zwischen 330 bis 350 Euro liegt. Dabei seien außerplanmäßige Ausgaben wie Weihnachtsgeschenke oder eine Karussellfahrt nicht eingerechnet. Auch die Kosten der Bildung im staatlichen System seien darin nicht enthalten, also Kindergartenbeiträge, Beiträge für die offenen Ganztagsschule oder Studiengebühren. „Eine Kindergrundsicherung wäre der richtige Weg“, sagte der Präsident des Kinderschutzbundes. …
–> WEITER
Veröffentlicht in Finanzierung von Ganztagsschulen, Presseartikel | Verschlagwortet mit Ganztagsschulbeiträge, Kritik an Hartz-IV-Sätzen für Kinder | Kommentar schreiben »
21 Oktober 2009 von LebensLerner

Regierung steuert innerhalb der nächsten vier Jahre landesweit die Einrichtung von Ganztagsschulen an
Griechenland.net : 20.10.2009
Griechenland / Athen. Die Regierung steuert innerhalb der nächsten vier Jahre landesweit die Einrichtung von Ganztagsschulen an. Das kündigte Bildungsministerin Anna Diamantopoulou am Montag nach einem Treffen mit Vertretern des Pädagogenverbandes DOE an. Gleichzeitig hob die Ministerin die Bedeutung der Kindergärten und Grundschulen hervor. Bezüglich unbesetzter Lehrerposten an staatlichen Schulen, deren Anzahl sich auf 5.000 belaufen soll, sagte Diamantopoulou, dass innerhalb der nächsten Woche eine konkrete Bestandsaufnahme vorliegen werde.
DOE-Präsident Dimitris Bratis unterstrich, dass Forderungen, die vor drei Jahren zu einem Streik geführt hätten, immer noch nicht erfüllt seien. Dabei gehe es um höhere Löhne für Grundschullehrer sowie um staatliche Investitionen in die Bildung. Er warnte, dass es für die neue Regierung keine „Gnadenfrist“ geben werde. Das Bildungsministerium sagte zu, auf die offenen Fragen bis zum 27. November eine klare Antwort zu geben. (Griechenland Zeitung sk)
Veröffentlicht in internationaler Vergleich von Ganztagsschulkonzepten | Verschlagwortet mit Einrichtung von Ganztagsschulen, Ganztagsschulen in Griechenland | Kommentar schreiben »
18 Oktober 2009 von LebensLerner

Wo Ganztagsschule auf Wirklichkeit trifft
GEW Fachgruppe Gymnasium Aachen: 17.10.2009
Die hohen Erwartungen, die mit der Entwicklung von Ganztagsschulen einhergehen, korrespondieren nicht mit der Existenz notwendiger ganztägig nutzbarer Lernumgebungen. … Dennoch ist die naive Vorstellung über eine „mal eben“ schnell einzurichtende Ganztagsschule als ein „Suppen-und-Sitzecken-Angebot“ am Mittag und ein bisschen Freizeitbetreuung auf den Fluren am Nachmittag, bei Politik und kommunaler Verwaltung weit verbreitet. …
Korrekturen beim Ganztagsschulerlass
Bedenkliche Wegmarkierungen bedeuten auch die Korrekturen am Ganztagschulerlass ab kommendem Schuljahr, wodurch die verpflichtende Anwesenheit an mindestens drei Tage zu jeweils sieben Zeitstunden festgelegt wird. In diesem engen Zeitfenster ist – besonders für Gymnasien – fast nur Zeit für Unterricht und nicht für andere Erfahrungsmöglichkeiten und neue Lerngelegenheiten. Das Motto der Ganztagsschule, nämlich Zeit für mehr zu haben, wird einer fragwürdigen Freiwilligkeit geopfert, die durch ihre Beliebigkeit keine neuen Akzente setzen wird. …
Geld oder Stelle
Die ab dem kommenden Schuljahr neu eingeräumte Kapitalisierungsmöglichkeit (Nutzung eines Teils des 20-prozentigen Lehrerstellenanteils zur Finanzierung des Personals außerschulischer Träger – nach dem Verteilungsverfahren „Geld oder Stelle“) erhöht sicherlich die Flexibilität und den finanziellen Spielraum der Schulen. Nicht zu unterschätzen ist aber die oft fatale Praxis an offenen Ganztagssystemen, wo das von außerschulischen Kräften angebotene Zusatzprogramm nicht als Teil des Schulkonzepts angesehen wird. …
„Fläche“ statt „Tiefe“
Dafür braucht die Schule und brauchen die Kollegien ein überzeugendes Unterstützungssystem für die Schulqualitätsentwicklung, für ein pädagogisches Konzept des ganzen Tages, damit man den Kindern und Jugendlichen den Ganztag auch wirklich zumuten kann. Für den Selbstgestaltungsprozess braucht die Schule ein motiviertes Kollegium, ein gutes Schulmanagement und die Unterstützung von außen. … Die Akzeptanz und damit das Wollen, Können und Dürfen der am Innovationsprozess Beteiligten ist aber unbedingt erforderlich. Stattdessen stößt man in den Kollegien auf weitverbreitete Bedenken gegenüber einer Umwandlung zur Ganztagsschule und oft wird diese Neuorientierung als eine von oben oktroyierte Pflicht angesehen. Es reicht nicht aus, eher auf „Fläche“ als auf „Tiefe“ zu setzen, denn wir brauchen keine Schmalspur-Betreuungseinrichtungen, sondern eine Lern- und Lebensschule ganzheitlicher Art.
Klaus Fischer, Landesvorsitzender des Ganztagsschulverbandes NRW in nds
…
–> WEITER
Veröffentlicht in Bildungsdebatte Schulen, Finanzierung von Ganztagsschulen | Verschlagwortet mit Ganztagschulerlass, Praxis an offenen Ganztagssystemen, Umwandlung zur Ganztagsschule, Wo Ganztagsschule auf Wirklichkeit trifft | Kommentar schreiben »
17 Oktober 2009 von LebensLerner

Die Vision der Gruppe Schule – eine Schule für alle
welt online /gipfelstürmer: 29.09.2008
Eine Schule für alle. Ab dem ersten Lebensjahr. Mit engagierten, sorgfältig ausgewählten Lehrkräften, die sich zuallererst an ihren Schülern orientieren und danach erst am Lehrplan. Optimistisch? Ja. Unrealistisch? Vielleicht. Aber unmöglich? Nein. Die Vision der Gruppe „Schule“.
Das Schulsystem in Deutschland muss besser werden.
… Unsere Überlegungen stellen wir hiermit zur Diskussion. Sie stellen eine realistische und bei gutem Willen auch realisierbare Vision für das Jahr 2020 dar.
Im Jahr 2020 …
• sind Schulen selbstständig handelnde pädagogische Dienstleister.
• hat das Bildungssystem eine integrierte und flexible Struktur und es gibt keine abgeschotteten Säulen verschiedener Schultypen mehr.
• kennt Deutschland nur noch die Ganztagsschule als Regelschule.
• sind Kindertageseinrichtungen fester Bestandteil des gesamten Bildungssystems.
• ist schulischer Unterricht zuerst auf die Fähigkeiten der Schüler ausgerichtet und erst an zweiter Stelle auf den Lehrplan.
• ist der Lehrberuf attraktiv und die Qualifikation der Lehrkräfte wird ständig gefördert.
• arbeiten Schule und Beruf eng zusammen und stehen in engem Austausch. Schulen sind im Jahr 2020 selbstständig handelnde pädagogische Dienstleister.
… Im Jahr 2020 kennt Deutschland nur noch die Ganztagsschule als Regelschule. Das in anderen Ländern, wie z. B. Frankreich, den USA oder Finnland, bereits vor Jahren etablierte Konzept der Ganztagsschule hat sich 2020 auch in Deutschland flächendeckend durchgesetzt. Individuelle Förderung braucht mehr Freiraum für neue Tagesrhythmen – das Ende der strengen 45-Minuten-Stunde. Durch den verpflichtenden Unterricht am Vor- und Nachmittag ist mehr Zeit für Unterrichtsvermittlung mit modernen Methoden. So werden mehr Lerngelegenheiten für die Entfaltung des Kindes sicher gestellt. Individuelle Förderung bedeutet Sonderunterricht für leistungsschwächere wie besonders begabte Kinder. Das wird durch die Integration in die reguläre Schulzeit ohne Diskriminierung möglich. Auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien können nun Hausaufgaben qualifiziert betreut erledigen und haben Zugriff auf Fachlehrer.
Durch den Ganztagsbetrieb ist Schule zu einem zweiten Zuhause geworden. Die Freizeit wird in die Schule integriert. So gibt es an jeder Schule ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften, vom Sport bis hin zu kleinen Forschungsprojekten. Zum einen wird so die Persönlichkeitsentwicklung gefördert, bietet aber zum anderen auch Kindern aus sozial schwachen Familien, die einen Vereinsbeitrag oder die Musikschule nicht bezahlen könnten, die Möglichkeit einer umfassend anregenden Freizeitgestaltung. Das wiederum fördert das Wir-Gefühl der Schülerinnen und Schüler und schafft eine höhere Identifikation und Verbundenheit mit der Schule. In der Folge steigt das Leistungsniveau merklich.
Im Jahr 2020 fördert die Ganztagsschule die Ausbildung vielfältiger Sozialkompetenzen. Dazu gehören Teamfähigkeit, Gemeinschaftsgefühl, Zusammenhalt und Integrationsfähigkeit. Durch die Ganztagsschule wird Lernen in vielfältigen Dimensionen erst möglich. Die Ganztagsschule als Regelschule führt zu einer unkomplizierten Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das bringt deutlich mehr Frauen als bisher ins Arbeitsleben. Dadurch werden die intellektuellen Ressourcen der weiblichen Hälfte der Gesellschaft für die Volkswirtschaft genutzt.
… Wir sind überzeugt: Diese Vision lässt sich umsetzen. Wir appellieren an die Bundeskanzlerin, beim Bildungsgipfel am 22. Oktober auf unser Thesenpapier Bezug zu nehmen.
… –> WEITER
Veröffentlicht in Bildungsdebatte Schulen, Bildungsgipfel 2008, Presseartikel, Öffnung der Schule | Verschlagwortet mit Bildungsgipfel 2009, Klaus Hurrelmann, Schule 2020, Vision Schule | Kommentar schreiben »
16 Oktober 2009 von LebensLerner

Das deutsch-dänische Kochduett geht weiter
volksstimme.de: 16.10.2009
Man nehme mehrere dänische Jugendliche, einen schuleigenen Kleinbus und eine Patenschaft zu einer Ganztagsschule in Wolmirstedt. Et voilà – das alljährliche Kochduett kann in die achte Runde gehen.
Wolmirstedt. Seit 2002 hat die Ganztagsschule Johannes Gutenberg eine Patenschaft mit einer Bildungseinrichtung in Dänemark. Seitdem findet jedes Jahr ein Austausch zwischen den Schulen statt. “ Die Dänen besuchen uns jetzt zum vierten Mal. Auch wir waren bereits viermal dort „, berichtet Andrea Ryll, eine der für den Schüleraustausch verantwortlichen Lehrerinnen.
…
–> WEITER
Veröffentlicht in Ganztagsangebote, Gestaltung des Unterrichts | Verschlagwortet mit Ganztagschulangebot, Kochduell in der Schule, Nachmittagsangebot, Schüleraustausch und Ganztagsschule | Kommentar schreiben »
15 Oktober 2009 von LebensLerner

Reformpädagoge kritisiert Schulkultur
Nürnberger Nachrichten: 15.10.2009
Mitten drin im politischen Tauziehen um die künftige Hauptschule in Bayern, deren Hauptmerkmal ein Bildungsangebot ist, das die Jugend für das Berufsleben qualifizieren soll, wagt man sich in Forchheim, völlig andere Wege aus der Bildungsmisere vorzuschlagen. Als bester Helfer erweist sich dabei der Bielefelder Reformpädagoge Otto Herz. Sein Schulmodell zeichnet sich durch klare emanzipatorische Erziehungsziele und Tragfähigkeit für die Zukunft aus.
…
Otto Herz ist auch Diplom-Psychologe und einer der Gründungsväter der Laborschule Bielefeld, in der neue Formen des Lehrens und Lernens und Zusammenlebens erprobt werden. Wenn der 65-jährige Pädagoge über die Ganztagsschule redet, die er als «die größte Herausforderung für die Pädagogik im 21. Jahrhundert» betrachtet, greift er gerne zum Handy und zum Laptop. Durch sie könne man zu jeder Tageszeit an allen Punkten der Erde «das gesamte Wissen der Menschheit abrufen», sagt Herz. Ob aber der Mensch über diesen Wissenserwerb klüger geworden sei, müsse bezweifelt werden. Denn: «Mit Handy und Laptop lernen wir das Wichtigste nie, das friedliche Zusammenleben der Menschen.» Da kommt laut Herz der Schule in ihrer «Einzigartigkeit» eine Rolle als Vermittler zu. Er kenne keine Einrichtung, wo Kinder und Jugendliche so lange unter professioneller Anleitung für ihr Leben geformt werden.
…
–> WEITER
Veröffentlicht in Bildungsdebatte Schulen, Presseartikel | Verschlagwortet mit Ganztagsschule als größte Herausforderung für die Pädagogik im 21. Jahrhundert, Kritik an Schulkultur, Reformpädagoge Otto Herz | Kommentar schreiben »
12 Oktober 2009 von LebensLerner

Neuer Forschungsbericht untersucht die Situation in fünf europäischen Ländern
Pressemitteilung TU Berlin: 12.10.2009
Die Schulverpflegung in Deutschland befindet sich im Wandel vom Pausenbrot hin zu einer Vollverpflegung mit einem warmen Mittagessen. Mehr Schulstunden pro Tag aufgrund der Verkürzung des Abiturs, die Ausweitung der Ganztagsschule und das Interesse an gesunder Ernährung für Kinder und Jugendliche treiben diese Entwicklung an und zeigen Chancen für eine Bio-Ernährung auf. Allerdings ist die Schulverpflegung aufgrund der zersplitterten Zuständigkeiten in Deutschland sehr unübersichtlich und es gibt eine Vielfalt an Angeboten in unterschiedlicher Qualität.
…
Insgesamt nehmen 78,8 Prozent der Ganztagsschüler an der Mittagsverpflegung teil, wobei auch weiterführende Schulen eingeschlossen sind. Damit liegt Berlin weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt von ungefähr 50 Prozent.
…
–> WEITER
Zur Vertiefung: Bio-Schulverpflegung in Italien, Finnland, Dänemark und Norwegen – Was kann Deutschland lernen?
Veröffentlicht in Mittagessen, Qualitätsentwicklung, Wissenschaftl. Studien, internationaler Vergleich von Ganztagsschulkonzepten | Verschlagwortet mit Mittagsverpflegung, Ganztagsschule und Schulverpflegung, Bio-Schulverpflegung | Kommentar schreiben »
9 Oktober 2009 von LebensLerner

Projekt gegen Gewalt: Studenten begleiten Schul-Mitarbeiter
Aachener Nachrichten online: 05.10.2009
«Jungen haben es in unserer Gesellschaft schwerer» ist die Erkenntnis von Sozialpädagogen. Und sie erklären, dass sie auffälliger geworden sind. Auch im Kreis Heinsberg ist nach den Feststellungen von Ulla Sevenich-Mattar von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an Schulen Leistungsverweigerung, geringe Frustationstoleranz und zunehmende Gewaltbereitschaft zu spüren.
Nun sind inzwischen in Nordrhein-Westfalen viele offene Ganztagsschulen etabliert, und neben Unterricht kommen weitere Aufgabenfelder für die Betreuungspersonen hinzu.
Die sollten aber so geschult sein, dass sie in der Lage sind, die Bedürfnisse und Interessen von Jungen ernst zu nehmen.
…
–> WEITER
Veröffentlicht in Gestaltung des Unterrichts, Presseartikel | Verschlagwortet mit Jungenarbeit, Projekt gegen Gewalt, Projekt gegen Gewalt in der Ganztagschule | Kommentar schreiben »
Ältere Artikel »